Hallo, Thorsten! * Thorsten Haude <[EMAIL PROTECTED]> [2003-10-17 23:44]: > Ist klar. Jetzt mal Klartext: Wir hatten eine kontroverse Diskussion > �ber dieses Thema, mein Gegen�ber meinte, da� SMTP beinahe immer mit > UDP benutzt wird, ich bin nach wie vor der Meinung, da� UDP allenfalls > in skurillen Ausnahmesituationen eingesetzt wird.
Dein Gegen�ber liegt komplett falsch. Du wohl ein bisschen, denn mir ist �berhaupt keine Implementation von SMTP bekannt, die UDP benutzt, es k�me mir auch ziemlich sinnlos vor... Wenn ich mich in dem Punkt irre, w�rde ich mich �ber Links freuen :) > Die fehlende > �bermittlungssicherheit bei UDP w�rde von SMTP ausgeglichen werden. *LOL* Einen Bonuspunkt f�r Einfallsreichtum... Mich w�rde echt interessieren, woher er sowas hat... > Sein Argument: Mails brauchen mal eine Minute, mal zwei Stunden, eben > weil UDP unzuverl�ssig ist. Das ist kein Argument (aus verschiedenen Gr�nden)... > Was ich suche, ist jetzt zun�chst mal eine Antwort, klar, aber eben > auch eine Quelle, mit der sich die Antwort belegen l��t. Also in RFC2821 (ftp://ftp.rfc-editor.org/in-notes/rfc2821.txt) steht: ----snip--- SMTP is independent of the particular transmission subsystem and requires only a reliable ordered data stream channel. While this document specifically discusses transport over TCP, other transports are possible. Appendices to RFC 821 describe some of them. ----snip--- Das sagt eingentlich schon alles. "a reliable ordered data stream channel" ist UDP jedenfalls nicht. Als weitere Quelle sind wohl s�mliche Implementierungen von SMTP-Servern und Clients zu nennen... > Gibt es eine > technische oder standardm��ige Bindung von SMTP an TCP oder UDP? Ja, s.o. > Gibt > es ein Ausschlu�kriterium, warum SMTP nur sinnvoll mit dem einen oder > anderen zusammenarbeiten kann? Ja. Mal vereinfacht gesprochen: UDP => Pakete k�nnen verloren gehen, Reihenfolge undefiniert. TCP => Ankunft der Pakete oder Fehlermeldung garantiert, Reihenfolge ist bei der Anknft die gleiche wie beim Absenden. Die UDP-Eigenschaften nimmt man eigentlich nur dann in Kauf, wenn Geschwindigkeit wichtiger ist als die TCP-Eigenschaften, die man eigentlich immer gern haben m�chte (z.B. Video, Audio, Quake, etc.) Bei Mail macht es nun �berhaupt keinen Sinn UDP zu nehmen, weil man ja keine Mail haben will, wo die Bytes durcheinandergeraten sind und einige fehlen. Daher m�sste man bei UDP die TCP-Eigenschaften quasi emulieren und dann kann man eigentlich auch gleich TCP nehmen :) > Bonusfrage: Warum braucht eine Mail mal eine Minute, mal eine Stunde? Naja, ganz so nichtdeterministisch ists ja nun meist auch nicht. Normalerweise dauert das Versenden einer Mail vom gleichen Sender zum gleichen Empf�nger etwa zum selben Zeitpunkt auch etwa gleich lang. Bei verschiedenen Sendern oder Empf�ngern oder Zeitpunkten k�nnen verschiedene Probleme auftauchen. Davon nur mal zwei: 1) Einer der beteiligten Mailserver kann gerade ziemlich ausgelastet sein und die Mail erstmal zur�ckstellen. Oder er ist ganz down, die Mail wird zum Backup-MX geleitet, der erstmal wartet, bis der normale Mailserver wieder tut. 2) Es k�nnen diverse DNS-Probleme auftreten, die f�r Verz�gerung sorgen k�nnen. > Ok, aber warum? Weil er (quasi) TCP emulieren m�sste. Gru�, Mika -- Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/ Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an [EMAIL PROTECTED] mit dem Subject "unsubscribe". Probleme? Mail an [EMAIL PROTECTED] (engl)

