Pressemitteilung vom 23. Februar 2018


++ Aktuelle Umfrage: Mehrheit der Bevölkerung für Nachrüstung von Diesel-Pkw 
auf Kosten der Autohersteller ++


Berlin: Eine überdeutliche Mehrheit von 83 Prozent der Bevölkerung in 
Deutschland spricht sich dafür aus, dass die neue Bundesregierung die 
Autohersteller dazu verpflichtet, Dieselfahrzeuge, die von dem Abgasskandal 
betroffen sind, auf Herstellerkosten so nachzurüsten, dass diese die gelten 
Abgasgrenzwerte auch im Alltagsbetrieb einhalten. Das hat eine aktuelle 
repräsentative Emnid-Umfrage* im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz 
Deutschland (BUND) ergeben. Aufgeschlüsselt nach Parteineigung ergab sich ein 
ähnlich hohes Zustimmungsbild: SPD 85 Prozent, CDU/CSU 82 Prozent, Bündnis 
90/Die Grünen 95 Prozent, Die Linke 99 Prozent, lediglich bei der FDP sprachen 
sich nur 69 Prozent für eine solche Maßnahme aus. Nach Geschlechtern 
aufgeschlüsselt sprachen sich 84 Prozent der Männer und 82 Prozent der Frauen 
für eine Verpflichtung der Autokonzerne aus.


Mit Blick auf die für kommenden Dienstag erwartete Entscheidung des 
Bundesverwaltungsgerichtes sieht der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in den 
Ergebnissen der Umfrage einen klaren politischen Handlungsauftrag. "Die Zeit 
des Abwartens und Verzögerns von notwendigen Entscheidungen muss ein Ende 
haben. Die nächste Bundesregierung muss ihren Schmusekurs mit der Autolobby 
beenden. Die Mehrheit der Bevölkerung verlangt zu Recht, dass die Autokonzerne 
endlich in die Verantwortung genommen werden. Maßgeblich durch ihr Handeln 
werden die gesetzlich verbindlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid in unseren 
Städten teils massiv überschritten. Wie die anhaltenden Überschreitungen 
zeigen, reichen die bisherigen Software-Lösungen nicht aus. Wirksame 
Hardware-Nachrüstungen stehen damit auf der Tagesordnung. Das einzig auf die 
Vermeidung von Fahrverboten ausgelegte Krisenmanagement von Bundesregierung und 
Autoindustrie ist gescheitert."


* Die Emnid-Umfrage im Auftrag des BUND gibt es als PDF zum Download unter:

www.bund.net/emnid_umfrage_diesel_2018



Pressekontakt: BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg, E-Mail: 
jens.hilgenb...@bund.net<mailto:jens.hilgenb...@bund.net>, Tel.: 0151/56 31 
3302 (heute in Köln) oder Arne Fellermann, E-Mail: 
arne.fellerm...@bund.net<mailto:arne.fellerm...@bund.net>, Tel.: 030-27586-484 
bzw. Sigrid Wolff, BUND-Pressesprecherin, Tel.: 030-27586-425, E-Mail: 
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