Rüdiger Noack <[EMAIL PROTECTED]> writes: > Ich bin schon lange kein Student mehr, aber trotzdem OSS-Anhänger > mit gewissen Ansprüchen an seinen Rechenknecht.
Das ist die Krankheit des "Open Source"-Begriffs gegenüber "Free Software". Die Leute verfallen in die Illusion, daß sie irgendwelche Ansprüche hätten, oder auch nur Erwartungen hegen könnten. Gegen wen den? "Free Software" heißt, daß dich niemand davon abhält, etwas zu reparieren oder reparieren zu lassen. "Open Source" versucht die Illusion zu vermarkten, daß das mögliche auch immer irgendwie von selbst geschieht. Schön wär's. > Warum wird es einem so schwer gemacht? Du scheinst davon auszugehen, daß der Normalzustand eines gewachsenen Systems ist, daß alles bestmöglich funktioniert. Und daß dann die bösen Menschen kommen und es unbenutzbar machen. Es läuft andersrum: der Normalzustand ist Chaos, und es erfordert sehr viel Arbeit, es einem leicht zu machen. Und diese Arbeit fällt nicht vom Himmel. Die geschieht dann, wenn jemand sie zu leisten oder zu bezahlen beginnt. > Ist das Methode? Das ist das Leben. Wenn Du Fan von freier Software bist, sponsore diejenigen, die es verbessern. Wenn Du Fan von funktionierenden Lösungen bist, kaufe funktionierende Lösungen, wenn Du sie bekommen kannst. Es kann sein, daß Du für die beiden Ziele verschiedene Anlaufstellen hast. Aber wenn keiner das Produkt vorrätig hat, sind Deine Chancen, mit Geld effektiv einen Unterschied zu machen, bei freier Software größer. Weil Du dann einen Programmierer Deiner Wahl statt der Herstellerfirma beauftragen kannst. Und deswegen ist es als Langzeitstrategie gar nicht so verkehrt, nur auf freie Software zu setzen. Auch wenn man das Gefühl hat, momentan dabei noch draufzuzahlen. -- David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum -- Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/ Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an [EMAIL PROTECTED] mit dem Subject "unsubscribe". Probleme? Mail an [EMAIL PROTECTED] (engl)

