Wer kann ihn stoppen? -------- Original-Nachricht -------- Betreff: OpenOffice.org fordert frei verfügbare Dateiformate für die Berliner Verwaltung Datum: Sun, 11 Sep 2005 22:15:08 +0200 Von: Thomas Keup <[EMAIL PROTECTED]> Firma: http://freemail.web.de/ An: [EMAIL PROTECTED]
de.OpenOffice.org -BERLIN AKTUELL- Berliner XML-Tage: OpenOffice.org fordert frei verfügbare Dateiformate für die Berliner Verwaltung OpenDocument einzig plattformunabhängiges, universell nutzbares XML-Format Sperrfrist: Montag, 12.09.05, 06.00 Uhr Berlin, 12. September 2005 Der Berlin-Repräsentant des international führenden Open Source-Projektes OpenOffice.org (http://de.OpenOffice.org) – Thomas Keup – fordert Microsoft Deutschland als Hauptsponsor der heute in der Humboldt-Universität beginnenden Berliner XML-Tage (www.XMLTage.de) auf, den Berliner Verwaltungen ein Office-Angebot mit vollständig offen gelegtem XML-Dateiformat zu unterbreiten. Für die künftige Office-Arbeit auf den mehr als 58.000 PCs in der Berliner Verwaltung darf kein herstellerabhängiges Dateiformat mehr eingeführt werden. Entsprechend der aktuellen Forderung von Peter Qinn – CIO des US-Bundesstaates Massachusetts (www.Mass.gov/AITD) – darf auch in der deutschen Verwaltung nur ein frei verfügbarer XML-Dateistandard genutzt werden, um Informationen der Verwaltung langfristig sicher zugänglich zu machen. Dazu der OpenOffice.org Berlin-Kontakt Thomas Keup: "Wer versucht, der Berliner Verwaltung Office-Lösungen mit geschlossenen Dateiformaten zu verkaufen, zwingt die Verwaltung langfristig in schwerste Abhängigkeiten und plündert den ohnehin leeren Steuersäckel um Millionenbeträge. Dies schädigt nachhaltig die regionale Wirtschaft, da Gewinne direkt in die US-Konzernkassen fliessen. Es kann für mich als Berliner zudem nicht angehen, ein überteuertes MS Office anschaffen zu müssen, nur um künftig Anträge über das Web stellen zu können, wie es im E-Government vorgesehen ist." Das E-Government-Labor des Fraunhofer FOKUS Berlin (www.eGov-Zentrum.Fraunhofer.de) hat mit seinem aktuellen – von Microsoft unterstützen – Interoperabilitäts-Szenario nachgewiesen, dass offene und frei verfügbare XML-Standards wie in OpenOffice.org mit den E-Government-Plattformen aller Hersteller – wie IBM, Microsoft und Oracle – einwandfrei zusammenarbeiten. Innensenator Erhard Körting und sein IT-Experte Karl-Heinz Löper werden aufgefordert, über die EDS-Studie zu Open Source Software in den Berliner Bezirken (http://www.linuxworldexpo.de/upload/Lietz_Behoerde.pdf) hinaus ernsthaft den Einsatz offener und frei verfügbarer Standards in der Berliner Verwaltung voranzutreiben. Dies betrifft vorrangig die mehr als 36.000 – von Microsoft abgekündigten – NT 4.0-Arbeitsplätze in Senatsverwaltungen und Bezirken. Schon heute laufen im Land Berlin fast 9.000 OpenOffice.org-Suiten, ohne dass die Dienststellen in ihrer Arbeit eingeschränkt sind. Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhaus hat mit seinem Prüfauftrag des IT-Softwarebedarfs für die nächsten Jahre (89. Sitzung vom 27. April 2005) auf SPD-Antrag der Berliner Innenverwaltung klare Hausaufgaben aufgegeben. Die führenden deutschen OpenOffice.org-Dienstleister stehen gemeinsam bereit, der Hauptstadt bei der Lösung ihres Problems mit überalterten Windows- und MS Office-Versionen zu helfen. Das von sieben Berliner Bezirken initiierte Projekt "Open4Future" mit Novell ist ein begrüssenswerter Ansatz, wie man das Thema angehen kann. Der Berlin-Vertreter des weltweit führenden Open Source-Projektes weiter: "Wenn sich Microsoft-Cheflobbyist Wolfgang Branoner auf seinem peinlichen Abgeordnentenhaus-Event idealistisch eine "Allianz der Gutwilligen" wünscht, kann er gleich damit anfangen. Nur wenn das künftige "Microsoft Office Open XML-Format" vollständig dokumentiert und für Anwender wie Entwickler uneingeschränkt lizenkostenfrei verfügbar ist, kann sich der Ex-Senator in der E-Government-Welt noch sehen lassen“ Die neue Klage von Microsoft vor dem Europäischen Gerichtshof zum Schutz von Windows-Quellcode gegenüber Open Source-Anwendungen beweist hingegen das wahre Gesicht des Software-Monopolisten. Laut Alan Yates – Microsoft General Manager Information Workers Business Strategy – ist eine native Unterstützung von freier Software – wie OpenOffice.org – seitens Redmond nicht geplant. Mit Einführung der neuen Microsoft-Suite "Office 12" wird der US-Konzern die bisherigen Dateiformate .doc, .xls und .ppt abkündigen und ein eigenes, proprietäres XML-Dateiformat einführen. Mit OpenDocument hat die internationale Standardisierungs-Einrichtung OASIS (www.OASIS-Open.org) unter aktiver Beteiligung von Adobe Systems, IBM und Sun Microsystems im Mai d. J. den offenen und freien XML-Dateistandard für Office Suiten verabschiedet. Das von der EU-Kommission (www.europa.eu.int/idabc/) ausdrücklich empfohlene OpenDocument-Format steht in OpenOffice.org 2.0 (Windows, Linux, Solaris, Mac OS), StarOffice 8 (Windows, Linux, Solaris), AbiWord (GNOME Linux-/Unix-Desktop), KOffice (KDE Linux-Desktop) sowie in Documents (IBM Workplace/Behördenarbeitsplatz) plattformunabhängig zur Verfügung. * * * Thomas Keup Berlin-Kontakt für de.OpenOffice.org [ Tel. (030) 23 18 57 18 [ Mobil 0171-4 18 00 84 [ [EMAIL PROTECTED] [ http://de.OpenOffice.org Zur Information: OpenOffice.org ist das weltgrößte Open Source-Projekt und die Heimat der gleichnamigen Open Source-Office Suite. In über 70 Internet-Projekten entwicklen, testen und promoten über 31.000 Experten und Anwender in 44 Sprachen die mehr > 43 Mio mal aus dem Web geladene Office-Suite. OpenOffice.org ist mit aktuell mehr als 40 Mio installierter Suiten die führende Büro-Software auf allen international bekannten Linux-Distributionen. Es ist eine lizenzkostenfreie und sichere Alternative unter Windows-Betriebssystemen sowie Technologieplattform für StarOffice von Sun Microsystems. -- ## Marketing deutschsprachiges Projekt ## http://de.openoffice.org - www.openoffice.org ## Vorstand OpenOffice.org Deutschland e.V. ## Mitglieder willkommen: www.OOoDeV.org --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
