Hallo Jörg, Christian, 
Am Sun, 11 Sep 2005 23:37:08 +0200, schrieb Jörg Schmidt:
> Hallo Christian,
> 
> OK, nun hast Du so gut diskutiert das ich nachdenklich werde ;-)
> 
> ich hänge jetzt die Frage ob wir das ändern wollen an den issue, das
> sollte ja schnell zu klären sein.
> 
> 
> Ansonsten bekenne ich das ich emotional schwach bin und nötige Dir die
> folgenden Kommentare auf. Bitte entschuldige.
> 
> Christian Lohmaier schrieb:
>>  Keine Spur von "wir listen JAVA als Voraussetzung".
> 
> "Wir", die das Handbuch schreiben. (aber da PDL hätte auch jeder andere
> das ändern können)
> Und ich mag ja nicht der Experte sein, nur zumindest 2 Experten sind im
> Team und die Java-Formulierung wurde nie kritisiert.

Christian hat es ja auch nicht kritisiert. Er hat lediglich 
geschrieben, dass er Java nicht als Voraussetzung ansieht um mit 
OpenOffice.org produktiv arbeiten zu können. 

Du verzichtest ohne Java auf Komforfunktionen wie die Assistenten 
und du verzichtest auf die HSQLDB Datenbank, da sie, man korrigiere 
mich bitte wenn ich falsch liege, Java braucht um zu laufen. Das 
Basemodul an sich braucht, auch hier bitte korrigieren wenn ich 
falsch liege, kein Java um zu laufen. 

Daher könnte man eine Formulierung finden, daß Java keine 
Vorraussetzung ist, man aber auf Komforfunktionen verzichtet wenn 
es nicht installiert ist. Eric Bachard hatte mal für Linux PowerPC 
aufgelistet, was nicht geht, wenn Java nicht installiert ist. Ich 
find die Email aber leider nicht mehr. 

Rene Engelhardt hat es auch mal aufgelistet und er konnte fast 
alles ersetzen, da Debian ja eh aus Gründen der Policy Java 
rauspatcht. 

>>  Also was bleibt noch?
> 
> Ja, das frage ich mich nun auch.
> Nur irgendwie ist meine Frage dann so: Brauchen wir Java überhaupt oder
> schreiben wir statt "optional" dann lieber "nicht erforderlich" ... so
> empfinde ich sie Situation inzwischen
> 
>>  Hä? Du behauptest Java zu installieren wäre kein Problem.
> 
> Ja, das behaupte ich. Für Windows!
> Ich habe ganz zu Anfang gefragt ob Du Dich auf Linux beziehst und habe
> gesagt das ich dann keine Ahnung habe.
> *Du hast das verneint.*
> 
>>  Dann schreib
>>  ich daß es bei Debian eben nicht so trivial ist, das bei
>>  linux unter PPC
>>  erst recht.
> 
> Und nun kommt doch Linux als Argument.

Kann beim Medium Email passieren. Geratet darüber jetzt bitte nicht 
aneinander.

Mit der richtigen Anleitung ist es auch unter Linux kein Problem, 
zumindest für die gängigen Distros und auch bei Debian gibt es 
inoffizielle Mirror die diverse Javas als deb Pakete haben. 

Vor ein paar Tagen habe ich sogar gelernt wie man mit Debian 
Bordmitteln ein SUN Java JRE und JDK installieren kann. Diese 
Anleitung, da hat Christian recht, ist nicht trivial für jemanden 
der gerade eben auf Linux umgestiegen ist. Dies funktioniert unter 
x86. Für Power PC würde es auch funktionieren, vorausgesetzt es 
gäbe ein Sun JRE für PowerPC. Der Tipgeber schreibt zwar, man könne 
das x86er Paket nehmen, doch ich hatte noch keine Zeit es 
auszuprobieren.  

Blackdown Java 1.3.1 für Debian PPC und Debian x86er bekommst du 
hingegen über apt-get, vorausgesetzt du hast einen Server in deiner 
sources.list. 

Für Linux Power PC gibt es IBM Java, das fand ich relativ einfach 
zu installieren. Es hat dafür aber andere Nachteile, schwer auf den 
Seiten von IBM zu finden, nur nach Registrierung bei IBM 
herunterladbar und es bringt kein Plugin für Mozilla mit. 

Wie es für Fedora Core und das neue OpenSuSE aussieht kann ich 
nicht sagen. 
 
>>  Außerdem: Einen Bildschirm braucht man, Java nicht. Die
>>  wenigsten Nutzer
>>  werden die xslt basierten Filter verwenden. Die wenigsten
>>  Nutzer werden
>>  sich eine Datenbank einrichten. (Die meisten die das tun
>>  erstellen keine
>>  neue Datenbank sondern binden die bestehende Datenbank an), etc.
> 
> ... und die wenigsten Nutzer arbeiten unter Linux
> Und ich behaupte auch der durchschnittliche Linuxnutzer hat mehr
> Kenntnis von seinem System als der durchschnittliche Windowsnutzer. 

Nö, muß nicht sein. Wenn du im Büro einfach einen fertig 
konfigurierten Linuxdesktop hast und zu Hause Windows, dann wirst 
du auf der Arbeit nicht schauen wie du unter diesem Linux Java 
installieren kannst und Du wirst es, selbst wenn du es willst, es 
nicht installieren dürfen, da die Firma es verbietet und ansonsten 
sieht Linux halt aus wie Windows, nur die Programme heißen halt 
anders. 

> Soll also der LinuxUser selbst entscheiden. Nur dem WindowsUser würde ich
> dann zu Java raten, weil die Installation unkritisch ist und ich keine
> Nachteile erkennen kann.

Das ist ein guter Kompromiß. Man rät den Windowsnutzern einfach 
dazu Java zu verwenden, sagt aber es ist kein muß. Und Linuxer 
wissen sich entweder zu helfen oder man verweißt kurz darauf, man 
möge sich auf den Mailinglisten seiner Distribution informieren, 
wie Java installiert wird. Wir müssen ja nicht für alles Support 
anbieten. Grenzen ziehen. 


Mit freundlichen Grüßen
Eric Hoch

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