hallo alle

F�r die folgenden L�sungen wird eine Archivierung der Projekte �ber
einen Zeitraum von f�nf Jahren angestrebt. Das Ziel ist es, ein
abgeschlossenes Projekte einmalig auf einem System zu installieren, und
zwar so, dass keinen weiteren Betreuungsaufwand mehr n�tig ist. 

Das Problem von unbetreuten Systemen, welche �ber ein Netzwerk
zug�nglich sind, ist die Sicherheit. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr
Sicherheitsl�cken werden bekannt und  desto mehr Exploits, um �ber diese
Sicherheitsl�cken ins System einzudringen, sind vorhanden. 

Debian erlaubt es zwar, �ber das Packet-Managment relativ einfach das
System auf den neusten Stand zu bringen. Doch ist dies aus folgendem
Grund keine L�sung: Unter Umst�nden wird von einer projektrelevanten
Software ein neues Pakete aufgespielt. Dieses Packet kann sich
zwischenzeitlich so ver�ndert haben, dass das Projekt nicht mehr
einwandfrei l�uft. 

Beinhaltet das Projekt viel selbst geschriebene Software, kann der
Anpassungsaufwand betr�chtlich sein und wird aus Zeitmangel nicht
durchgef�hrt: das Projekt zerf�llt. Auch vom archivarischen Standpunkt,
welcher die Projekte im Originalzustand erhalten will, sind �nderungen
nicht erw�nscht.


L�sung

Idee

Das Ziel ist ein System zu bauen, bei dem ein Wirtssystem mehrere
Gastsysteme beheimatet. Sowohl auf dem Wirtssystem, wie auch auf dem
Gastsystem l�uft ein Webserver.  �ber den Webserver des Wirtssystem wird
die Webseiten des Gastsystem geroutet und dem Besucher geliefert. So ist
nur das Wirtssystem vom Internet aus erreichbar und ist somit das
einzige System, bei dem Sicherheitsupdate eingespielt werden m�ssen.


Umsetzung

User Mode Linux, abgek�rzt UML, heisst die L�sung.[1] Mit User Mode
Linux ist es m�glich auf einem Wirtssystem unter einem normalen User
einen Linux-Kernel zu starten. Dieser modifizierte Kernel verh�lt sich
wie der eines normalen Systems.

Ein im UML ausgef�hrtes Programm bemerkt nicht, dass es in einer
UML-Umgebung l�uft. Jede dieser virtuellen Maschinen besitzt eine
eigenes Filesystem und ein Teil vom RAM der Wirtsmaschine. Die Anzahl
von UML-Systemen auf einem Computer ist somit nur durch die
Hardwareausstattung der Wirtsmaschine begrenzt. Komerzielle Anbieter von
UML betreiben bis zu f�nfzig UML-Systeme parallel auf einem Rechner.

In einem UML wird nun das zu archivierende Projekt mit aller ben�tigter
Software installiert. Sobald die Konfiguration abgeschlossen ist, wird
der Zugriff �bers Internet auf das UML unterbunden. Dem UML wird eine
lokale IP-Nummer zugeteil. Nun ist es nur noch m�glich �ber das
Wirtssystem auf die virtuelle Maschine zuzugreifen. Mit dem mod_proxy
und mit dem mod_rewrite Modul vom Apache wird �ber den Webserver des
Wirtsystems auf den Webserver im UML zugegriffen.[2]


Diskussion

Die einzige M�glichkeit in das UML System einzudringen besteht �ber den
Apache, da alle andern Dienste abgeschaltet werden. Wenn ein Angreifer
�ber den Apache eindringt, kann er dann �berhaupt Kontakt zum gehackten
Server aufnehmen? Der Server besitzt ja keine IP-Nummer die von Internet
her ansprechbar ist. Was meint ihr �ber dieses Konzept, ist es
realistisch die Projekte in der UML-Umgebung sozusagen einfrieren
ohne nach f�nf Jahren gehackt zu werden ?

 
martin krung

[1] http://user-mode-linux.sourceforge.net/
[2] http://www.newarchitectmag.com/archives/1998/05/engelschall/


-- 
Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): 
http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/

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