Hat jemand auf dieser Liste Wissen dazu, wo die PLZ-Grenzen in Berlin herkommen, wer sie in der Vergangenheit mal bearbeitet hat oder sich vielleicht sogar in letzter Zeit darum gekümmert hat? Meine Befürchtung wäre, dass es niemanden Aktiven gibt, der die bestehenden Daten kennt und einschätzen könnte, was es mit den Unterschieden zwischen Ist- und Soll-Zustand auf sich hat.

Im Zweifelsfall würde ich daraus ableiten, dass nichts gegen eine Aktualisierung auf Basis aktueller OpenData spricht. Ich sehe aber keinen Mehrwert darin, die alten Grenzen mit old:* geprefixt zu behalten – dafür müssten wir ja auch erstmal wissen, dass es tatsächlich ältere, später offiziell veränderte Grenzen sind und nicht einfach falsch übernommene Daten...

Bei den (offenbar wenigen) Adressen, die dann in eine andere Grenze fallen würden, wäre interessant zu ergründen, ob sie nicht ohnehin schon die "richtige" PLZ in der addr: haben. Denn die werden ja nicht nur nach OSM-PLZ-Boundaries gemappt sondern vielleicht auch aus anderen Adress-Quellen? Wenn die also mehrheitlich bereits stimmen würden, wäre das ein weiteres Indiz dafür, dass die bestehenden PLZ-Polygone nicht (mehr) korrekt sind.

lg, Alex

Am 25.05.26 um 06:28 schrieb Tobias Jordans via Berlin:
Hallo zusammen,
hat sich eine Meinung zu dieser Fragestellung gebildet?
Um die Überlegung noch etwas zu untermauern: Mit der Änderung der
PLZ-Grenze müssten wir ja auch die Adressdaten in den Gebieten anpassen.
Das klingt erstmal nach einem starken Eingriff. Ich habe mir daher
angeschaut, wie dramatisch das denn wäre und interessanter halber haben
auch deutliche Änderungen in den PLZ-Grenzen nahezu keine Auswirkungen auf
Häuser/Adressen. Die Anpassungen scheinen hauptsächlich in unbewohnten
Gebieten vorgenommen worden zu sein – warum auch immer.
Hier sind Screenshots von ein paar Fällen:
https://github.com/osmberlin/osm-boundary-checker-germany/issues/12#issuecomment-4531447887
Ihr könnt im Tool jetzt unter "PLZ-Punktdaten (addr:postcode)" diese
Adresspunkte auch selbst laden. Bitte vorher einen sehr kleinen Ausschnitt
in der Adresse wählen (Overpass schonen…)

Basierend auf diesen Daten würde ich sagen: Es spricht nichts dagegen, die
Anpassungen zu machen – wenn man Grenze und Adressen gleichzeitig
aktualisiert.
Die Frage wäre noch, ob man die alte PLZ noch behält. In DE gibt es ~300x
old:addr:postcode
<https://taginfo.geofabrik.de/europe:dach/search?q=postcode>, das sollten
wir vermutlich dafür verwenden?

Was meint ihr
Viele Grüße
Tobias


Am Do., 7. Mai 2026 um 11:23 Uhr schrieb Tobias Jordans <[email protected]
:
Hallo zusammen,

ich habe in den letzten Wochen ein neues Werkzeug gebaut, das Grenzen in
OSM mit amtlichen Daten abgleicht.

Mehr: https://www.osm-verkehrswende.org/grenzabgleich/posts/grenzabgleich/

In Berlin ist der Stand der Dinge, was Grenzen angeht, ziemlich gut. Wir
können aber die Geometrien hier und da noch etwas präzisieren – Beispiel
<https://grenzabgleich.osm-verkehrswende.org/berlin-ortsteile?map=14.2/52.402433/13.63523>
.

Aber bei den *PLZ Gebieten* sieht es schlechter aus:
https://grenzabgleich.osm-verkehrswende.org/berlin-plz?map=11.5/52.628546/13.437071

Es gibt diese Daten auch für Berlin+Brandenburg aus dem Brandenburger
Portal und die sehen gleich aus
https://grenzabgleich.osm-verkehrswende.org/brandenburg-berlin-plz?map=11.5/52.628546/13.437071
(ein gutes Zeichen, die beiden Ämter sind sich einig)

Unten auf den Seiten findet ihr die Datenquellen und Abgleichs-Logik
beschrieben in der Box "Datenquelle, Filter und Vergleichsregeln".

Wie seht ihr das, sind das Daten, die wir updaten sollten, auf Basis
dieser amtlichen Daten?

VG, Tobias




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