ach gott. was haben wir denn da für ne 68er generation.

nichts für ungut, namensfetter, aber gleich in so einen agressiven ton 
umzuschlagen, muss echt
nicht sein und dann auch noch eine parallele von meinem schreiben zu den nazis 
zu ziehen, nur weil
du das so interpretiert hast, ist schon ne beleidigung.

ich habe lediglich die probleme aufgewiesen, die sich stellen, ohne zu 
schreiben, dass man den
menschen "für immer wegsperren" oder "erschießen" oder sonst was mit ihm 
anstellen soll, wie das
manch andere hier propagiert haben.

"wobei hier wieder das liebe geld ins spiel kommt. das kostet 
 nämlich zuviel und daher geht man
lieber das risiko eines erneuten mordes ein."

damit wollte ich eigentlich nur sagen, dass es wie immer ums geld und nicht um 
den menschen geht.
nenn es wegen mir auch "gesellschaftskritische äußerung". also bevor du anderen 
leuten fehlendes
geistiges verständnis unterstellst: "Ich fange auch an zu zweifeln, ob du 
überhaupt in der Lage
dazu
bist" und deinen intellekt mit dem copy past der grundrechte profilieren 
willst, solltest du das
ganze mal ein bißchen lockerer angehen.

in diesem sinne noch viel spaß beim diskutieren. ich klinkte mich dann mal aus.

 

----- Original Message -----
From: Thomas Bandt
To:  <[email protected]>
Sent: Fri, 18 Nov 2005 13:43:39 +0100
Subject: AW: AW: [Coffeehouse] Teodesstrafe


> hätten sie es auch dem kind des soldaten gespendet, der ihren 
> sohn erschossen hat?
> und hatten die überhaupt einfluss darauf, wohin die spende ging?

Hast du überhaupt begriffen, worum es eigentlich ging? Scheint mir
nicht so.

Ich fange auch an zu zweifeln, ob du überhaupt in der Lage dazu
bist:

> man kann doch nicht immer alles mit krankheit entschuldigen ...
> 
> du gehst ja auch das risiko ein, dass er nicht geheilt wird 
> und somit wieder menschen umbringt.
> nicht, dass ich jetzt für die todesstrafe bin, aber mir geht 
> dieses "er hatte eine schwere
> kindheit" entschuldigungsding auch auf den sack.
> 
> wenn jemand z.b. eine ansteckende krankheit hat und andere 
> menschen gefährdet, wird er auch
> weggesperrt bis er genesen ist und auch erst wieder 
> freigelassen, wenn er für andere keine gefahr
> mehr darstellt.
> 
> naja und bei psychologischen krankheiten läßt sich das leider 
> nie mit 100%iger sicherheit sagen,
> leider. also sollte man das risiko doch minimieren und ihn 
> möglichst lange und intensiv behandeln.
> wobei hier wieder das liebe geld ins spiel kommt. das kostet 
> nämlich zuviel und daher geht man
> lieber das risiko eines erneuten mordes ein.

Die Alternative wäre dann die Tötung des Menschen, um quasi ganz
auf Nummer sicher zu gehen und Geld zu sparen. Habe ich das jetzt
richtig interpretiert?

Um mal wieder bei den Nazis zu landen:

Vielleicht hatte der Untergang der Weimarer Republik auch etwas
Gutes: nämlich, dass man aus den da begangenen Fehlern (zu leicht
auszuhebelnde Verfassung) lernen konnte, und mit dem Grundgesetz
etwas beschlossen hat, was diesen Fehlern, und, um den Kreis wieder
zu schließen, auch solchem Gedankengut in der Praxis einen Riegel
vorschiebt:

"Zur Inhaltsübersicht   I. Die Grundrechte
Artikel 1
[Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt]
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen
ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und
unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen
Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt
und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 2
[Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben]
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit,
soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die
verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die
Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund
eines Gesetzes eingegriffen werden."

In diesem Sinne.

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