EU-SOFTWAREPATENTE LIEGEN
NUN IN DEN H�NDEN DER CDU

Erneute Verz�gerung im EU-Rat gibt Europaparlament Gelegenheit zu
Verfahrensneustart -- Offener Brief von NoSoftwarePatents.com an Dr. Angela
Merkel -- Union habe "de facto eine Regierungsverantwortung" im
Europaparlament

M�nchen (24. Januar 2005).  Die urspr�nglich f�r den heutigen Tag geplante
Verabschiedung des Vorschlags des EU-Rats f�r eine Softwarepatent-Richtlinie
wurde erneut auf Wunsch Polens verschoben.  Damit bekommt das Europ�ische
Parlament nochmals bis zur Plenarwoche vom 21. Februar Gelegenheit, einen
Neustart des Verfahrens zu verlangen.  In einem offenen Brief bittet die
Kampagne NoSoftwarePatents.com die CDU-Vorsitzende Dr. Angela Merkel darum,
den "Ausschlag gebenden Beitrag" zur Verhinderung von Softwarepatenten zu
leisten.  Ihre Partei habe "de facto eine Regierungsverantwortung" im
Europaparlament wahrzunehmen.  Insbesondere im federf�hrenden
Rechtsausschuss, dessen deutsche Mitglieder allesamt von der CDU sind, fehlt
nur noch das Plazet der Union f�r ein Neuaufrollen des hart umk�mpften
Verfahrens.

Florian M�ller, Kampagnenleiter von NoSoftwarePatents.com, erinnert Dr.
Merkel in seinem Schreiben daran, dass sie namentlich einen
Entschlie�ungsantrag aller Bundestagsfraktionen gegen Softwarepatente
unterst�tzt habe.  Er weist zudem darauf hin, dass die Spitzenpolitikerin
noch zu DDR-Zeiten selbst programmiert habe und als Physikerin "die Gefahren
eines ausufernden Patentwesens besonders gut einsch�tzen" k�nne.  Seine
Kampagne unterst�tze die Union in ihrer Kritik an der Bundesregierung in
puncto Softwarepatente.  Da am 3. Februar sowohl der Rechtsausschuss des
Europaparlaments tagt als auch eine Abstimmung im Bundestag �ber den
besagten Antrag erfolgen soll, erhofft sich M�ller von der Union in Berlin
und Br�ssel n�chste Woche einen "Doppelschlag zum Schutz des Mittelstands,
der Innovation und des Wettbewerbs im Softwaremarkt zum Wohle der gesamten
Wirtschaft und Gesellschaft."

Die Kampagne hat den Brief an Dr. Merkel im Internet ver�ffentlicht:
http://www.nosoftwarepatents.com/docs/050124merkel.pdf 

Sie ruft auch ihre Unterst�tzer auf, sich an Unionspolitiker auf
verschiedenen Ebenen zu wenden, um dieses Ziel zu erreichen.  Ohne einen
Neustart best�nde ein sehr hohes Risiko, dass Softwarepatente in der EU
nicht mehr verhindert werden k�nnten.  Auf der Website NoSoftwarePatents.com
befindet sich hierf�r ein "Lobbying-Leitfaden", der zahlreiche Anlaufstellen
nennt:
http://www.nosoftwarepatents.com/docs/050124leitfaden.pdf 

Der M�nchner Oberb�rgermeister Christian Ude (SPD) erkl�rte vor wenigen
Tagen, dass er sich vom EU-Rat ein Neuverhandeln seines Standpunktes
w�nsche, aber alternativ "einen kompletten Neustart des Verfahrens, wie er
gerade durch EU-Parlamentarier angestrebt wird, f�r geboten" halte:
http://www.muenchen.de/Rathaus/dir/limux/119480/limux18012005.html 

�ber die Kampagne NoSoftwarePatents.com

Die Kampagne NoSoftwarePatents.com wurde am 20. Oktober gestartet und wird
von mehreren IT-Unternehmen (1&1, GMX, Schlund+Partner, Red Hat und MySQL
AB) unterst�tzt.  Die von der Kampagne ge�u�erten Ansichten sind die des
Kampagnenleiters und nicht zwangsl�ufig diejenigen der vorgenannten
Unternehmen.  

Durch Inhalte in derzeit 17 Sprachen wendet sich die Kampagne an ein
europaweites Publikum.   Weitere Informationen �ber die Kampagne sind auf
ihrer Website verf�gbar.

Kontaktdaten

F�r weitere Informationen zu dieser Ank�ndigung oder der Kampagne
NoSoftwarePatents.com wenden Sie sich bitte an:

Florian M�ller
Kampagnenleiter, NoSoftwarePatents.com
Tel. +49 (8151) 651850
[EMAIL PROTECTED]


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