On Thu, May 02, 2002 at 02:13:19PM +0200, Joerg-Olaf Schaefers wrote:
>  Du sollst dir ein Bild vom Bildnis machen: Der Medientheoretiker
>  Peter Weibel �ber falsche Schuldzuweisungen und einen reflektierten
>  Umgang mit den Medien
> 
>  http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel377.php

Diese URL sollte hier noch einmal gepostet werden, sie ist wichtig.

SZ : Aber sollte man nicht dennoch die Verbreitung 
     gewisser Kommunikationsangebote kontrollieren? 

Weibel : Hier kommt die Sprechakttheorie ins Spiel, 
     mit den bekannten Ans�tzen von Austin bis Butler. 
     Mit dem Brandmarken bestimmter Medien l�uft der 
     Staat Gefahr, dasselbe Spiel zu spielen wie die 
     Hetzgemeinschaften: Er glaubt daran, dass Sprechen 
     schon Tun bedeutet. Wenn sich jemand im amerikanischen 
     Milit�r als schwul geoutet hat, dann hie� es sofort: 
     Das ist verboten, weil er mit dem Bekenntnis seinem 
     homosexuellen Begehren Ausdruck verleiht. 

!    Wenn der Staat ein Verbot ausspricht, reproduziert er 
!    dieselbe Denkstruktur wie der Amokl�ufer und verr�t 
!    sich im Grunde als Liebhaber der Bilder, die er doch 
!    �chten will. Das wirft uns im liberalen Diskurs um 
!    Jahre zur�ck. 

Kristian

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