Dirk Salva wrote:
Kurz zusammengefaßt meinst Du also, daß die Verluste, die man bei einer
einmaligen Bearbeitung hat, vernachlässigbar sind!?
Kommt drauf an.
Drehen in Schritten von 90 Grad, Spiegeln oder Zuschneiden ist
sicherlich sowenig verlustbehaftet, dass es vernachlässigbar ist.
Ausserdem ist der erste Verlust bereits beim Komprimieren in der Kamera
entstanden. Das Dekomprimieren geht ja verlustfrei. Wenn Du jetzt keinen
zusätzlichen Verlust erzeugen willst, speicherst Du in tif ab.
Bestimmte Bearbeitungsschritte haben naturgemäss einen Verlust von
Schärfe und Details zur Folge, Drehen um z.B. 2,4711 Grad,
perspektivisch Entzerren, Skalieren. Das sind Schritte, die ich z.B.
üblicherweise bei der Reproduktion von Aquarellen brauche. Da sieht man
vorher bei 100 Prozent Ansicht jede Papierfaser, und danach ist das
Zeugs halt verwischter. Auch stärkere Anpassung von Helligkeit und
Kontrast kann zu Stufigkeit führen, weil bei Umrechnungen auf die 8 Bit
Farbtiefe von jpg gerundet werden muss.
All das sind Gründe, warum man im Format 'raw' fotografieren sollte,
wenn die Kamera das kann. Da wird dann verlustfrei komprimiert und mit
höherer Farbtiefe gespeichert.
Helmut Wollmerdorfer
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