Hallo Gerhard,

> gibt es Moeglichkeiten, ein Debian so zu haerten, dass Daten selbst vor
> dem Zugff des Administrators geschuetzt werden ?
> Es geht um die Moeglichkeit eines rootkit-Angriffs oder anderweitiges
> Hacken des Root-Zugangs (und manch einer sagt, dss die schwersten
> Angriffe auf die Sicherheit ohnehn von innen kommen).
>
> Eine Option, die mir hierzu einfaellt, waere noch nicht eimal die
> absolute Sicherheit von Daten, aber das unbedingte Loggen jeglichen
> Zugriffs auf sie, und der Schutz der Protokolle durch geeignete
> Massnahmen in einer Weise, dass jeder Angriff Spuren hinterlaesst.
>
> Oder das "Wegwerfen des Schlussels" also des Rootpasswort und das
> Verbleiben von Admins mit begrenzten Rootrechten, so dass ein Teil des
> Systems zur "blackbox" wird, der gerade noch die Beobachtung aber keinen
> Eingriff erlaubt ?

zuerst einmal solltest Du dich vom Traum verabschieden, da� man ein System zu 
100% sicher bekommen kann. Das geht nicht. Sicherheit ist schlie�lich nicht 
mehr als ein Gef�hl: Das Gef�hl des Admins abends beim Bier vor der Glotze, 
da� morgen alles noch genauso sein wird. Insofern sind Windows-Rechner auch 
"sicher" zu bekommen. Du siehst, wie l�cherlich diese ganze 
Sicherheitsdiskussion ist. 

Die Frage ist, welche Bedrohungen es gibt, und welche Ma�nahmen man dagegen 
ergreifen kann. Wenn man die Bedrohung eines Einbruchs von au�en in ein 
System f�r m�glich erachtet, ist es gr�bst fahrl�ssig, die Handlungsfreiheit 
eines Admins zu beschr�nken. Du mu�t schon sagen, welchen Hack Du erwartest, 
damit wir Dir hier Ma�nahmen empfehlen k�nnen. 

Ansonsten geh mal goooogln nach dem Begriff "capabilities". Vielleicht findest 
Du auch Hinweise im NSA-Projekt "SELinux". Die haben auch versucht, Rechte 
filigraner zu gestalten. Nur: Wenn Du das einsetzt, solltest Du genau wissen, 
wovor Dich so etwas sch�tzt, bevor Du dich "sicher" f�hlst. 

Eine Risikostrategie geh�rt auch zum Portfolio eines professionellen 
Systembertreibers. Die Frage ist auch, wie wertvoll die Daten sind, die 
gesch�tzt werden sollen. Es bringt nix, einen 20-Tonnen-Tresor zu kaufen, 
wenn Du das Lego-Spielzeug Deines kleinen Sohns vor Zerst�rung sch�tzen 
willst. 

Viele Gr��e
Markus


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