On Mon, 24 Oct 2005 10:10:14 +0200 Florian Ludwig <[EMAIL PROTECTED]> wrote:
> Christian Brehm wrote: > > Ich würde google nicht mit MS vergleichen. Wenn man betrachtet wie sie > jeweilig zu ihrem Monopol gekommen sind, finde ich schon, dass google > "es sich verdient hat". > MS hat letztlich "einen neuen Mark" eröffnet - google kam mitten in > den bereits vorhandenen "Suchmaschienen-Kampf" und hat ihn nunmal > gewonnen. ... vorläufig! Noch einmal betont: ich nutze auch google. Aber schon die Aussage, daß jemand de Kampf um Information gewonnen hat, zeigt die Gefährlichkeit der Lage. Informationszugang darf noch nicht einmal Gegenstand des Kampfes um Vormachtstellung werden. MS und Google: beobachtet deren Verhalten beim Ausbau der Suchmaschinen im Netz und (!) der Suchprogramme auf den persönlichen Computern. Wenn das mit dem Relativieren und der Gewöhnung wie bisher weiterläuft, haben es beide bis 2015 geschafft, Suchmaschinen und Suchprogramme zu verschmelzen -- vielleicht mittels Betäubungsmitteln wie Zertifikaten über vertrauenswürdige XYZ. > Außerdem könnte ich mir kaum vorstellen, dass MS Dinge wie "Summer of > Code" (http://code.google.com/) veranstallten würde - die jetzt > natürlich auch von igrendwem schlecht gemacht werden können, ... Tut mir Leid, aber aus langer Beobachtung ist die wahrscheinlichste Erklärung: "jedem Tierchen sein Plaisierchen", es tut Google nicht weh, wischt vor Allem dem Konkurrenten einen aus und macht sich Opensource-Befürworter gewogen -- nützt also, ohne in irgendeinem Punklt zu schaden. Die Liste der "Participating Mentoring Organizations" stimmt mich eher nachdenklich, weil ich ein großes Defizit sehe in der Analyse strategischen Verhaltens Dritter. Google verhält sich a priori nicht sozial sondern zu 100 % dem eigenen Nutzen verpflichtet und ist darin wieder vollkommen ausrechenbar wie auch MS. Das ist potentiell ihre große Schwäche. Gerhard

