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From: weichert <[EMAIL PROTECTED]>
Subject: DVD-Presseerkl�rung zum Informationsfreiheitsgesetz
Date: Fri, 3 May 2002 13:05:02 +0200


Pressemitteilung der Deutschen Vereinigung f�r Datenschutz e.V.

DVD: Informationsfreiheit verwirklichen, nicht verw�ssern!

In den letzten Tagen ist wieder Bewegung in die Diskussion um ein
Informationsfreiheitsgesetz (IFG) auf Bundesebene gekommen. Nachdem vor
drei Wochen ein Regierungsentwurf vom September 2001 bekannt geworden
ist (dazu DVD-PE vom 11.04.2002), liegen nun weiter aktualisierte
Regierungsvorschl�ge vor, bei denen die W�nsche der Bundesministerien
f�r Verteidigung, f�r Finanzen, f�r Wirtschaft sowie des
Bundeskanzleramtes praktisch vollst�ndig umgesetzt wurden: Die
Geheimdienste und der Wehrbereich sollen vollst�ndig von der
M�glichkeit der Akteneinischt ausgenommen werden. Nicht nur gesetzliche
Geheimhaltungsvorschriften sollen die Offenlegung ausschlie�en - von
der Verwaltung selbst erlassene Vorschriften sollen gen�gen. Durch den
absoluten Ausschluss von Betriebs- und Gesch�ftsgeheimnissen wird es
privaten Unternehmen ins Belieben gestellt, �ffentlich relevante
Firmendaten der absoluten Geheimhaltung zu unterwerfen.

Nach Ansicht der Deutschen Vereinigung f�r Datenschutz verkehren die
j�ngsten - auch in der Regierung strittigen - Regelungsvorschl�ge die
urspr�ngliche "Transparenzabsichten" in ihre Gegenteil.
DVD-Vorsitzender Dr. Thilo Weichert: "Es ist zu begr��en, dass die
Regierung kurz vor Ende der Legislaturperiode dieses �berf�llige
Projekt �berhaupt noch anfasst. Sie sollte sich aber nicht dadurch der
L�cherlichkeit preisgeben, dass sie dabei mehr �ffentlichkeit
ausschlie�t als heute schon im Rahmen von Ermassensaus�bung bei der
Informationspolitik m�glich ist. Wer die Kontrolle ins Belieben
derjenigen stellt, die kontrolliert werden sollen, begibt sich auf das
Niveau einer Bananenrepublik. Nach den Korruptions- und Finanzskandalen
muss sich Deutschland von diesem Image gerade befreien. Wer
Korruptionsbek�mpfung mit Transparenz bek�mpfen will - und dies ist aus
b�rgerrechtlicher und demokratischer Sicht absolut sinnvoll - der kann
die korruptionsgef�hrdetsten Bereiche des Staates von der Transparenz
nicht ausschlie�en. Keine Verschlimmbesserung ist das Gebot der Stunde,
sondern ein Kabinettsbeschluss in der n�chsten Woche, der nach
�ffentlicher Kritik und parlamentarischer Nachbesserung wirklich
Transparenz schafft".

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all which isn't singing is mere talking
and all talking's talking to oneself

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