Jörg Schmidt wrote: > Hallo Mathias, > > Danke Dir, gefiel mir sehr gut und regt mich zum Nachdenken an.
Das freut mich. Ich finde solchen Gedankenaustausch auch immer sehr anregend und erfrischend. Manchmal sind grundsätzliche Überlegungen wichtig, vor allem wenn man an einem Punkt angekommen ist, wo die Frage "Warum" wichtig ist, um das "Wie" zu gestalten. > ich arbeitete seit Erscheinen von Word97 mit Word, halte mich nicht für > blöd und Tatsache ist ich habe heutzutage immer noch mengenmäßig mehr > Literatur zu MSO im Regal als zu OOo/SO. > Ich hatte also jahrelang Zeit zu lernen, hatte entsprechende > Ansprechpartner und Möglichkeiten (und habe davon Gebrauch gemacht), > aber die Wahrheit ist das ich Vorlagen erst bei OOo begriffen habe ud > das nur weil ich hier in der Community vor 3 Jahren auf Leute stieß die > mich dazu 'zwangen' indem sie mir sowas sagten wie 'hart-formatieren ist > schlecht, nimm Vorlagen' - der Witz ist das ich nun auch mit Word besser > arbeiten kann, weil mich OOo 'zwang' Vorlagen zu lernen. Nicht OOo hat dich gezwungen, sondern offensichtlich die Leute aus der Community, und das Wichtigste: du hast darüber nachgedacht und es verstanden. Und natürlich macht OOo das Arbeiten mit Vorlagen leichter, weil es das besser kann als Word - das ist jedenfalls unser Anspruch. Und das soll auch so bleiben. >> "Ineffektiv" ist ein falscher Begriff. > > Da hast Du ganz Recht, hatte ich mich vertan. Ich wollte aber keine Rosinen ausscheiden! Ich habe darüber halt in letzter Zeit viel nachgedacht und das Ergebnis "passte" hier so gut. > Vielleicht könntest Du Folgendes einschätzen: > > Für wie realistisch (rein technisch) hieltest Du es eine Routine in C++ > zu entwickeln, die etwa Folgendes täte: > > Der User setzt den Cursor irgendwo in den Text und die Rountine markiert > ihm auf Wunsch alle Passagen im Dokument die: > (a) > mit gleicher Kombination von Absatzvorlage, Zeichenvorlage und harter > Formatierung versehen sind > wahlweise: > (b) > zwar keine gleichen Kombinationen haben, aber in Summe der verschiedenen > Kombinationen gleich aussehen Wenn die harte Formatierung ausschließlich über AutoStyles liefe wie in OOo2.2, wäre das für diese sehr einfach und schnell machbar. Die Style-Objekte im Code kennen ihre "Kunden" (sonst könnten sie sie ja nicht informieren, wenn sie der Style geändert hat), bei den Autostyles weiß ich jetzt nicht, man könnte es ihnen aber beibringen. (a) wäre also recht schnell. (b) sieht jetzt recht kompliziert aus, je nachdem was "gleich aussehen" nun bedeutet. Da müsste man die Randbedingungen genauer spezifizieren. > Wie schnell könnte sowas in C++ sein? 1 Sekunde für 100 Seiten? Mal abgesehen, dass eine genaue Zahl natürlich von der Hardware abhängt, hängt das im Falle von Autostyles nicht so stark von der Anzahl der Seiten ab, in erster Linie von der Anzahl der verschiedenen Formatierungen. Dazu kommt natürlich noch das Selektieren der verschiedenen Teile. Natürlich kann man bei mehr Seiten auch mehr Formatierungen und mehr zu selektierenden Text haben, das ist aber eine eher indirekte Abhängigkeit. Ich finde es interessant, dass du danach fragst. Eine solche Funktion wie in (a) wäre nämlich Bestandteil des "Refactoring"-Features, das ich in meinem Blog kurz skizziert habe. Ciao, Mathias -- Mathias Bauer (mba) - Project Lead OpenOffice.org Writer OpenOffice.org Engineering at Sun: http://blogs.sun.com/GullFOSS Please don't reply to "[EMAIL PROTECTED]". I use it for the OOo lists and only rarely read other mails sent to it. --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
