User: floeff  
Date: 05/07/01 04:51:17

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  pressemitteilung_20050701.html

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--- pressemitteilung_20050701.html      1 Jul 2005 11:47:48 -0000       1.4
+++ pressemitteilung_20050701.html      1 Jul 2005 11:51:13 -0000       1.5
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        Kommentare zur Seite
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 Patentierbarkeit von Software bedroht Open Source-Projekte
 <br /></h2>
 Deutschsprachiges OpenOffice.org-Projekt bef&uuml;rchtet zunehmende 
Monopolisierung durch die Verabschiedung der Richtlinie zur 
&quot;Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen&quot; am 5. Juli im 
Europ&auml;ischen Parlament<br /><br />
-Weitgehend unbeachtet von der &ouml;ffentlichkeit wurde die Richtlinie zur 
&quot;Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen&quot; am 20. Februar 
2005 von der Europ&auml;ischen Kommission verabschiedet und soll nun am 5. Juli 
in 2. Lesung vom Europ&auml;ischen Parlament best&auml;tigt werden. Obwohl sich 
der Deutsche Bundestag am 17. Februar fast einm&uuml;tig gegen die so genannten 
&quot;Software-Patente&quot; ausgesprochen hat, sollen sich deutsche 
EU-Abgeordnete in der Abstimmung auf die Seite der EU-Kommission stellen 
wollen.<br /><br />
+Weitgehend unbeachtet von der &Ouml;ffentlichkeit wurde die Richtlinie zur 
&quot;Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen&quot; am 20. Februar 
2005 von der Europ&auml;ischen Kommission verabschiedet und soll nun am 5. Juli 
in 2. Lesung vom Europ&auml;ischen Parlament best&auml;tigt werden. Obwohl sich 
der Deutsche Bundestag am 17. Februar fast einm&uuml;tig gegen die so genannten 
&quot;Software-Patente&quot; ausgesprochen hat, sollen sich deutsche 
EU-Abgeordnete in der Abstimmung auf die Seite der EU-Kommission stellen 
wollen.<br /><br />
 OpenOffice.org ist als f&uuml;hrende freie Alternative im Bereich 
Office-Pakete durch die neue Richtlinie genauso bedroht wie fast alle anderen 
freien Softwareprojekte. Die Patentierbarkeit grundlegender 
Programmbestandteile w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass die Weiterentwicklung 
der freien Software stark beeintr&auml;chtigt, vielleicht sogar beendet 
w&uuml;rde. Schon jetzt gibt es bereits Patente auf den Fortschrittsbalken, 
schwebende Paletten und die Anzeige von TrueType-Schriftarten. Auch 
Bestellungen im Internet per Mausklick wurden schon patentiert.<br /><br />
 Die Bef&uuml;rworter der Richtlinie sprechen vom Ausgleich von 
Wettbewerbsnachteilen gegen&uuml;ber anderen Wirtschaftsregionen und der 
F&ouml;rderung der Innovationsbereitschaft in Europa. Dies wird von dem 
deutschsprachigen Projekt von OpenOffice.org und anderen Kritikern klar 
verneint: Geistiges Eigentum sei schon jetzt durch das Urheberrecht und 
entsprechend gew&auml;hlte Lizenzen vor Plagiaten und widerrechtliche 
Verbreitung gesch&uuml;tzt. Durch die Richtlinie werde gezielt gro&szlig;en 
Unternehmen eine M&ouml;glichkeit an die Hand gegeben, ihre Wettbewerber zu 
blockieren.<br /><br />
 Software-Patente bedeuten f&uuml;r kleinere und mittlere Unternehmen genauso 
wie f&uuml;r die meist ehrenamtlich t&auml;tigen Entwickler freier Software ein 
hohes Risiko: Neue Funktionen m&uuml;ssten langwierig und kostspielig auf 
bestehende Patente &uuml;berpr&uuml;ft werden, bevor sie in einen Programm 
verwendet werden d&uuml;rften. Schon dies ist in der Regel f&uuml;r freie 
Projekte und kleinere Unternehmen weder zeitlich noch finanziell zu leisten. 
Mehr noch: Selbst nach erfolgter Pr&uuml;fung ist man m&ouml;glichen 
Patentanspr&uuml;chen ausgesetzt. Bei der Recherche k&ouml;nnen nicht alle 
denkbaren Patente ber&uuml;cksichtigt werden und auch erteilte Patente werden 
bei Rechtsstreitigkeiten von den Gerichten unterschiedlich beurteilt. So 
tr&auml;gt ein privat t&auml;tiger Entwickler allein an Prozesskosten ein 
derart hohes finanzielles Risiko, dass er sich mit gro&szlig;er 
Wahrscheinlichkeit das Engagement f&uuml;r freie Projekte nicht mehr leisten 
kann. Dies w&uuml;rde das Ende f&uuml;r OpenOffice.org und die meisten anderen 
Open Source-Projekte bedeuten. Gro&szlig;e Unternehmen k&ouml;nnen sich durch 
gegenseitige Lizenzerteilung in rechtlich weitgehend sicherem Rahmen bewegen, 
sodass die Richtlinie in ihrer jetzigen Form den Wettbewerb der freien Software 
gegen&uuml;ber den kommerziellen Produkten nachhaltig beeintr&auml;chtigt und 
zu neuen Monopolen f&uuml;hrt.<br /><br />
 Freie Software wird in vielen Unternehmen und der &ouml;ffentlichen Verwaltung 
eingesetzt, wie nicht zuletzt die laufenden Migrationen der St&auml;dte 
M&uuml;nchen und Wien oder des Kantons Genf zeigen. Sie ist ihren kommerziellen 
Pendants qualitativ mindestens ebenb&uuml;rtig und bedeutet gerade in Zeiten 
leerer Kassen eine Kostenersparnis, die auch dem Endkunden und Steuerzahler 
zugute kommt. Weltweit profitieren viele Millionen Menschen von den 
Vorz&uuml;gen von freier Software und verschiedenste Regierungsprogramme 
weltweit besch&auml;ftigten sich mit der Umstellung auf freie Alternativen. 
Umso unverst&auml;ndlicher ist die Haltung des Europ&auml;ischen Parlamentes, 
sich uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r die Patentierbarkeit computerimplementierter 
Erfindungen auszusprechen.<br /><br />
-Da weder die freien Projekte noch kleineren Unternehmen m&ouml;glich ist, ihre 
Interessen durch entsprechende Lobbyisten beim Europ&auml;ischen Parlament zu 
vertreten, sind sie auf die Unterst&uuml;tzung der &ouml;ffentlichkeit 
angewiesen, um der Lobbyarbeit der gro&szlig;en Unternehmen etwas entgegen 
setzen zu k&ouml;nnen. Ein Telefonat mit dem zust&auml;ndigen 
Europa-Abgeordneten, ein entsprechendes Fax und auch die Unterst&uuml;tzung der 
im Anhang angegebenen Internet-Aktivit&auml;ten sind hier sicherlich 
sinnvoll.<br /><br />
-Der Ansprechpartner f&uuml;r die &ouml;ffentlichkeitsarbeit im 
deutschsprachigen Projekt von OpenOffice.org, Florian Effenberger, beschreibt 
das Problem so: &quot;Unsere Sorge ist, dass viele Politiker, die kommende 
Woche &uuml;ber die Richtlinie zu entscheiden haben, sich der Problematik nicht 
bewusst sind. Genau hier m&ouml;chten wir ansetzen.&quot; Es geht nicht darum, 
berechtigte Schutzrechte zu verweigern, sondern darum, Trivialpatente zu 
vermeiden. &quot;Gerade im deutschsprachigen Raum sprechen sich auch viele 
gro&szlig;e Firmen wie 1&1 und Lycos gegen Softwarepatente aus und 
best&auml;tigen die Ansicht, dass f&uuml;r einen ausreichenden und 
vollumf&auml;nglichen Schutz ihres geistigen Eigentums Softwarepatente nicht 
nur &uuml;berfl&uuml;ssig, sondern sogar hinderlich sind.&quot;, so Effenberger 
weiter. Es sei absolut offen, ob und in welcher Form die Entwicklung freier 
Software in Europa aufrecht erhalten werden k&ouml;nne. Trotz vorliegender 
Richtlinie sei nach wie vor ungekl&auml;rt, was genau patentierbar sein soll. 
Da diese Entscheidung auch nach der Verabschiedung der Richtlinie den Gerichten 
obliegen w&uuml;rde, sei auch eine Rechtssicherheit f&uuml;r Entwickler nicht 
gegeben.<br /><br />
+Da weder die freien Projekte noch kleineren Unternehmen m&ouml;glich ist, ihre 
Interessen durch entsprechende Lobbyisten beim Europ&auml;ischen Parlament zu 
vertreten, sind sie auf die Unterst&uuml;tzung der &Ouml;ffentlichkeit 
angewiesen, um der Lobbyarbeit der gro&szlig;en Unternehmen etwas entgegen 
setzen zu k&ouml;nnen. Ein Telefonat mit dem zust&auml;ndigen 
Europa-Abgeordneten, ein entsprechendes Fax und auch die Unterst&uuml;tzung der 
im Anhang angegebenen Internet-Aktivit&auml;ten sind hier sicherlich 
sinnvoll.<br /><br />
+Der Ansprechpartner f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit im 
deutschsprachigen Projekt von OpenOffice.org, Florian Effenberger, beschreibt 
das Problem so: &quot;Unsere Sorge ist, dass viele Politiker, die kommende 
Woche &uuml;ber die Richtlinie zu entscheiden haben, sich der Problematik nicht 
bewusst sind. Genau hier m&ouml;chten wir ansetzen.&quot; Es geht nicht darum, 
berechtigte Schutzrechte zu verweigern, sondern darum, Trivialpatente zu 
vermeiden. &quot;Gerade im deutschsprachigen Raum sprechen sich auch viele 
gro&szlig;e Firmen wie 1&1 und Lycos gegen Softwarepatente aus und 
best&auml;tigen die Ansicht, dass f&uuml;r einen ausreichenden und 
vollumf&auml;nglichen Schutz ihres geistigen Eigentums Softwarepatente nicht 
nur &uuml;berfl&uuml;ssig, sondern sogar hinderlich sind.&quot;, so Effenberger 
weiter. Es sei absolut offen, ob und in welcher Form die Entwicklung freier 
Software in Europa aufrecht erhalten werden k&ouml;nne. Trotz vorliegender 
Richtlinie sei nach wie vor ungekl&auml;rt, was genau patentierbar sein soll. 
Da diese Entscheidung auch nach der Verabschiedung der Richtlinie den Gerichten 
obliegen w&uuml;rde, sei auch eine Rechtssicherheit f&uuml;r Entwickler nicht 
gegeben.<br /><br />
 &quot;Softwarepatente sind die Lizenz zum Atmen der Luft&quot;, fasst Wolfgang 
Henderkes, Mitglied im deutschsprachigen Projekt von OpenOffice.org, die 
Problematik passend zusammen.<br /><br /><br />
 <b>Presse-Kontakt</b><br />
 Florian Effenberger &lt;<a href="mailto:[EMAIL PROTECTED]">[EMAIL 
PROTECTED]</a>&gt;<br />




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