Martin Uecker wrote: > http://www.fourmilab.ch/documents/digital-imprimatur/
Ich hab' bislang nur die Ueberschriften gelesen. Der Techniker in mir sieht natuerlich die Entwicklung und befuerchtet aehnliches. Der Pessimist aber befuerchtet, dass John Walker zwar in Textform leicht etwas publizieren kann, was vom Umfang und Inhalt an die etablierten Medien bzw. ihre Web-Gegenspieler heranreicht (auch wenn er natuerlich nicht die Breitenwirkung erreicht), aber z.B. nie einen Dokumentarfilm uebers gleiche Thema, mit derselben inhaltlichen Dichte erschaffen kann. Wenn in ein paar Jahren Text als primaere Form des Informationskonsums uebers Web ueberholt ist, wird sich die besondere Situation der Presse ohne Presse (und Leserschaft -- wer wie die grossen publizieren kann, hat nicht automatisch genauso viele Leser) erledigen. Fuers Publizieren braucht man wieder ein Filmstudio, professionelle Sprecher, Patent- und Rundfunklizenzen und vieles mehr -- kurzum, einen riesigen Wasserkopf, den sich nur wenige leisten koennen, und die allerwenigsten koennen es vertreten, am Ende damit kein Geld zu verdienen. Die Frage ist, ob sich dadurch soviel aendern wird. Die Kluft zwischen den ausgetretenen Pfaden des kommerziellen Internets und den Veroeffentlichungen von vielen von uns wird natuerlich durch den Medienbruch offensichtlicher werden. Sie ist aber schon heute vorhanden, da sich die Ausrichtung, die Leserschaft usw. doch allzu stark unterscheiden. Im wesentlichen sind wir schon heute unter uns und ziemlich weit unten in der Hierarchie der oeffentlichen Meinungsbildung (zumindest, wenn wir rein Internet-basiert arbeiten wuerden, waere das so). Auch die von John Walker beschriebenen Massnahmen werden den Daten- und Informationsaustausch unter technisch versierten Gleichgestellten nicht zu unterbinden vermoegen. Insofern bin ich durchaus optimistisch. -- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
