Matthias Taube schrieb:
Das Probiertauglich für unbedarfte Anwender ist die ein Szenario.
Tauglich im professionellen Umfeld ein anderes. Leider sind die
Hersteller von professioneller Software (wie z.B. Oracle) nicht davon zu
überzeugen Support für Debian anzubieten. Als Grund wird immer wieder
das unmögliche Releasemanagement genannt. Dies hat zur Folge, das man
draussen kaum reinrassige Stable-Systeme findet, sondern immer ein
Mischmasch aus Stable, Backports und evtl. Testing oder gar SID. Das
macht es den Herstellern unmöglich professionellen Support anzubieten,
da man die Fehler beim Kunden nicht in der eigenen Testumgebung
nachvollziehen kann.
Also die Firma für die ich arbeite, findet die länger andauernden
Release-Zyklen von Stable eher einen Segen. Schliesslich wäre der
Aufwand des Testens jedes halbe Jahr auf ein neues Release nicht
unerheblich. Da empfindet man eine stabile (sprich unveränderte)
Distribution als erhebliche Arbeitserleichterung. Schnellere Releases
würde auch sofort bedeuten, mehrere Release-Generationen zu supporten,
das würde den Aufwand nochmals steigern. Ich kann also auf garkeinen
Fall verstehen, das Firmen sich über längere Release Zyklen beschweren,
das dürften wohl eher (Privat-)Anwender sein.
Für den Fall, das man doch mal eine neue Version einer spezifischen Lib
braucht, dann baut man hierfür einen Backport oder versucht die Lib
zusätzlich mit neuem SONAME/Versionized-Symbols im System zu
installieren. Die Möglichkeiten dafür existieren und sind sehr flexibel.
Im übrigen hab ich bisher noch auf keinem unserer Server einen Backport
benötigt. Was sind denn diese ständigen Backports die man auf Servern
mit Sarge unbedingt (als Firma) benötigt.
Markus Schulz
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