Hello ARTIQ users,
we are pleased to officially announce that optIclock, a German 6
Million Euro project to build a portable single-ion optical clock
targeting end users, will use and contribute significantly to ARTIQ
and Sinara. The German press release text is included below. Feel free
to distribute it and to test your language skills or an online
translation service ;)
Best regards,
Robert.


Pressemitteilung optIclock

Deutsche Quantentechnologie-Initiative QUTEGA startet mit optischer
Einzelionenuhr

Im Bereich der Quantentechnologien hat das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) einen Strategieprozess der Fach-Community
initiiert, der die Bedeutung des Themenfelds für den Wirtschafts- und
Wissenschaftsstandort Deutschland betont hat. Dies erfolgte im
Einklang mit Bewertungen des Themenfelds im europäischen und
internationalen Umfeld. Um erste Ergebnisse dieser Prozesse
umzusetzen, hat das BMBF Pilotprojekte ausgewählt, die wichtige
Entwicklungen zu den Quantentechnologien anstoßen. Zum 1. Mai 2017
startete das erste Pilotprojekt „Optische Einzelionenuhr für Anwender
(optIclock)“.

Ziel des unter Führung der TOPTICA Photonics AG und der Physikalisch
Technischen Bundesanstalt (PTB) Braunschweig durchgeführten
Verbundprojektes ist es, innerhalb von drei Jahren einen Demonstrator
für eine optische Einzelionenuhr unter dem Namen „optIclock“ (optical
Ion clock) zu realisieren. Hierfür stehen dem Forschungsverbund –
bestehend aus Ferdinand Braun Institut Berlin, High Finesse GmbH,
Menlo Systems GmbH, PTB Braunschweig, QUARTIQ GmbH, Qubig GmbH,
TOPTICA Photonics AG, Universität Bonn, Universität Siegen und Vacom
GmbH – insgesamt rund sechs Millionen Euro zur Verfügung, wovon rund
1.5 Millionen von den beteiligten Unternehmen selbst bereitgestellt
werden.

Gemäß der Devise „Raus aus dem Labor – rein in die Anwendung“ wird die
optIclock das bislang in Forschungsreinrichtungen untersuchte
herausragende Potential der Quantentechnologien nutzbar machen. In
Labors erreichen die besten experimentellen Uhren, die unter ständigem
Eingriff durch wissenschaftliches Personal nur für begrenzte Zeit zu
betreiben sind, Genauigkeiten von 10-17 bis 10-18. Hochgerechnet auf
das gesamte Alter des Universums von rund 14 Milliarden Jahren gingen
solche Uhren nur um etwa 1 Sekunde „falsch“. Die optIclock soll unter
geringen Abstrichen von etwa 10 bis 100 in der Genauigkeit besser als
jeder kommerzielle Frequenzstandard sein und im Gegensatz zu den
Laborlösungen transportabel, einfach bedienbar und damit für Anwender
einsetzbar sein.

Die Anwendungen umfassen die direkte Zeitmessung durch die
Realisierung eines hochgenauen Frequenznormals, die präzise
Synchronisation großer Netzwerke oder mehrerer Radioteleskope, die
Navigation allgemein, sowie die Verbesserung globaler
Satelliten-Navigationssystemen. Insbesondere der Einsatz als
spezialisierter Quantensensor, der Höhenunterschiede über große
Distanzen durch Frequenzvergleiche messen kann, verspricht eine
Vielzahl an Anwendungen in der Geodäsie um z.B.
Meeresspiegeländerungen oder Landanhebungen und -absenkungen zu
vermessen.

In der optIclock wird ein einzelnes geladenes Atom in einer
elektrischen Falle im Ultrahochvakuum gefangen, mit Lasern auf wenige
Tausendstel Grad über dem absoluten Temperatur-Nullpunkt abgekühlt und
ein weiterer Laser, der sogenannte Uhrenlaser, auf einen optischen
Übergang in diesem Atom geregelt. Die Anwendertauglichkeit als
besonderer Gegenstand dieses Pilotprojektes wird durch
Miniaturisierung, Automation und Integration der einzelnen Komponenten
sowie durch eine umfassende Gesamtsystemarchitektur möglich. Die
hierfür notwendige Entwicklung an Schlüsseltechnologien und Konzepten
wird auch anderen Anwendungen der Quantentechnologie zugutekommen, wie
z.B. Quantencomputer, Quantensimulatoren oder Quantensensoren.
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