> Schreibt wer?

Ist Tenor in mehreren Diskussionen ;)

> Wenn man sich also nicht um alle Probleme auf einmal kuemmert, darf man gar 
> keins angehen? Ich finde ja die Versklavung von Kindern im Kakaoanbau viel 
> schlimmer als ein paar Leiharbeiter, die zu wenig verdienen und dann Hartz IV 
> kriegen. Solange noch Menschen in Entwicklungsstaaten ausgebeutet werden, 
> sollten wir uns um solche Luxusprobleme gar nicht kuemmern...

Dreh dir das doch nicht so hin wie du willst. 
Meine Intention war es, dass Probleme in Deutschland strukturiert angegangen 
werden sollten.


> [Ernsthafte Antwort: Wenn du das wichtiger findest, okay. Dann kuemmer dich 
> halt darum. Fuer uns schliesst das eine das andere weder aus, noch sind wir 
> der Ansicht, dass man sich nur um beides zusammen oder gar nichts kuemmern 
> darf.]

Ich kümmer mich bereits um einige Dinge!



> Wenn sie nur dann sich selbst "tragen" koennen, wenn ihre Angestellten zu 
> einem Teil vom Staat unterstuetzt werden, weil sie sonst nicht von ihrem lohn 
> leben koennten, traegt sich das Unternehmen eben nicht selbst. Denn eine 
> richtige Bezahlung der Arbeitskraefte ist ja anscheinend nicht moeglich.

Dem ist ja nicht so. Darauf wollte ich auch gar nicht hinaus. Jedoch finden die 
Unternehmen sowieo IMMER ein Schlupfloch um etwas anders zu verkaufen. Da muss 
man teilweise nur ein Wort ändern und schon befinden die Unternehmen sich im 
Recht, bzw. handeln nach deutschem Recht!



> Ein Mensch ist aber im Gegensatz zu einem Unternehmen ein Lebewesen. Nicht 
> nur laut Grundgesetz* hat dieses gewisse Recht - u.a. auch das auf Leben. Auf 
> eine Firma trifft das meines Erachtens nicht zu. Diese hat nur innerhalb des 
> Wirtschaftssystems einen Sinn, und zwar wenn sie wirtschaftlich ist. 
> Ansonsten ist es eben kein Wirtschaftsunternehmen... aber dazu hat Branleb 
> schon was gepostet.
> 
> * das braucht hier hoffentlich niemand, um sowas zu begruenden

Das war auch nur Ironie!!! Tut mir leid, wenn das nicht so rüber kam.


> Wo steht das? Ob ich nun einen Arbeitslosen komplett, dafuer aber einen 
> Festangestellten gar nicht oder zwei Leiharbeiter halb finanziere - wo ist 
> die Studie, die ergibt, welche Seite da letztendlich zu insgesamt hoeheren 
> steuerlichen Belastungen fuehrt?

Man kann es sich immer so hindrehen wie es einem am Besten passt ;) Du sagst 
einen Arbeitslosen, wenn meine alte Firma dicht machen würde, wären es knapp 
3000 Arbeitslose. Da kannst du auch noch so viel schönreden.
Du fragst hier immer nach ner Studie, fang doch mal an eine Aufzusetzen oder 
vertraust du etwa einer Studie, an der du nicht mal selbst beteiligt warst? 
Studien können sich auch mal irren!


> Du meinst die Unternehmen.

Ich meine jeden Menschen. Viele Unternehmen zahlen Gewinnbeteiligungen, 13. 
Gehälter etc. pp. Außerdem wenn es der Wirtschaft gut geht, und hier fallen 
auch die Unternehmen mit rein, dann geht es uns fast allen besser.
> 

> Und der wird nicht belastet, wenn ungerechte Arbeitsmodelle finanziert 
> werden? In jedem Fall zahlt der Staat und damit die Steuerzahler Geld. Aber 
> es stellt sich ja nicht nur die Frage nach der Wirtschaftlichkeit, sondern 
> auch nach der Rechtfertigung.

Auch hier kann ich nur wieder sagen, nicht in der Höhe.
Und um dir zuvor zukommen, dass ist einfache Mathematik
Wie rechtfertigst du deinen Standpunkt? Warum kannst du sagen, dass der 
Steuerzahler jetzt genau soviel bezahlt, wie bei anderen Modellen? Wo sind 
deine Studien?^^


> Du zahlst also lieber, um Firmen ein Geschaeftsmodell zu ermoeglichen, bei 
> denen die Angestellten unterbezahlt sind, um die Illusion zu erhalten, sie 
> seien 'nuetzlich' oder damit man sich einreden kann, sie haetten eine 
> richtige Arbeitsstelle oder um das Konzept, nach dem ein Mensch nur wertvoll 
> ist, wenn er arbeitet, nicht hinterfragen zu muessen?

Verdammt nochmal das ist Jammern auf hohem Niveau. Unterbezahlt? Warum sollte 
einer der keine Ausbildung hat und bisher noch nichts im Leben auf den Draht 
bekommen hat, genauso viel oder mehr verdienen wie jemand, der sich immer 
angestrengt hat und eine Ausbildung absovliert hat?
Weißt du überhaupt was Leiharbeit ist? Kennts du die Gehaltsstufen? Kannst du 
aus Erfahrung sagen, wie Mitarbeiter eingestuft werden? Ich kann es schon ;)!


> Indem Menschen nicht leben, um zu arbeiten. Sie arbeiten, um zu leben. 
> Koennen sie auch leben, ohne zu arbeiten - was ist daran, insgesamt 
> betrachtet, schlecht?

Was heißt leben um zu arbeiten? Was sollen Ärzte etc. sagen,  die ständig unter 
Druck und Einsatzbereitschaft stehen?  Die meisten meckern doch schon wenn sie 
8 Stunden oder 9 Stunden am Tag arbeiten sollen oder können. Hast du schon mal 
gearbeitet? Kennst du die Realität aus Erfahrung? Kommt mir nicht so vor!

> Mir ist klar, dass unser Wirtschaftssystem darauf ausgelegt ist, nur Menschen 
> die Fruechte der Arbeit zu gewaehren, die selbst auch arbeiten. Und es ist 
> passenderweise so angelegt, dass eine Arbeitsaufteilung auf mehr Menschen 
> nicht sinnvoll bzw. 'wirtschaftlich' ist. Das ist aber ein Problem des 
> Systems.

Menschen die nicht arbeiten, tragen trotzdem die Früchte, denn sie werden vom 
Staat finanziert ohne eine Gegenleistung zu erbringen. 
Ich weiß echt nicht, aus was für einer Sparte du kommst, aber wieso ist eine 
Arbeitsaufteilung nicht sinnvoll oder wirtschaftlich? Aus Erfahrung kann ich 
sagen, dass wir die Arbeit immer auf mehreren Schultern verteilen, denn umso 
mehr kann geschaft werden und umso höher der Ertrag und unsere Gehälter.


> Wieso? Warum nicht die notwendige Arbeit aufteilen und allen etwas zukommen 
> lassen? Oder sich andere Moeglichkeiten ueberlegen?

Dann nenne ein Modell. Immer nur zu Hinterfragen, dabei aber selbst keine 
Konzepte zu haben ist auf Dauer auch nicht Zielführend sondern eher störend.


> Einerseits heisst es immer, alle wollen arbeiten - aber wenn dann dadurch 
> fuer Andere Arbeit wegfaellt bzw. diese folglich keine mehr haben, will 
> dafuer auch niemand bezahlen. Also entweder, die, die arbeiten, wollen das 
> eigentlich auch gar nicht [weswegen sie erst recht nicht fuer Andere 
> mitarbeiten wollen] - oder sie sind einfach verdammt gierig. Oder was sonst?

Wer sagt, dass alle arbeiten wollen? Das stimmt nicht. Und was du hier anführst 
kann ich auch in keinsterweise verstehen.  Wo hast du deine Erfahrungen gemacht?


> Es ging hier um Menschen, deren Lohn durch das Arbeitsamt aufgestockt wird. 
> Diese verdienen logischerweise nicht mehr als Arbeitslosengeld II + Wohngeld, 
> sonst stuende ihnen ja gar keine Aufstockung zu.

Bitte recherchiere nocheinmal genau!
Menschen denen ALG 2 zusteht, steht kein Wohngeld zu!
Die Mietaufwendungen werden in das ALG 2 miteinberechnet.

Wenn du arbeitest und aufstockend ALG 2 beantragst, bekommst du deinen 
Arbeitslohn + dem was dir zur Grundsicherung fehlt.

Ansonsten musst du seperat bei deiner Gemeinde Wohngeld beantragen, dass zahlt 
aber nicht das Amt!

> 
> Wenn ich nun einen Betrieb habe, der sich fuer x€ Mitarbeiter leisten kann, 
> und es gibt theoretisch genug Arbeit fuer egal wie viele, dann stellt dieses 
> vermutlich so viele ein, bis Betrag x erschoepft ist. Dafuer kann es sich nun 
> y Festangestellte oder y+z Leiharbeiter leisten. Diese Personen sidn 
> entsprechend nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt. Im ersten Fall werden dann die 
> z nicht eingestellten Leute ALG2 bekommen, die anderen gar nichts. Im zweiten 
> Fall bekommen alle Leiharbeiter die Differenz zwischen ihrem Gehalt und ALG2. 
> Ist das so korrekt?

Deine negativen Erfahrungen kann ich nicht teilen. 
Solche Unternehmen sind unersiös und würden auf Dauer eh nicht bestehen.
> 
> Wenn du mir Zahlen gibst, die belegen, dass der zweite Fall insgesamt mehr 
> Kosten verursacht, akzeptiere ich das [was nicht heisst, dass deshalb nur 
> ausbeuterische Verhaeltnisse die Loesung sein koennen]. Bis dahin sehe ich 
> das als nicht erwiesen.


Nehmen wir den aktuellen Arbeitsmarkt.

5,4 beträgt die Arbeitslosenquote (Stand Januar 2013)

im  April 2005 war sie bei 11,5 %.

Leiharbeit fing an zu boomen, die Quote ging runter.

Es wurde also weniger an Arbeitslose ausgezahlt, was sich ja rentiert hat, denn 
der Staat spart dadurch. Nur mal bisschen google benutzen und die Medien 
verfolgen. 


> > Dann musst du wohl auswandern. Die Politiker werden hier nie im Leben 
> > ansetzen, denn das wäre mit Steuerbelastungen
> des Bürgers verbunden, was dazu führt das diese Partei nicht wieder gewählt 
> wird^^
> Srsly? I don't even...
> 
> Dass der Staat in beiden Faellen zahlt, und z.B. auch Subventionen von nciht 
> selbsttragenden Wirtschaftszweigen, heisst doch letztendlich genauso eine 
> Mehrbelastung der Steuerzahler.

Dadurch spart der Staat und Menschen haben Arbeit ;)
Stell dich vors Volk und sag denen, das und das gibt es nicht mehr, dadurch 
fallen zwar viele Arbeitsplätze weg, aber es geht hier gerecht zu.
Keine 24 Stunden würdest du überleben ohne Schutz!
> 
> Abgesehen davon: Offensichtlich fordern das doch Parteien. Und inwiefern soll 
> auswandern helfen? Soll man immer gleich, wenn einem irgendwas nicht passt, 
> auswandern? Wenn etwas unrealistisch ist, dann jawohl das. [Ich gehe mal 
> davon aus, dass der Teil sowieso nicht ernst gemeint war.]

Da hast du wahr! Der Teil war nicht Ernst gemeint.
> 
> 

> Ausser dir natuerlich. [?]

Auch hier wars nur n Joke. 
> 
> Ansonsten weiss ich auch nicht, welchen SInn es hat, hier Leute indirekt zu 
> beleidigen, die sich fuer Politik interessieren und sich dort engagieren. 
> Nicht, dass ich mit allem einverstanden waere, was durch die [machthabenden] 
> Politiker geschieht oder nicht einiges fuer ausgesprochenen Unfug hielte... 
> dennoch: Sie alle pauschal in einen Topf zu werfen, bringt doch auch 
> niemanden weiter. Sicherlich sollte nicht von oben herab mit anderen geredet 
> werden und Menschen muessen einander auch verstehen, um kommunizieren zu 
> koennen. Aber ist da wirklich Anti-Intellektualismus deine angestrebte 
> Loesung?

Ich beleidige nicht indirekt, ich würde direkt beleidigen! Ich engagiere mich 
selbst in der Politik und war DK der Piraten. 
Wir brauchen einen an der Spitze der da mal aufräumt und nicht Geldgeil ist ;)


-- 
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