Am 09.12.'99 schrieb Marc Meier: > Hallo, Hallo Marc,
> ich möchte ein platzsparendes Backup ohne /usr anfertigen das eine > möglichst einfache Wiederherstellung erlaubt. Ich sichere /, > /usr/local, Teile von /home und last but not at the least /var. > Welche Teile des /var-Dateibaums sollte man sinnvollerweise bei einem > teilweisen Backup des Systems sichern? Ich kann dir aus Erfahrung empfehlen, lieber ein komplett-Backup zu machen. Ein Restore ist dann erheblich weniger Arbeit. Wenn du oeftersmal uebers Netz updatest und die Versionen lokal nicht mitsicherst, ist es ein Wahnsinns-Aufwand, wenn sich bei einigen Paketen die Konfig-Files geändert haben und du dann die Pakete nicht in der Version vorliegen hast, wie kurz vor dem Notfall. Noch lustiger wird es aber, wenn die Version des Backup-Programms dann mit der jeweils aktuellen nicht kompatibel ist. Auch nicht schlecht ist eine inkompatible Änderung des Kernel-Treibers (ftape 2 vs. 3 vs. 4) für das Bandlaufwerk. Aber das allerspasigste ist, wenn man im Notfall noch die Daten der verbliebenen, heilen Platte vor dem Bügeln erst nochmal sichern will, weil das letzte Backup auch schon wieder älter ist und man sich an die Partitionsaufteilung nicht mehr erinnert. Dann greift man zu einem Zweitrechner. Der hat einen speziell angepassten Kernel, in dem nix mehr drinn ist, kein CD-ROM-Treiber, kein PPP und kein Bandlaufwerks-Treiber. Und den Kernel-Source hatte ich auch ueber NFS von einem anderen (dem kaputten) Rechner gemountet (Auf eine 200M-Platte geht halt nicht allzuviel drauf). Viel Spass, wenn man nichtmal eine Rescue-Diskette griffbereit hat. Ich hab das so geloest, indem ich blind eine Partition plattgemacht habe, von der ich hoffte, dass sie nicht allzuwichtig war und dann ein Minisystem, ausreichend zum Sichern der übrigen Partitionen. Minimalismus hat seinen Preis, und ich meine es lohnt sich nicht. Um Platz zu sparen eigenen sich inkrementelle Backups besser. > Reicht eigentlich die gesicherte root-Partition zur kompletten > Wiederherstellung aus oder sollte man besser noch das base.tgz der > Debian zur Hand haben? jenachdem, womit du sicherst brauchst du auch noch dump/restore. > Filesystem auf das Medium zu schreiben. Bei mir haben sich > ZIP-Disketten mit ext2-FS gelegentlich als Datengrab gezeigt. Ist es > wirklich empfehlenswert die Medien, wie ein Band zu benutzen? Bist du sicher das Zip hierfür das ideale Medium ist? Wieviel GB willst du sichern? Was zahlst du fuer die Medien? Das beste ist, du schaust nach einem gebrauchten SCSI-Streamer. Ich habe einen 2GB-HP-Dat erworben. Ein Zehner-Pack Dat-Bänder kostet für den 60DM. Bye Michael -- Unix User Group Rhein-Neckar: http://home.pages.de/~uugrn Linux Installparty: 14-16.1.2000 http://home.pages.de/~uugrn/lip.html ------------------------------------------------ Um sich aus der Liste auszutragen schicken Sie bitte eine E-Mail an [EMAIL PROTECTED] die im Body "unsubscribe debian-user-de <deine emailadresse>" enthaelt. Bei Problemen bitte eine Mail an: [EMAIL PROTECTED] ------------------------------------------------ Anzahl der eingetragenen Mitglieder: 770

