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Aufb�umen gegen Software-Patente in Europa



Am Donnerstag, den 8. Mai findet im Br�sseler EU-Parlament[1] die
voraussichtlich letzte Anh�rung im Rahmen der Diskussion um eine m�gliche
Einf�hrung von Software-Patenten in Europa[2] statt. Noch in diesem Monat
will der Ausschuss f�r Recht und Binnenmarkt (Committee on Legal Affairs
and the Internal Market, JURI[3]) im Europ�ischen Parlament �ber die
vorliegende Software-Patentrichtlinie entscheiden. Diese sieht vor, dass
"computerimplementierte Erfindungen" wie Datenverarbeitungsprogramme
k�nftig patentierbar sind, sofern sie einen "technischen Beitrag leisten".
Die Patentierbarkeitsregeln im Rahmen des Europ�ischen Patent�bereinkommens
(EP�) sehen bislang vor, dass Programme f�r die Datenverarbeitung
eigentlich keine patentf�higen Erfindungen sind.

Gr�ne und Liberale im EU-Parlament haben Programmierer, Wissenschaftler
und Software-Unternehmer aus ganz Europa eingeladen, um zu er�rtern, welche
Auswirkungen die Einf�hrung von Software-Patenten auf kleinere und mittlere
Unternehmen (KMUs) h�tten. Von den KMUs wird ein Gro�teil der Innovation
und Besch�ftigung in der Softwarebranche geleistet. Parallel zur
parlamentarischen Anh�rung veranstalten die Gegner eines Patentschutzes f�r
Software[4] die so genannten Br�sseler Software-Patent-Tage[5]: Vertreter
der Open-Source-Gemeinde wie EuroLinux[6] oder der M�nchner F�rderverein
f�r eine freie informationelle Infrastruktur (FFII[7]) werben eindringlich
daf�r, dass das Europ�ische Parlament die Richtlinie zum
Software-Patentschutz in letzter Minute doch noch zur�ckweist.

 Es wird bef�rchtet, dass vor allem gro�e Software-Konzerne von einem
gelockerten Patentrecht in Europa profitieren und sich zu m�chtigen
Patent-Oligopolen aufschwingen k�nnten. FFII-Vorsitzender Hartmut Pilch
sieht die derzeitige Situation denn auch dramatisch: "Die
Europa-Abgeordneten haben eine echte Wahl zwischen einer neuen McCarthy-�ra
der grenzenlosen Patentierbarkeit und einer Wiederherstellung der Regeln
des EP�. Entsprechende Antr�ge liegen vor, die Chancen stehen 50:50."
Jetzt, meint Pilch, komme es wesentlich darauf an, wer in Br�ssel f�r die
Belange des Software-Leistungstr�ger spricht, "die Patentjuristen von
Industrieverb�nden wie Bitkom oder die Leistungstr�ger selber."
(pmz[8]/c't)

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 [1] http://www.europarl.eu.int/
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 [3] http://www.europarl.eu.int/committees/juri_home.htm
 [4] http://www.heise.de/newsticker/data/pmz-29.04.03-000/
 [5] http://swpat.ffii.org/termine/2003/europarl/05/index.de.html
 [6] http://www.eurolinux.org/
 [7] http://ffii.org/
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