Thank you very much, Arthur! Absolutely fascinating to read about the link with 
the Mozart family. As concerns the tablature typeface used in the Seidel print, 
Breitkopf appears to have made another attempt to get a return on his 
investment in 1761, when he printed Kohaut`s intriguing Divertimento primo 
(although there the letter "d" seems to have been exchanged). Best wishes, 
Bernhard  


--- Arthur Ness <[EMAIL PROTECTED]> schrieb am Mi, 3.12.2008:

> Von: Arthur Ness <[EMAIL PROTECTED]>
> Betreff: [BAROQUE-LUTE] Re: Ferdinand Seidel
> An: [email protected]
> Datum: Mittwoch, 3. Dezember 2008, 18:54
> Yes, you have mistaken Scheidler for Seidel (Ferdinand), but
> Thomas's
> article on "the Last Lutenist," is worth a read.
> Nor should Seidel be
> mistaken for Ferdinand Ludwig Seidel (a later composer). 
> Our Seidel
> was court composer to the Archbishop of Salzburg (appointed
> in 1757),
> and was thus a
> colleague of Leopold Mozart.  He composed symphonies,
> concertos and
> chamber music acc. to Gerber's dictionary,  but the
> only works that
> survive by him are the 12 minuets in that
> print, which also includes a fantasia by Baron.  The print
> was issued
> to demonstrate Breitkopf's newly cast tablature
> typeface, and is
> interesting that in 1757, that firm would have enough faith
> in the
> survival of lute music that it would bear such expenses. 
> They
> appear not to have published (printed) anything else more
> using the
> tablature typeface, except
> for incipits in their thematic catalogue.  Their regular
> (non-thematic) catalogue
> for 1761 lists much lute music that was available "on
> demand" from the
> Breitkopf Scriptorium, that is, in handwritten copies.  It
> included 3
> partitas by J. S. Bach! And much otherwise unknown ensemble
> music by
> SLW. I must add the information to my web page, because it
> doesn't
> seem to be widely known (except for the SLW solo pieces
> in the thematic catalogue--which also are otherwise
> unknown, lost).
> 
> The preface is written by Breitkopf (not by Seidel), and
> probably he 
> is
> referring to SLW when he writes that he would bring out
> music by one
> of the greatest lutenist, whose music he had in abundance. 
> And indeed
> he did.  The 1761 Breitkopf non-thematic catalogue lists 10
> volumes of 
> six solo partitas,
> each, three fugues and three fantasias, ten trios with lute
> and 
> various other
> instruments*, six lute concertos, a prelude through all
> keys, a 
> prelude
> in g minor and a toccata in E major.  He furthermore claims
> that the
> scores had been supervised by Weiss himself.
> 
> *Could BWV 1025 have been one?
> =====AJN (Boston, Mass.)=====
> This week's free download from Classical
> Music Library is Berlioz's Overture to
> "Benvenuto Cellini," performed by the
> Orchestre National de Montpellier;
> Lionel Arnaud, conductor. .
> 
> To download, click on the CML link here
> http://mysite.verizon.net/arthurjness/
> 
>               My Web Page: Scores
> http://mysite.verizon.net/vzepq31c/arthurjnesslutescores/
>                         Other Matters:
> http://mysite.verizon.net/arthurjness/
> http://mysite.verizon.net/vzepq31c/musexx/
> ===================================
> 
> ----- Original Message ----- 
> From: "ralf bachmann fricke"
> <[EMAIL PROTECTED]>
> To: <[email protected]>
> Sent: Wednesday, December 03, 2008 8:54 AM
> Subject: [BAROQUE-LUTE] Re: Ferdinand Seidel
> 
> 
> |   " Does "best lutenist" refer to Seidel
> himself? "
> |   Hello Bernhard!
> |   First answering your last question: NO, NO ... best
> lutenist/composer
> |   ever was Silvius Leopold Weiss!
> |   From the Breitkopf Thematischer Katalog, Supplement IV,
> from 1769
> (see
> |   www.slweiss.de)
> |   with the Inzipits of
> |   6 Partite Grande
> |   60 Sonatas by SLWeiss
> |   we know that Breitkopf had a very large collection of
> works by
> Weiss.
> |   There are listed also works by other Lutenists like
> Hagen, Durand,
> |   Falckenhagen, but not that many.
> |   Sadly Breitkopf had to see that it was not a profitable
> project to
> |   publish his collection ...
> |   As to Scheidler, our Friend Thomas Schall published the
> following
> |   article (in German, but translating should be no
> problem with
> Google,
> |   etc ;-) in the web page of the german lute society a
> few years
> ago.
> |   BTW, www.lautengesellschaft.de has a new look and I was
> not able
> to
> |   trace this article, but using
> |   http://web.archive.org I managed to find it!
> |   Christian Gottlieb Scheidler - Der letzte Lautenist von
> Thomas
> Schall
> |   Leider wissen wir nicht viel ueber die Person
> Scheidler, denn
> waehrend
> |   der napoleonischen Kriege gingen wahrscheinlich die
> meisten
> fehlenden
> |   Unterlagen (so zum Beispiel das Sterbedokument,
> Geburtsurkunde
> etc.)
> |   verloren.
> |       Die Bedeutung Scheidlers liegt darin, zum einen
> "Der letzte
> |   Lautenist" gewesen zu sein und zum anderen der
> erste bedeutende
> |   Virtuose auf der Gitarre, einem Instrument, dass zu
> Beginn des
> |   19.Jahrhunderts in Deutschland eine Stellung einnahm,
> wie sie die
> Laute
> |   ueber Jahrhunderte inne hatte (also sowohl als
> populaeres
> Instrument
> |   als auch als Instrument der Virtuosen).
> |       Selbst, wenn es aeltere deutsche Gitarrenquellen
> gibt ( zum
> |   Beispiel Adelheid von Bayern, Graf Logy, Andreas Bohr
> von
> Bohrenfels )
> |   wurde die Gitarre erst nach 1800 in Deutschland
> populaer, zu einer
> |   Zeit, als der fruehere Hoflautenist des Kurmainzer
> Staates von der
> |   Laute zur Gitarre wechselte.
> |       Obwohl er schon 1768 in Gerbers Lexikon als
> Komponist und
> Cellist
> |   erwaehnt wird, darf man annehmen, dass Scheidlers
> Karriere 1778
> begann,
> |   als er per Erlass als Hoflautenist der Kurfuerstlichen
> Hof- und
> |   Kammermusik angestellt wurde.
> |       Von 1779 bis 1797, dem Ende des Kurmainzer Staates
> war
> Scheidler
> |   immer in der Beschaeftigtenliste aufgefuehrt, zuerst
> als Cellist,
> seit
> |   1792 als Faggot-Spieler, aber seit 1789 ist er
> ebenfalls als
> |   Hoflautenist erwaehnt.
> |       Scheidler folgte seinem Herren, dem Kurfuerst Karl
> Theodor
> Freiherr
> |   von Dalberg, seit 1807 Grossherzog von Frankfurt, einem
> |   leidenschaftlichen Anhaenger Napoleon Bonapartes in das
> Exil. Es
> ist
> |   sehr wahrscheinlich, dass er von Dalberg 1797 in seine
> neue
> Residenz
> |   Aschaffenburg begleitete. Ab 1806 wird Scheidler in
> Frankfurt (am
> Main)
> |   als Pensionaer erwaehnt, der wie alle Mitglieder des
> ehedem
> Kurmainzer
> |   Hofes eine Pension erhielt.
> |       Es scheint eine Unterbrechung seiner
> Verpflichtungen von 1803
> bis
> |   1808 gegeben zu haben. Ab 1808 ist Scheidler bei der
> Theaterkapelle in
> |   Frankfurt verpflichtet.
> |       The Leipziger Musikzeitung erwaehnt ein Konzert,
> das Scheidler
> am
> |   22. Januar 1806 gab: " .. gab Herr Arnold Konzert.
> Das erste
> Allegro
> |   und die Menuet aus Mozarts grosser Sinfonie aus Es-dur
> leitete es
> ein
> |   ... Hier folgten auf jene gewaltigen Saetze Variationen
> fuer zwey
> |   Guitarren und ein Violoncell, komponiert von Hrn.
> Scheidler und
> |   gespielt von ihm, Dem. Jung, einer sehr talentvollen
> Liebhaberin,
> und
> |   Hrn. Arnold. Das angenehme Thema war so manigfaltig,
> und mit viel
> Kunst
> |   variiert, als es von der beschraenkten Guitarre kaum zu
> erwarten
> stand.
> |   Eben so, und mit vielem Geschmack wurde es vorgetragen.
> Passagen
> und
> |   Laeufe, Triller und Harpeggiaturen, hoerte man mit
> grosser
> Bestimmtheit
> |   und Deutlichkeit vorgetragen; dies musste um so mehr
> Bewunderung
> |   finden, da man, wenigstens hier, gewoehnlich nur zu
> matter oder
> |   schlichter Begleitung eines Liedes und dgl. sich dieses
> Instruments zu
> |   bedienen pflegt . ... Dem. Jung ist die Schuelerin
> eines Mannes,
> der
> |   ein so vollkommener Meister dieses Instruments ist, als
> man es
> seyn
> |   kann- des Hrn. Scheidler; und wenn man ihn hier nicht
> so kennet,
> als er
> |   es vor Vielen verdient, so liegt das gewiss nur an
> Zufaelligkeiten
> und
> |   Nichtigkeiten. Hr. Scheidler war ehedem Hof-Lautenist
> bey dem
> |   Kurfuersten von Mainz, und in dessen Kapelle als
> Fagottist
> angestellt;
> |   er lebt jetzt hier von der Pension, .... , und von dem
> Ertrag der
> |   Stunden, in welchen er Unterricht auf der Guitarre
> giebt. Er ist
> nicht
> |   nur vielleicht der erste Lautenist und Virtuos auf der
> Guitarre in
> |   Deutschland, sondern auch ein wackerer Komponist. Die
> Kunst des
> reinen
> |   Satzes hat er recht eigentlich studirt, und ihre Regeln
> haelt er
> heilig
> |   und unvebruechlich, ohne dass seine Arbeiten dadurch
> steif und
> |   ungefaellig wuerden. Er hat mehrere Konzerte und andere
> Stuecke
> fuer
> |   die Laute und Guitarre geschrieben, aber noch nichts in
> Druck
> gegeben,
> |   und ist auch nicht Willens, je etwas oeffentlich
> herauszugeben.
> Seine
> |   freie Phantasie auf jenen Instrumenten (Seine Guitarre
> hat sieben
> |   Saiten ** ) uebertrifft die groesste Erwartung. Ausser
> einigen
> eigenen
> |   Kunstgriffen deren kunstreiche, ueberraschende
> Modulationen,
> Passagen
> |   aller Art, einfache und doppelte Triller, unter die
> gewiss
> seltenern
> |   und schweren Mittel, deren er sich mit Leichtigkeit
> bedient,
> seiner
> |   Phantasie Raum zu geben und auf die Zuhoerer zu wirken.
> Er spielt
> |   selten in Gesellschaft, oeffentlich gar nicht mehr;
> aber dem
> Freund,
> |   dem Kunstliebhaber entzieht er das Vergnuegen, ihn
> privatim zu
> hoeren,
> |   niemals. Seine Methode des Unterrichts ist sehr
> zweckmaessig und
> |   leicht, und umso vorzueglicher, da er das Instrument
> aus Erfahrung
> sehr
> |   genau kennt und selbst so gut spielt."
> |       Der hier gepriesene Scheidler hatte also niemals
> vor, Stuecke
> zu
> |   veroeffentlichen. Trotzdem sind uns einige Werke
> erhalten
> geblieben
> |   (interessanterweise traegt seine 1.Sonate fuer Violine
> und Gitarre
> die
> |   Werknummer 21). Hier eine kurze Auflistung:
> |       Sonate pour Guitarre, Nr. 1.1. Eltwill, Zulehner 5
> Pieces
> |   differentes pur Guitare. Eltwill, Zulehner Duo Nr.1.2.
> pour
> Guitare et
> |   Violin, Eltvill, Zulehner Allegro, Romanze und Rondo
> fnr Guitarre
> und
> |   Violine, Op.21. Wien, Haas Romanze pour Guitare
> composee par Ch.
> G.
> |   Scheidler, Mainz, Schott. Zwei Sonaten (in C-Dur und
> G-Dur),
> Rotterdam,
> |   Plattner (Facsimile bei Chantarelle Nr. ECH 304,
> Original "chez
> |   B.Schott a Mayence") (Anmerkung: Die Druckplattenm
> des
> Herausgebers
> |   Zulehner wurden von Schott zwischen 1811 und 1820
> uebernommen.
> Einige
> |   von Scheidler's Ausgaben kann man noch ueber
> Schott's Archiv in
> Mainz
> |   erhalten, waehrend von anderen die originalen
> Druckplatten
> verschollen
> |   zu sein scheinen)
> |       Eine Handschrift, moeglicherweise ein Autograph mit
> Variationen
> |   ueber das "Champagnerlied" aus Mozarts
> "Don Juan" (in Mainz wurde
> "Don
> |   Juan" erstmals am 23. Mai 1789 aufgefuehrt) wird
> in Berlin
> aufbewahrt
> |   (eine Abschrift kann ueber mich bezogen werden).
> |       Ein weitere Artikel mag das hohe Ansehen belegen,
> welches
> Scheidler
> |   genoss: ( Leipziger Theaterzeitung): " ...
> Potpurri fuer die
> Guitarre
> |   allein, von Giuliani, gesp. von Hrn. Brand. Die
> Komposition war
> |   unbedeutend und wurde auch nicht vorzueglich gut
> gespielt. Dies
> |   Instrument ist ueberdies bekanntlich gar nicht fuer
> grosse
> |   Concertversammlungen geeignet, und nur ein ganz
> ausgezeichneter
> Virtuos
> |   kann vielleicht einmal ein grosses gemischtes
> Aufditorium damit
> allein
> |   unterhalten. (Ein solcher ist unser Hr.. Scheidler, der
> aber auch
> eine
> |   reiche Phantasie besitzt, deren Eingebungen er durch
> Kunst zu
> ordnen
> |   versteht, und Schwierigkeiten ueberwindet, die
> unmoeglich
> scheinen.)"
> |       Wir koennen Scheidlers Werdegang bis 1814
> verfolgen. Solange
> ist
> |   seine Beschaeftigung bei der Frankfurter Theaterkapelle
> belegt.
> Vieles
> |   spricht dafuer, dass er im Jahr darauf in Frankfurt
> starb.
> |       Literaturliste: Dr. Josef Zuth: "ueber
> Christian Gottlieb
> |   Scheidler", 1930. ders.: "Handbuch der Laute
> und Gitarre", Wien
> 1926
> |   ders.: Vorwort zur Ausgabe von Scheidler's 1.Sonate
> fuer Violine
> und
> |   Gitarre (op.21) , Heinrich Hohler Verlag, Karlsbad
> (1931) Simon
> |   Wynberg, "Introduction" zur Ausgabe von
> Scheidlers
> Gitarre-Solosonaten
> |       ** Aus den Ausgaben fuer Gitarre Solo koennen wir
> ableiten,
> dass
> |   Scheidler die sechste Saite seiner Gitarre in G
> stimmte.
> |
> |   > Date: Wed, 3 Dec 2008 00:06:35 -0800
> |   > To: [email protected]
> |   > From: [EMAIL PROTECTED]
> |   > Subject: [BAROQUE-LUTE] Ferdinand Seidel
> |   >
> |   > Dear Members,
> |   >
> |   > I am looking for information on the
> "galant" composer Ferdinand
> |   Seidel. Apart from the fact that he published his 12
> Minuets in
> 1757,
> |   is there any more information extant? According to its
> preface,
> the
> |   1757 print was meant as a "teaser"; more
> music by "the best
> lutenist in
> |   Germany" would be forthcoming in case the 1757
> print would be well
> |   received by interested audiences. Does "best
> lutenist" refer to
> Seidel
> |   himself?
> |   >
> |   > All the best,
> |   > Bernhard
> |   >
> |   >
> |   >
> |   >
> |   >
> |   >
> |
> __________________________________________________________________
> |
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> | References
> |
> |   1.
> http://www.windowslive-hotmail.com/comingsoon/es/default.htm
> |
> |
> | To get on or off this list see list information at
> | http://www.cs.dartmouth.edu/~wbc/lute-admin/index.html
> |





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