Weil es mich interessiert hat, habe ich eben 2 Euro investiert und mir vom
Spiegel ein Dossier gekauft.  Hier mal ein paar erste Auszüge, die andeuten
in welche Richtung die Denke wohl geht. 


Marcel Reich-Ranicki 

"Besonders schlimm, weil unvernünftig, ja töricht ist die neue
Getrenntschreibung."  
=> Es folgen ein paar Beispiele, die mich nicht überzeugen

"Was tun? Die Beibehaltung des jetzigen Zustands ist undenkbar. Aber zur
Rückkehr zur alten Rechtschreibung ist es schon zu spät."  
=> Denke ich doch auch. 

"Nicht besser ist es um die Großschreibung bestellt. Aus ""zeitraubend" wird
das schwerfällige ""Zeit raubend"". Statt ""leidtun"" sollen wir die
pathetische Wendung ""Es tut mir Leid"" gebrauchen."  => Und so what ??

"In keinem der großen europäischen Länder ist die Kluft zwischen der Sprache
des Volkes, des Alltags zumal, und der Sprache der Literatur so tief wie in
unserer Welt"  
=> Soll er mal ein englisches Buch in die Hand nehmen

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28. November 1994 
Zu-cker für Theo

"So schrumpfte das allumfassend geplante Reformwerk, das Mentrup als
Hauptbearbeiter und Koordinator zu verwirklichen trachtete, auf einen
ortografischen Minimalkonsens - was vor allem jene bedauern, die keine
Erinnerung mehr an häßliche Diktatzensuren haben."

=> Und heute lassen wir jegliche Minimaländerung gänzlich gegen die Wand
laufen. Weil wir unsere A... nicht bewegen wollen?

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08. Juli 1996
Kuss und Känguru

"Ohnehin wird die Reform die Rechtschreibung erleichtern. Die Zahl der
Schreibregeln wird von 212 auf 112 reduziert."

=> Hört sich doch sinnig an. 

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04. August 1997
"In die Falle gelaufen"

"Zwar hatte etwa die konservative FRANKFURTER ALLGEMEINE schon lange zuvor
Experten gegen sprachgeschichtlich fragwürdige und pädagogisch halbherzige
Lösungen des Regelwerks aufgeboten."

=> Der Sprachgeschichte juckt doch niemand (ok mich nicht). Zu dem
pädagogisch halbherzigen liese sich nur sagen, dann muss die Reform fort und
weitergeführt werden. Ein Zurückgespulen kann es nicht sein; sonst traut
sich ja keiner mehr überhaupt irgendwas zu ändern. 

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26. Juni 2000
Überall Fliegendreck

"Wie ein Virus, warnen Wissenschaftler, grassiert in Deutschland eine neue
Unsitte: Pluralbildung mit Apostroph. Pessimisten fürchten, dass bald das
neue Dummdeutsch dudenreif ist."

=> Die Beschreibung des Artikels sieht nicht danach aus, als ob es sich um
ein Problem der neuen deutschen Rechtsschreibung handeln würde. Da haben
viele in der Englischstunde nicht aufgepasst und jetzt schiebt man scheinbar
die Schuld der Reform zu. 


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Viele Grüße
Hubert Daubmeier 










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