Ich stelle mir vor, ich w�re der User von dem System.  Also habe ich das
Problem, dass ich nunmal selbst ungenaue Daten hab.  Das bl�de System will
es aber ganz genau wissen. Was ist mein erster (und wahrscheinlich auch
letzter) Gedanke?   Wer beschissen werden will, wird beschissen.  Das ist
genau das Thema, mit dem ich tagt�glich k�mpfe. K�nnte Romane erz�hlen zu
welcher Kreativit�t der Mensch f�hig ist.

Am anderen Ende sitzt ein armseliger Programmierer, der sich mit der Aufgabe
konfrontiert sieht nebul�se oder schlicht dumme Vorgaben so umzuwandeln dass
die Kiste, die ja nur ganz genau das macht was man ihr sagt, auch versteht
und tut.  �ber das Konfliktpotential in der Situation k�nnte ich auch ein
paar Jahre Lebenserfahrung beitragen.

Ich habe f�r mich nur eine saubere L�sung auf das Problem gefunden:
glasklares Prozess Management.  Alles andere macht entweder die Nutzer sauer
oder den Auftraggeber. In beiden F�llen kriegt der Programmier die alleinige
Schuld und wundert sich wom�glich warum er die meisten �berstunden macht und
am Ende als der gr��te Idiot dasteht.

Am konkreten Beispiel:

Technisch gibt es eine Reihe von M�glichkeiten. Ich kann dem Benutzer sehr
wohl eine Palette an Eingabem�glichkeiten zur Verf�gung stellen. Es sollte
kein Problem sein eine Freitexteingabe wie "morgen",  "n�chstes Jahr", "q3"
etc. zu interpretieren bzw. notfalls f�r die 5 Ausnahmen pro Jahr bei
Benutzer zur�ckzufragen "wie hast Du es gemeint".  Genauso sollte es kein
Problem sein einen Eintrag freizulassen. Oder 1.1.2100 einzutragen um
anzudeuten "so genau wissen wir es auch noch nicht".

Wie geht es dann weiter? Ich schreibe ein kleines Management summary.  Was
mir hilft ist das SPIN Modell.  Beispiel

Situation
  Arbeitsgruppe X macht jene T�tigkeit und ben�tigt zur Verbesserung ihrer
Produktivit�t ein xyz Tool.  Zur Planung von ... ist es erforderlich, dass
Berichte vorliegen, die .... aussagen.

Problem
  Projektende Daten k�nnen nicht zuverl�ssig vorausgesagt werden.  Die
geforderte Berichtsfunktionalit�t macht es notwendig dass die Applikation
eine Standardannahme treffen muss.  Die konkrete Auspr�gung dieser
Standardannahme ist nicht definiert / nicht abgestimmt / [jeder hat eine
andere Meinung dazu]

Implication
  Ein Nicht-L�sen des beschriebenen Knotens f�hrt dazu, dass die Applikation
nicht on time, [on budget], [mit geforderter Funktionalit�t] fertiggestellt
werden kann

Need
  Eine Entscheidung dar�ber wie verfahren werden soll.


Bis hierhin sollte es reichen, um die Betroffenen (die Kunden) f�r das
Problem einzukaufen. An der Stelle kommt dann Kleverle Programmierer um die
Ecke und macht zwei kreative Vorschl�ge (ruhig ein bischen aus der �blichen
Denke rausgehen) mit jeweiligen Vor- und Nachteil.  Hier im Beispiel:
langes Programm, das vieles selbst interpretiert. Pro: easy user experience.
Cons: erh�hte Kosten/Zeit, versp�teter Fertigstellungstermin.  Oder ich
zwinge den User genaue Angaben zu machen, wobei 3 im Jahre im voraus eine
g�ltige Vorgabe ist. Pro: Einhaltung Termin und Budget  Cons: der User muss
mehr Zeit aufwenden (kostet auch Geld).  Am Ende steht die Frage sollen wir
a oder b machen?  Wobei hier zus�tzlich ein Mittelweg auch denkbar w�re.

Damit ist das Problem zu 100% dort wo es hingeh�rt. Die Auftraggeber haben
Input auf der Basis die sie verstehen (Geld und Zeit - der Rest ist eh meist
unrelevant). Der Programmierer ist aus dem Schneider, denn zaubern kann er
auch nicht.  Aber ein bischen Arbeit macht das schon.


--

Viele Gr��e
Hubert Daubmeier




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