On 2001-11-24 11:38:49 +0100, Hartmut Pilch wrote:
> > > Das ist dann weder frei noch opensource (nach OSI-Definition).
> >
> > Die OSI ist unwichtig: LaTeX ist nach OSI-Definition auch nicht
> > open source. Aber es ist free software laut FSF.
> 
> Das kann ich nicht verstehen:
> 
> (1) Der Begriff "opensource" wird von OSI definiert und mit Leben
>     erfuellt aehnlich wie "free software" von FSF.   Beide Definitionen
>     haben in verschiedenen Kontexten ihre Vorteile und Grenzen.  Wer
>     mehr als Phrasen dreschen will, verlaesst sich sowieso auf keine
>     von beiden.  Welchen Grund koennte es geben, hier Stellung zu
>     beziehen und den einen als "wichtiger" zu bezeichnen?

OSI vergibt f�r Softwarelizenzen das "OSI certified". D.h. OSI
behauptet f�r sich das Definitionsmonopol bei der Frage, welche
Softwarelizenz "open source" ist. Die aktuelle Liste steht unter
http://www.opensource.org/licenses/index.html

> (2) Was fehlt LaTeX, um nach OSI-Definition als "opensource"
>     bezeichnet werden zu koennen?

Die LPPL zwingt zum Umbenennen von ge�nderten Versionen. Das
st�rt sowohl die OSI als auch die FSF. Die OSI akzeptiert deshalb
die Lizenz nicht (kein "open source"), die FSF empfiehlt sie
nicht.

> (3) Was hat das ganze mit meiner obigen Aussage ueber gewisse
>     halbfreie Apple- und Sun-Lizenzen zu tun ?

Obige Aussage impliziert, da� das "OSI certified" wichtig ist.
Ich denke, da� es das nicht ist.

Gru�
    Martin
-- 
                http://www.tm.oneiros.de/calendar/2002/

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