Colext/Macondo
Cantina virtual de los COLombianos en el EXTerior
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Ya era hora.....

Chuss!

PANG==============


Kolumbien stoppt Forschung an biologischen Mitteln für die Drogenbekämpfung

Jede weitere Forschung an Mitteln zur Vernichtung von Kokapflanzen ist damit
nach der Biowaffenkonvention verboten

(Hamburg und Austin, 25 Januar) - Kolumbien hat ein Projekt zur Entwicklung
biologischer Mittel zur Bekämpfung von Kokapflanzen und Schlafmohn gestoppt.
Damit haben US-Pläne zur Anwendung biologischer Waffen im Drogenkrieg einen
weiteren schweren Rückschlag erlitten.

Im letzten Jahr hat Kolumbien die Zustimmung zu einem US-finanzierten
Kooperationsprojekt mit dem UN Drogenkontrollprogramm (UNDCP) verweigert.
Damals sollten von US-Forschern entwickelte pilzliche Pflanzenschädlinge im
Freiland getestet werden. Unter dem Druck der USA hat die kolumbianische
Regierung jedoch einen Gegenvorschlag gemacht, um einheimische biologische
Mittel zur Drogenbekämpfung zu entwickeln. Wie schon das UNDCP-Programm
wurde dieser Vorschlag als Biowaffenforschung scharf kritisiert. Jetzt hat
der kolumbianische Umweltminister Juan Mayr auch diesen Plan endgültig ad
acta gelegt.

Mayrs Ankündigung folgt der UNDCP-Entscheidung, sich aus allen Projekten zur
biologischen Drogenvernichtung in der Andenregion zurückzuziehen. Bereits im
Juli 2000 hatte der damalige US-Präsident Clinton die vom US-Kongress
geforderte Anwendung der Drogenkiller-Pilze als Voraussetzung für
Militärhilfe aufgehoben. Vorausgesetzt, dass es keine politische
Kursänderung in Washington, Bogotá oder beim UNDCP gibt, ist die
kolumbianische Entscheidung der letzte und endgültige Schritt zur Beendigung
aller Projekte zur biologischen Drogenbekämpfung in der Region.

Minister Mayr verkündete seine Entscheidung in einem Brief vom 4. Januar
2001 an einen bekannten kolumbianischen Senator, der dem Projekt kritisch
gegenüber steht. Mayr schrieb, dass die Regierung entschieden habe, das
kontroverse Forschungsprojekt "nicht fortzuführen". Diese Entscheidung, so
Mayr, wurde ausgelöst durch den Rückzug des UNDCP im November (nähere
Informationen dazu in der Presseerklärung von Sunshine Project, Acción
Andina und dem Transnational Institute vom 13. November).

Mit Mayrs Entscheidung wird endgültig offensichtlich, dass es sich bei der
biologischen Drogenbekämpfung um Biowaffen handelt. Jede weitere Forschung -
wo auch immer - an biologischen Mitteln zur Kokavernichtung ist unter der
Biowaffenkonvention verboten. Nachdem jetzt alle Länder mit illegalem
Kokaanbau sich gegen biologische Mittel positioniert haben, kann jede
Anwendung solcher Mittel nur noch als feindlicher Akt gesehen werden. Nach
der Biowaffenkonvention (sowie auch nach den entsprechenden US-Gesetzen) ist
jede Entwicklung biologischer Mittel für nicht-friedliche Zwecke verboten.

UNDCP arbeitet trotzdem weiterhin an biologischen Mitteln in Asien. Ein Pilz
gegen Schlafmohn wird zur Zeit von einem Labor in Usbekistan im Freiland
getestet, das früher zum offensiven B-Waffenprogramm der Sowjetunion
gehörte. Die Fortführung der Projekte in Asien machen deutlich, dass jetzt
ein weltweites Verbot dringend erforderlich ist. Ein solches Verbot ließe
sich beispielsweise durch Resolutionen der Vertragsstaatenkonferenz zur
Biowaffen-Konvention, der Biodiversitäts-Konvention oder der
Drogen-Kommission der Vereinten Nationen erreichen.



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    cortesia de Anibal Monsalve Salazar

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