Ein lustiges Wahlkampfgeschenk ist die Ökopräme für
Fahrradtausch in Wien. Man erhält EUR 70, wenn man 
ein neues Fahrrad kauft und gleichzeitig ein altes, 
noch der StVO entsprechendes Rad zurückgibt. 

Was daran öko sein soll, wenn jemand Uropas Waffenrad
aus dem Keller gegen ein neues Mountainbike tauscht,
erschliesst sich mir nicht. 

Fördernswerter wäre beispielsweise der Tausch eines
benzingetriebenen einspurigen Fahrzeuges gegen ein
Elektrofahrrad. Die Technologie ist vorhanden. In
China beispielsweise gibt es weder Moped noch 
Motorrad, nur Elektrofahrräder und -motorräder. Mit
LiIon-Akkus. Flüsterleise und super angenehm. Und
wenn man einen Kaffee (oder Tee) im gleichnamigen
Haus trinkt, darf man auch sein Rad laden. Ist aber
normalerweise gar nicht nötig untertags... Und mit 
etwas politischem Willen würde man die billigeren 
Versionen dieser Räder auch in Österreich zulassen 
können. Strassenpreis Shenzhen: EUR 100.

Abgesehen davon ist die "Fahrradschrottprämie" ohnedies
bereits aufgebraucht, wie bei so vielen Wahlzuckerln.

    fra

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