Oh Gott ... *tief.durchatme* ;-)

> In vielen Wohnzimmern stehen PC schon als Fernsehempfänger und
> Videorecorder. Dadurch sinken die Einnahmen für den öffentlich-rechtlichen
> Rundfunk. Also steht man (die Politik / wir alle) kurz oder lang vor der
> Frage: Alles privatisieren oder die Gebühreneinnahmen stabil halten?

Sorry, aber du meinst jetzt nicht ernsthaft, dass bei einer relevanten
Zahl der Haushalte in Deutschland (wie viel gibt es, 30, 40, 50
Millionen?) keine GEZ-Gebühren gezahlt werden, weil nur der PC im
Wohnzimmer steht? Sorry: *lol*

> Neutralität, Qualität bei den Nachrichten, umfassendere und auch hinter die
> Kulissen schauende Reportagen, Dokumentationen bietet keiner der privaten
> Sender. Die beiden privaten Nachrichtensender sind wirtschaftshörig (da auf
> Werbeeinnahmen angewiesen). 

Da stimme ich teilweise zu, allein SPIEGEL TV (nicht die Reportagen)
kann mit frontal 21, monitor usw. mithalten.

Aber das ist doch nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen werden
die besten Formate der Privaten mies kopiert, der Rahmen des
Erträglichen und des eigenltichen Auftrags gesprengt, Millionen
verschleudert; es herrscht Planwirtschaft wie zu besten DDR-Zeiten,
und in Zeiten wo 5 Millionen Leute in diesem Land sich mit der
Arbeitsagentur rumschlagen müssen, werden noch die Gebühren erhöht.
Es gibt nirgendwo auf der Welt öffentlich-rechtliche Sender mit
solchen Budgets, nicht einmal die BBC kommt an das des ZDF heran!

Die Frage lautet also, ob das überhaupt noch legal ist/sein kann, was
da getrieben wird - und zwar nicht für, sondern auf dem Rücken der
Leute. Und soweit ich das mitbekommen habe, befasst sich auch genau
damit gerade die EU - ein Glück.

Und ach ja:

"Wenn man technisch nicht für Rundfunk sondern für individuelle
Telekommunikation ausgelegte und bestimmte IP-Netze auf diese Weise für
Broadcasting-Zwecke vergewaltigt, so sind sie zudem schon bei reinen
Text- und Bildübertragungen echtem Rundfunk ökonomisch und ökologisch
unterlegen ([local] Elektronische Papiertiger), Audio- und erst recht
Videoübertragungen sind absolute Notlösungen – würde die Mehrheit der
Radio- und Fernsehzuschauer auf Internetübertragungen umsteigen, so
würde sich nicht nur der Bedarf an IP-Telekommunikationsbandbreite,
sondern auch an Kraftwerken vervielfachen und das öffentlich-rechtliche
Rundfunksystem in kürzester Zeit in den Bankrott drängen, obwohl dort
lediglich Server und Traffic auszubauen wären: Im Gegensatz zu Radio und
Fernsehen liefern ARD und ZDF ja im Internet keine eigene Infrastruktur,
sondern setzen sich einfach ins – wenn auch nicht für sie – gemachte
Nest bzw. Netz."

-- 
Gruß, Thomas
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