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To: Drehli Robnik <[email protected]>
Subject: Do 14.1.: Vortrag Dr. Robnik zu filmischer Geschi
 chtsästhetik und "Inglourious Basterds"
From: Drehli Robnik <[email protected]>
Date: Tue, 12 Jan 2010 16:32:36 +0100
X-Mailer: Apple Mail (2.749.3)

Liebe wenn schon nicht alle, so doch manche davon,

ich weise auf unten näher beschriebenen Vortrag hin, den ich am kommenden Donnerstag, 14. Jänner, im Jüdischen Museum Wien halten werde.

Vielleicht kommt wer hin. (Aber wer?)

Allerbest grüßt

Drehli (Robnik)
*****************

Vortrag (mit Filmausschnitten und anschließender Diskussion)

Donnerstag 14. Jänner 2010, 18.30-20 Uhr

Jüdisches Museum Wien (Palais Eskeles), 1., Dorotheergasse 11

im Rahmen der Reihe: "A propos... Zukunft der Erinnerung"


Nach dem Gedächtnis: Geschichtsästhetik und Affektpolitik in "Inglourious Basterds" und anderen aktuellen Spiefilmen über Widerstand gegen NS-Vernichtungspolitik

Drehli Robnik

Mein Vortrag diskutiert die "Zukunft der Erinnerung" mit Blick auf die Politik und Ästhetik medialer Geschichtsbilder, sowie aus filmtheoretischer Sicht. Es geht um Inszenierungen des Holocaust, genauer: des (jüdischen) Widerstands gegen nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik, in aktuellen Spielfilmen, zumal europäischen (Ko-)Produktionen. Eine Ausgangsthese: Auf jene gedächtniskulturelle Funktion des Mainstream-Kinos, für die "Schindlers Liste" beispielhaft ist, und die zur Universalisierung von Opferschaft als Leitkategorie von public history beigetragen hat, folgt heute eine Reihe von Filmen, die mit NS-Vergangenheit anders umgehen: Sie glamourisieren aktiven, "affektarbeiterisch"-kreativen Widerstand gegen NS-Rassismus und –Vernichtungspolitik und eröffnen Spielräume von Geschichte als potenziell politische Erfahrung – in Bildern, die an die Grenze des Obszönen und des Geschichtssinn-Nihilismus reichen. Neben "Zwartboek – Black Book", "Die Fälscher", "Operation Walküre" und "Defiance" wird v.a. von Tarantinos "deutschem" Hollywood-Retro-Film "Inglourious Basterds" die Rede sein.

Drehli Robnik, Filmwissenschaftler, Ludwig Boltzmann-Inst. für Geschichte und Gesellschaft; Autor von: Geschichtsästhetik und Affektpolitik. Stauffenberg und der 20. Juli im Film 1948-2008. Wien: Turia + Kant 2009; Lehrtätigkeit in Filmwissenschaften an der Universität Wien, Goethe-Universität Frankfurt/M, Masaryk-Universität Brno; gelegentlich Disk-Jockey und Edutainer, "lebt" in Wien-Erdberg






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