Hallo Andre,

deinem Schreiben antworte ich stellvertretend für alle anderen, die noch kommen oder schon gekommen sind.

Warum? Weil du nach Florian und Jacqueline der Nächste bist, vor dem ich den Respekt verloren habe.

Bis zum LinuxTag hast du noch hinter der Entscheidung gestanden, die du selbst bejaht hast. Zu diesem Zeitpunkt waren für mich völlig überraschend und ohne Ankündigung Florian und Jacqueline um- und mir in den Rücken gefallen. Ich habe damit gerechnet, dass es passieren würde, ich wusste nur nicht, wer es zuerst sein würde. Ihr habt völlig recht, wenn ihr von einem Alleingang sprecht; so war es ja abgesprochen. Ich mache den Frontmann, damit Florian und Jacqueline in Ruhe arbeiten können. Das haben sie auch getan, allerdings in die umgekehrte Richtung. Frontleute lassen sich sehr einfach abservieren, wenn sie nicht mehr ins Konzept passen. Das nennt sich dann höhere Erkenntnis, veränderte Priorität oder dergleichen. Ich habe auch mehrfach darauf hingewiesen, wie es verlaufen könnte.

Ein Wort zu Bernd Eilers: Zu dem ganzen Thema hat er sich nicht einmal zu Wort gemeldet. So wie er jetzt macht, wirkt er wie Trittbrettfahrer.

Ein Wort zu Helgas Kommentar zu der Menge, die sich an der Abstimmung beteiligt haben: Wo die angeblich 200 Leute stecken, ist mir schleierhaft. In dieser Liste sind sie jedenfalls nicht zu sehen. An der Wahl zum Co-Lead haben sich ca. 60 Leute beteiligt - die Menge bekomme ich auch nicht zusammen, wenn ich die Listen der letzten Woche lese. 26 Meinungen zu einem Thema - dem Rauswurf von Thomas Keup - waren seit meiner Anwesenheit in der Liste der Gipfel der Beteiligungen. So wie Helga argumentiert, muss ich ihr Böswilligkeit unterstellen.

Ein Wort zu Thomas Keups Pressearbeit: Die Qualität stand nie in Frage. Ich selbst habe ihn zu Beginn seiner Mitwirkung noch verteidigt - in meinem Bericht zu lesen. Seine inhaltliche Kritik an Vorgängen rund um Rolf Meyer konnte ich nicht bewerten, es ging um seine maßlose Kritik, in dessen Folge einige die Liste verlassen haben. Schon vergessen? Ihr - Jacqueline, Florian, du und Stefan Taxhet wollten Rolf nicht mehr als Co-Lead - ich war "nur" der Erbsenzähler, der das unerfreuliche Ergebnis präsentiert hat. Und über Thomas Keupt haben wir gemeinsam abgestimmt - nach einem voraus abgesprochenen Schreiben, das ich dann veröffentlicht habe.

Ein letztes Wort zur Demokratie: Wenn euch eure Abstimmung nicht mehr gefällt, haltet eine neue ab. Das ist sauber. Dieses ganze Rumdrücken um eine neue Abstimmung ist feige und erinnert mich an einen deiner Exgenossen zu DDR-Zeiten: Südfrüchte? Brauchen wir nicht, weil sie nicht versorgungswirksam sind.

Bis eine neue Abstimmung vorliegt, werde ich weiter auf die zuletzt gültige Abstimmung verweisen. Ihr seid euch doch einig, wovor habt ihr Angst?

Das ist meine letzte Stellungnahme zu diesem Thema.

Andre Schnabel schrieb:

Hallo Wolfgang, *

Wolfgang Henderkes wrote:

.....
Dass du dich jetzt einschaltest, Helga, ist im Rahmen deiner Rolle verständlich, inhaltlich aber fragwürdig. An den Details und den Hintergründen warst du nicht interessiert. Deine Darstellung über die "Minderheit an der Abstimmung" ist falsch. Damit vertauscht du Ursache und Wirkung.


Da ich damals an den Hintergründen interessiert war .. und das Thema wohl ohnehin keinen sinnvollen Abschluss finde, will ich nun doch etwas dazu sagen. Vorweg .. ich bin dir immer noch dankbar, das du im Frühjahr als Moderator versucht hast die Probleme auf den Punkt zu bringen und eine Lösung herbeizuführen. Das war zu dem Zeitpunkt (leider) notwendig. Allerdings ist es nicht ganz richtig, dass der Lösungsweg uneingeschränkte Unterstützung hatte. Ich hab den Mailverkehr auch hier, habe in der Zeit (und danach) ausreichend telefoniert und weiss, dass es Zweifel gab, dass es funktionieren würde und Du schon häufiger gebeten wurdest deine "Anti-Keup" Mails zu unterlassen.

Aber .. das ist eigentlich nebensächlich ..



@  Helga und Bernd Eilers (wer immer das bei Sun ist):


(kurzes Zwischenspiel: es ist vollig irrelevant, wer Bernd Eilers "bei Sun" ist, genauso, wie es irrelevant ist, wer Wolfgang Henderkes beim HuT-Verlag ist .. lass wenigstens *den* Unsinn)

Wenn ihr Abstimmungen für falsch haltet, solltet ihr euch als Diktatoren bewerben. Das führt bestimmt zu besseren Ergebnissen. Bis es soweit ist, wird ein demokratisch verfasster Beschluss nicht einfach per Anordnung aufgehoben.

Interessante Begriffe ... Diktatoren, Demokratie, Anordnung ... der angenehmste ist noch Demokratie. Gehen wir mal davon aus, dass die Abstimmung damals demokratisch war. Wenn dem so ist, müssen wir uns leider der Tatsache stellen, dass diese Art von Demokratie nicht funktioniert. Klingt katastrophal, dass Demokratie nicht funktioniert .. ist es aber nicht. Warum? Einfach deshalb, weil "diese Art" von Demokratie nicht funktioniert. Was hier aber funktioniert ist eine Art "Handlungsdemokratie". Egal, was entschieden, abgestimmt oder festgelegt ist - die Community (so diffus dieser Begriff sein mag) handelt in ihrem eignen Interesse. Handlungen, die diesem Interesse zuwiederlaufen sind auf Dauer nicht möglich. Leider ist es so, dass Du im Moment einen solchen Handlungsweg eingeschlagen hast, indem du auf der ursprünglichen Abstimmung bzgl. Th. Keup beharrst.

Was du aber übersiehst, ist, dass das "Problem" gelöst ist. Nicht hundert Prozent, aber in einem ausreichendem Mass, um nichtmehr zu stören. Sicher, die Mails von Thomas finden Beachtung .. und glaub mir, ich war im Frühjahr *stinksauer* auf Helga und Flo, dass sie trotz des eben "beendeten" Krachs auf Thomas eingegangen sind. Nun ja .. ich kann damit leben, dass mache Leute eine eigene Meinung ist, auch wenn das nicht meine ist (kostet etwas Überwindung, aber es geht). Inzwischen hat sich die Position von Thomas im Projekt aber geändert ... auch wenn auf ihn noch reagiert wird .. das geschieht in ungleich geringerem Masse, wie es früher der Fall war. Mehr als ab und an eine PM kommentieren ist im Projekt nicht drin. Er ist zwar noch Vereinsmitglied, aber ohne eine irgendwie exponierte Position. .. wer bei seinem Vortrag auf dem Linuxtag dabei war dürfte mit mir übereinstimmen, dass sich daran auch nichts ändern sollte.

Ok .. jetzt hab ich wahrschienlich nicht genau das ausformulieren können, was ich eigentlich meine .. aber .. bitte verstehe eins: es bringt nichts, an einer Entscheidung festzuhalten, wenn sich die Situation, die zu dieser Entscheidung geführt hat geändert hat. Ich kann dich nur bitten, die inzwischen offensichtliche Meinung der Mehrheit zu akzeptieren und deine Mails einzustellen.

Solltest Du so weitermachen würde das wahrscheinlich zur Folge haben, dass der Unmut so weit wächst, dass zumindest einige Leute genervt von den Listen verschwinden oder sich aus den Projekten, die du führst zurückziehen. .. wäre schade drum.

André

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Mit freundlichem Gruss
Wolfgang Henderkes

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