Aus queer-feministischer Perspektive gehen wir auf die Spurensuche nach ökonomischen Prozessen der Transformation, die wir in bestehenden Praxen erkennen können. Es existieren Projekte, bei denen Menschen Ressourcen wie Geld, Zeit und Produktionsmittel kollektiv nutzen, um gemeinsam oder individuell an Sachen zu arbeiten, die ihnen Spaß machen und mit denen sie ein gesellschaftliches Ziel verbinden. Ein Beispiel dafür sind Hackerspaces. In diesen Räumen treffen sich Menschen, die sich für Technologie, Computer, Programmieren, Basteln, Kunst und Wissenschaft interessieren, um zusammen abzuhängen und zu arbeiten. Es gibt dort nicht nur Rechner, sondern auch Labore, Maschinen, Werkzeug, Bastelmaterial und vor allem Wissen, das geteilt werden kann. Ihrem Selbstverständnis nach sind Hackerspaces nicht dazu da, Startups zu gründen, um die gemeinsamen Arbeitsergebnisse als Waren kapitalistisch zu verwerten. Vielmehr geht es darum, Produkte (weiter) zu entwickeln und zugänglich zu machen. Dass es dabei auch zu kritischen Auseinandersetzungen um Machtpositionen kommt, zeigt der Text Hacking The Spaces. Johannes Grenzfurthner und Frank Apunkt Schneider problematisieren darin, dass Hackerspaces überwiegend von weißen, männlichen Nerds gestaltet werden und fordern, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie sich dies auf die Praxis der Hackerspaces auswirkt. Hackerspaces stehen in einer linken, gegenkulturellen Tradition, sich Freiräume zu schaffen. Und sie überschreiten Grenzen: Nicht nur zwischen Wohnzimmer und Arbeitsplatz wird die vermeintliche Trennung aufgehoben, sondern auch die Gegenüberstellung von Arbeit mit Kunstmachen und Spaßhaben wird durchquert. Sie können Räume sein, die Arbeitsweisen und Technologien entwickeln, die zur Veränderung der Gesellschaft beitragen und Systeme im besten Sinne von benutzeruntypischem Verhalten hacken.
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