Pressemitteilung vom 14. Februar 2018

++ BUND-Aktion Plastikfasten: Sieben Wochen ohne Plastik – Umweltschäden und 
Ressourcenverschwendung verringern ++

Berlin: In Deutschland werden jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Plastik 
verbraucht. Damit liegt unser Land europaweit an der Spitze derjenigen, die am 
meisten Plastikmüll produzieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz 
Deutschland (BUND) ruft die Verbraucherinnen und Verbraucher auf – in der bis 
Ostersonntag dauernden Fastenzeit – so weit wie möglich auf Plastik zu 
verzichten. „Der viel zu hohe Verbrauch an Plastiktüten, Plastikverpackungen 
oder Plastikspielzeug ist leider alltäglich geworden“, sagt der 
BUND-Abfallexperte Rolf Buschmann. „Von rund zwölf Millionen Tonnen Plastik 
landen sechs Millionen Tonnen pro Jahr im Müll. Dies stellt eine enorme 
Verschwendung von Ressourcen und eine schwere Umweltbelastung dar. Seit den 
neunziger Jahren hat sich die Menge an Plastikmüll hierzulande verdoppelt. 
Nicht einmal die Hälfte des anfallenden Plastikmülls wird recycelt, das meiste 
wird mit dem Restmüll verbrannt“, kritisiert Buschmann.

Mit Blick auf die zunehmende Verschmutzung der Meere führt Buschmann aus: 
„Viele Plastikgegenstände verschmutzen inzwischen Meere und Strände. Riesige 
Plastikstrudel, Plastikreste und winzige Plastikteilchen werden Meerestieren 
wie Seevögeln, Seehunden, Walen oder Delfinen zum Verhängnis. Sie strangulieren 
sich mit Plastikresten oder verwechseln die Teile mit Nahrung und verhungern 
dann, weil ihre Mägen mit Plastik gefüllt sind.“ Zudem reicherten sich an den 
winzigen Plastikteilchen auch Schadstoffe an, die zum Beispiel über Fisch und 
andere Meerestiere letztendlich auch auf unserem Teller landen.

„Verbraucherinnen und Verbraucher können relativ einfach zur Reduzierung von 
Plastikmüll beitragen“, erläutert Buschmann den Aufruf zum Plastikfasten. „Ein 
Anfang ist der Verzicht auf Plastiktüten. Hiervon werden in Deutschland 
jährlich 3,6 Milliarden verwendet. Die einzelne Tüte wird im Schnitt nur 25 
Minuten benutzt und landet dann im Müll." Eine Alternative zu den Plastiktüten 
sind mehrfach verwendete Stoffbeutel. „Wir raten Konsumentinnen und Konsumenten 
– wenn möglich – zu den Produkten ohne Verpackungen, in Mehrwegverpackungen aus 
Glas oder zu Verpackungen aus Papier und Karton zu greifen. So gibt es 
beispielsweise den Joghurt auch in Gläsern, das Wasser in Flaschen und das 
Müsli in recycelbaren Papierpackungen. Falls dies nicht möglich ist, sollten 
die Verbraucherinnen und Verbraucher die unerwünschten Plastikverpackungen im 
Laden zurücklassen. Auf diesem Weg setzen sie ein deutliches Zeichen dafür, 
dass die Vermeidung von Plastikmüll vor allem eine Aufgabe von Handel und 
Herstellern ist“, sagt der BUND-Abfallexperte.

Weitere Informationen:
Der BUND ruft die an der Aktion Teilnehmenden dazu auf, unter dem Hashtag 
#plastikfasten über Twitter, Facebook, Google+, YouTube, Instagram und Flickr 
über ihre Erfahrungen zu berichten und Tipps dazu untereinander auszutauschen.
www.bund.net/chemie/achtung-plastik/plastikfasten/

Pressekontakt:
Rolf Buschmann, BUND-Abfallexperte, Tel.: 030/ 275 86-482 E-Mail: 
rolf.buschm...@bund.net<mailto:rolf.buschm...@bund.net>, bzw. Sigrid Wolff, 
BUND-Pressesprecherin, Tel.: 030/ 275 86-425, E-Mail: 
pre...@bund.net<mailto:pre...@bund.net>, www.bund.net<http://www.bund.net/>

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