liebe bagasch

herzliche einladung zu:

djane teutonia featuring Dr.Didi Bruckmayr:
Der mordtraurige Max - nazi-schwule Larmoyanz-Barden-Songs nach Jonathan Littell
donnerstag 8.april 2010 -- rhiz/wien -- ca.22:30

Der kultivierte SS-Offizier Dr.Max Aue aka Dr.Didi Bruckmayr erzählt in seinen larmoyanz-bardigen Songs von seinem Leiden am Martyrium, für und im Namen der deutschen, österreichischen und so manch anderer Volksgemeinschaft morden, respektive morden lassen, zu dürfen. Er hatte sich die ganze Chose humaner und intellektueller vorgestellt und ist nun ganz entsetzt darob, mit welch' volkstümlicher Inbrunst so mancher (Un-)Deutsche herzhaft bei der Umsetzung des Programmes ans mordende Werk geht. Wenn das schwierige Amt es zulässt -- und das geschieht selten genug -- widmet er sich in den wohl verdienten Pausen geilem Sex unter Männern. -- Yo man! In darob folgenden Mußestunden, befreit von den trüblichen Gedanken ans Selbstopfer zum Wohle der Gemeinschaft, sinniert er darüber, ob nun die Juden oder die Platoniker die ersten Proto-Faschisten gewesen waren; oder darüber, dass Echter-Kerle-Sex eigentlich the Real Thing für den fortschrittlichen Nationalsozialismus sein müsste, der sich einerseits vom judäo-katholischen Ressentiment gegen die Kameradenliebe befreit hätte, vom jüdisch-effeminierten Schwuchtel-Pack der degenerierten Grossstädte andererseits.

Die herz-, hirn- und magenzerreissenden Songs der Jonathan Littell'schen Romanfigur Max Aue aka Bruckmayr werden vertont und am Labtop begleitet von djane teutonia aka Masta Aschenbach, die hierzu fast ausschliesslich Gustav-Mahler-Klangmaterial verwendet; O-Ton: "Der hübsche GUSTAV ist schon so oft missbraucht worden, da ist (m)ein Missbrauch mehr oder weniger auch schon wurscht; wir österreichischen Rechten instrumentierten ihn gerne für unsere antisemitisch gefärbten Ressentiments gegen die Moderne, wir Linken verklärten seine pseudo-volkstümelnden Hysterien zu esoterischen Affekten der Klassenbefreiung, und wir Schwuchteln affirmieren sein Pathos, seine Plattitûden und seine Zerrissenheit". A TIB O' THE NIP to Gerhard Scheit

* Texte aus und nach Jonathan Littell's "Die Wohlgesinnten", Jean Genet`s "Das Totenfest" sowie eines Gespräches von Jean Genet mit Hubert Fichte
* vocals, performance: Dr. Didi Bruckmayr
* konzeption, lyrics & music by djane teutonia mit Musik von Gustav Mahler, aber auch Melvins, Shellac, Iannis Xenakis und Pierre Boulez


liebe grüsse
casper/ djane teutonia

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