Jutta Wrage wrote:
Am 23.04.2006 um 22:37 schrieb Helmut Wollmersdorfer:
Bezüglich Usability haben die Entwickler des debian-installers (d-i)
allerdings taube Ohren bzw. Scheuklappen. Bei Suse 10 und Fedora 4
kann man in der Installation navigieren, Details auf- und zuklappen,
und Features mittels Checkboxen an- oder abwählen.
Funktioniert das auch alles für Blinde und Leute, die mit der Maus
nichts machen können, ohne Probleme?
Das weiss ich nicht, da ich Suse oder Fedora nicht so oft installiere.
Bei Suse gibt es jedenfalls einen nicht-grafischen Modus, in den der
Installer zurückfällt, wenn er die Grafikkarte nicht erkennt.
Ohne Maus sollte sich jedes gute GUI bedienen lassen. Das beweisen jene
Leute, welche die Finger nicht von der Tastatur nehmen _wollen_, und mit
grosser Geschwindigkeit GUIs nur über die Tasten bedienen.
Navigation, Details aufklappen, Selektionslisten und Checkboxen sind
schon jetzt im Debian-Installer vorhanden. Z.B. 'Land auswählen' ->
'sonstige', dann bekommt man eine volle Länderliste. Dass die
Bequemlichkeiten eines GUI auch in einem TUI vernünftig machbar sind,
beweisen viele andere Programme wie z.B. Lynx, die Kernel-Konfiguration,
oder aptitude.
Den ersten Satz finde ich allerdings auch angesichts der Tatsache, daß
die Debian-Entwickler für die Arbeit nicht bezahlt werden, etwas daneben.
Ein Kritikverbot gegen Freiwillige halt ich für falsch, sehr falsch.
Und daß relativ unbedarfte Leute mit der Debian-Installation nicht
zurechtkommen _können_, halte ich zunächst einmal auch für ein Gerücht.
Hab ich auch nicht geschrieben. Es geht um die 'versteckten' Feinheiten.
Helmut Wollmersdorfer
--
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