Hallo!
Ralph Aichinger schrieb am 31.01.2005 19:26: [...]
Ich empfinde die neue Terminologie in der Version 2.0 beinah als
Gottesgeschenk. Wo frÃher teile der BenutzeroberflÃche einen technokratischen Charme versprÃht haben, macht sich jetzt endlich
eine nÃchterne, bedeutungsvolle Einfachheit breit. Gut so.
Ich hab bis jetzt weder die 2.0 noch die 1.9x gesehen.
Begriffe wie "Stylist", "Beamer", "Navigator" waren es, die mich
lange Zeit abgeschreckt haben selbst StarOffice zu verwenden, einfach weil das alles etwas nach Geheimwissenschaft geklungen
hat, und nicht nach einem Programm zum Briefe tippen.
Bitte was? Von sowas lÃsst du dich abschrecken? 99% der Leute die ich kenne haben nach der Installtion von StarOffice/OOo als erste Handlung die Fenster weggeklickt und somit weder den Stylist noch eins der anderen je wieder zu sehen bekommen. Das man die Dinger braucht haben sie erst gemerkt nach denn ich ihnen gesagt habe: "Mach mal den Stylist auf!". Das kommt mir aber 1000 mal besser Ãber die Lippen wie wenn ich sagen muss: "Ãffne das Fenster Formatblablabla....". Das sind meine Erfahrungen.
Mir ist klar, daà eine gemeinsame Terminologie, ein gemeinsamer Jargon in einer Gruppe auch soziale Funktionen Ãbernehmen kann (solidaritÃtsstiftend, auch indem man andere ausgrenzt), aber wollen wir das wirklich bei einem Projekt wie OpenOffice?
Sicher: Wenn in 2.0 der Stylist nicht mehr Stylist heiÃt, sondern
"Formatvorlagen und Formatierung", dann mÃssen *wir* uns umgewÃhnen.
Aber dem steht entgegen, daà viele *potentielle Nutzer* sich eben
nicht umgewÃhnen mÃssen. Und wie banal diese terminologischen Fragen
auch scheinen mÃgen, ich finde, daà gerade solche Dinge wesentlich
dazu beitragen, daà ein Programm als "freundlich" wahrgenommen wird.
Das entsprechende Fenster in anderen Anwedungen kennt eh nur eine Randgruppe, und die findet in OOo auch den Stylisten.
Ich mÃchte, daà OpenOffice von BenutzerInnen, die es zum ersten mal sehen "freundlich" erscheint. Das ist mir sogar wichtiger, als daà es *mir* die UmgewÃhnung aufhalst. Denn aufgrund des (noch) kleinen Marktanteils von OpenOffice ist die Menge derer, die (noch) keine OpenOffice-User sind viel grÃÃer (hoffentlich!) als die, die sich umgewÃhnen mÃssen.
Das Erscheinen wÃr wesentlich freundlicher wenn man nach der Installation nicht erst mal aufrÃumen mÃsste. Angedockt find ich die zig Unterfenster die OOo zu bieten hat wesentlich praktischer.
Ich finde "Formatvorlagen und Formatierung" unendlich besser als das Un-Wort "Stylist".
Ich find Stylist um LÃngen besser.
Letztendlich finde ich aber, daà am sinnvollsten fÃr solche Fragen ein Usability-Test an "echten" Benutzern wÃre, denn wir hier sind sicher nicht reprÃsentativ fÃr die potentiellen Nutzer von OpenOffice.
Bin ich ganz deiner Meinung.
GruÃ, Ingo
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