On 03.04.06 21:55:26, Markus Schulz wrote: > Am Montag, 3. April 2006 21:16 schrieb Andreas Pakulat: > > On 03.04.06 20:33:17, Markus Schulz wrote: > > > Variante 1: > > > Altes System: > > > dpkg --get-selections -> Speichern > > > debconf-get-selections -> Speichern > > > Neues System: > > > debconf-set-selections <saved_debconf_file> > > > dpkg --set-selections < <saved_pckg_list> > > > dselect install > > > cp -a old_system:/etc new_system (netzwerk config auslassen) > > > cp -a old_system:/var new_system > > > > Ich hoffe die 2 cp's sind nur Synonyme. Du solltest keines von beiden > > Ja, war als Synonym für eine remote Copy-Session zu verstehen, z.B. mit > rsync oder scp ... > Problematisch bleibt dabei aber die Rechte/Owner Erhaltung. Daran hatte > ich erst garnicht gedacht. Wird wohl via tar (z.B. wie Sven Bröckling > schilderte) passieren müssen.
cp koennte das auch, allerdings nicht remote. scp scheint nur die Rechte zu behalten, aber nicht den Besitzer. > Die erste Variante hätte eventuell auch das Problem, das einige Pakete > jetzt in anderer Reihenfolge eingespielt werden und damit andere > SysUserIDs bekommen. Damit wäre ein kopieren von /var eventuell > gefährlich, obwohl Tar per default glaube ich den Usernamen mit > einpackt, anstatt der ID. Das sollte eigentlich nicht passieren. Die verwendeten ID's sind innerhalb von stable immer diesselben (z.B. 33 == www-data, 102 == Debian-exim, news == 9). Ein Kopieren von tar ohne vorher genau zu pruefen welche der Verzeichnisse du kopieren _kannst_ ist auf jeden Fall ein Risiko. > > in dieser Form durchfuehren, in /etc koenntest du evtl. noch mehr > > ueberschreiben als nur die Netzwerkkonfig. /var enthaelt die > > Paketdatenbank und noch einiges mehr, da solltest du definitiv nur > > _selektiv_ deine Datenbank, Mailspool usw. kopieren. > > Hmm, versteh ich jetzt nicht, wieso empfiehlst du mir dann in deiner > dritten Version exakt dies? Es gibt einen wichtigen Unterschied: Meine Variante kopiert _alles_ rueber, deine Variante installiert erstmal die Pakete. Wenn du dann /etc einfach direkt kopierst sind alle Dateien in /etc geaendert und du kriegst bei jedem Upgrade die Meldungen ob du deine Konfig-Version oder die aus dem Paket installieren willst, bei jeder Konfig-Datei. Weiterhin finde ich es nicht gut (und hatte auch selbst schon negative Erfahrungen) /etc blind zu ueberschreiben. > An Configs sollte eigentlich alles überschrieben werden, der Rechner > nimmt schliesslich exakt den Platz des alten ein. Später sogar mit > gleicher IP (nach reboot test). Siehe oben. Man sollte bei einem Server eine Liste der geaenderten Configs haben und nur diese geaenderten uebernehmen, oder gleich eine 1:1 Kopie des Sytems anlegen. > > > Variante 2: > > > rsync Abgleich aller Verzeichnisse (ausser /boot) > > > > rsync macht fuer einmalige Kopieraktionen IMHO nicht soo viel Sinn. > > Hatte ich nur angedacht, da es sicher kopieren kann Was meinst du damit? Verschluesselte Uebertragung? Mag mich ja irren, aber plain-rsync verschluesselt nichts. Erst in Verbindung mit einer ssh-Verbindung wird das verschluesselt und dann kannst du auch gleich ssh+tar nehmen. > und Files iirc auch prüft (Prüfsumme). Das geht auch "zu Fuss" und vor allem: Das dauert ewig und 3 Tage, schonmal ne MD5 Summe von ner Datei erstellt? Jetzt ueberleg dir mal wieviel du Kopieren willst... Das wuerde ich nicht bei der Uebertragung machen wollen. > > Ich moechte aber eine 3 Variante darbieten: > > > > Sichern der notwendigsten Konfigurationen des neuen Systems > > (Netzkonfig und aehnliches) oder gleich auf dem alten die > > Konfigurationen anpassen Alles loeschen > > cp -a altesSystem:/ neuesSystem:/ > > > > Fertig. Hab ich hier (allerdings nur HDD-Wechsel) schon haeufiger > > gemacht, funktioniert problemlos. > > Verstehe nicht ganz den Unterschied zu meiner Copy-Session? Zumal ich ja > auch hier ein Remote-fähiges Copy nehmen muss. Copy-Session? Du hast auf dem Zielsystem erstmal Pakete installiert, danach solltest du die Paketdatenbank tunlichst nicht ueberschreiben. Meine Variante kopiert einfach das ganze System. Zusammen mit tar auch remote: ( cd / && tar -c ) | ssh -c "cd / && tar -x" IIRC. > In Summe tendiere ich aber mittlerweile eher zur tar-Kopie Orgie. > Scheint wohl einfach die bequemere zu sein.(insbesonder Rechte-Safe) Ja, IMHO die beste Loesung und zusammen mit ssh-Komprimierung duerfte sich auch die Zeitspanne im angemessenen Rahmen bewegen. Andreas -- You have no real enemies. -- Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/ Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an [EMAIL PROTECTED] mit dem Subject "unsubscribe". Probleme? Mail an [EMAIL PROTECTED] (engl)

