Hallo zusammen, ich melde mich zurück aus Koper! Weil schon ein paar Leute danach gefragt haben, hier ein persönlicher Reisebericht von mir (die offizielle Nachlese-Seite ist in Arbeit):
Bei trübem und kaltem Wetter in Köln/Bonn gestartet, bin ich am Sonntag vor der OOoCon in Kroatien auf der Insel Krk bei schönstem Spätsommer-Wetter angekommen. Der Weg durch Kroatien nach Koper gab gleich die Möglichkeit, ein paar nette Eindrücke der beiden Länder zu bekommen: Für uns ganz unübliche "südliche" Vegetation, überall rötliche Felsbrocken, aber auch zum Teil schon recht verfallene Häuser. Das scheint aber die Einheimischen in ihrer bewundernswerten Ruhe nicht zu stören, da werden am Wegesrand ganze Schweine gebraten und mitten in der Einöde Wein und Olivenöl verkauft. An den ersten beiden Tagen war genug Zeit, das sonnige Wetter zu genießen und ein bisschen die Adriaküste zu erkunden. Die Adria lädt zwar nicht unbedingt zum Schwimmen ein und für einen typischen Sommerurlaub fehlt dort irgendwie der weiße Sandstrand. Vielmehr kann man sich an der steinigen Küste auf einen Felsen setzen und aufs meist ruhige Meer hinaus schauen. Auch sonst war mir eher nach „ruhigem“ Sightseeing, ein Besuch des Schlosses Miramare oder eine Fahrt nach Portoroz, das wegen seiner langgezogenen Strandpromenade auch „Kleinvenedig Sloweniens“ genannt wird. Die OooCon begann dann am Mittwoch mit dem Communty-Tag, an dem gleich ein paar offizielle Termine anstanden, für mich das CC-Meeting und das Native-Lang-Meeting. Währenddessen trafen sich viele andere schon draußen vor dem Gebäude, gaben Interviews und ständig gab freudige Begrüßungen mit den Worten „Ahh... Du bist das! Schön, Dich endlich mal kennenzulernen“. Vorab bei der Registrierung ist uns als erstes Urska Colner begegnet. Wir haben ein paar wenige Worte gewechselt, danach habe ich sie eigentlich nur noch telefonierenderweise an uns vorbeiflitzen sehen oder versunken in Papierbergen („sorry, an emergency issue“). Ich glaube, sie hatte am allerwenigsten von der Conference. Vielen vielen Dank auch an Davide und Robert für die tolle Organisation! Am ersten Abend war gleich der Social Event, die „Wednesday Party“, die in einer unglaublich tollen Kulisse im Pokrajinski Museum stattfand. (Später stellte sich heraus, dass nicht jeder Teilnehmer der Conference „Wednesday“ mit Vornamen hieß...) Die Eindrücke von der Party waren sehr unterschiedlich. Die Darbietung (Gesang und Tanz) einer slowenischen Folkloretruppe wurde einerseits begeistert angeschaut, andere fragten sich „wann ist das endlich zuende?“. Größere Fragen warf dann doch das Buffet auf. Ich wunderte mich doch sehr, was man tatsächlich alles mit Zahnstochern essen kann. Die feigen Leute blieben beim einfach zu essenden Käse oder haben sich an den Wein gehalten (Mehrheitsbeschluss: Der Weißwein war wohl besser). Am Donnerstag ging es mit den vielen spannenden Vorträgen los. Ich bin immer wieder fasziniert von Louis, wie er mit seinen Worten und ohne eine Präsentation im Gepäck die Zuhörer in seinen Bann zieht. Und auch zu vielen anderen Themen wie Lokalisierung gab es einiges interessantes zu hören. Zwischen den Vorträgen musste man sich den Weg durch die schmalen Gassen bahnen, um zum nächsten Vortragsort zu kommen. Wer in einem der Tracks (Community, General oder Developer) blieb, musste weniger laufen. Unsere anfänglichen Versuche, mal eine „Abkürzung“ zu finden, sind kläglich gescheitert :-) Man kam doch immer wieder am Titov Platz heraus. Von dort aus war die Orientierung wieder einfach. Nach der viel zu kurzen Bug hunting Party war am Abend eine (für mich zu laute) Party im MKC angesagt. Ein parallel stattfindendes informelles Abendessen mit einigen „offiziellen“ Leuten ist für Andre und mich im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen, als wir in einen heftigen Regen geraten sind und es dann vorgezogen haben, in unsere Unterkünfte zum Trocknen zu fahren. Die zweite Vortragsrunde am Freitag ging leider auch zu schnell vorbei. Man konnte sich häufig gar nicht entscheiden, was man sich aus den parallelen Tracks nun anschauen soll. Umso toller, dass im Grunde alle Veranstaltungen aufgezeichnet wurden und man sie sich nachträglich anschauen kann. Am Freitag abend fanden sich zunächst nur ein paar Leute in einer nahegelegenen Pizzeria ein. Charles hat mit einer kleineren Gruppe versucht, die Community zu splitten (:-)), wurde aber unweigerlich wieder integriert, nachdem immer mehr Leute dazu kamen, bis wir fast das ganze Lokal in unserer Gewalt hatten. Auch hier gab es viele interessante Gespräche (nein, Hähnchenschnitzel ist kein typisch slowenisches Gericht und ja, es gibt tatsächlich Franzosen, die lernen freiwillig chinesisch). Thema war natürlich auch, wo die nächste OooCon stattfinden soll. Die Leute aus Lyon erheben darauf selbstverständlich ihren Anspruch, aber auch die Wiener wollen dabei ein Wörtchen mitreden. Monica favorisierte eher Jamaika, während Joost Thailand oder Japan anpries. Wir lassen uns überraschen! Am Samstag gab es noch einen ruhigen Ausklang im Cafe am Titov Platz, einen sonnenbadenden qa-Co-Lead, wiedermal italienisches Eis (Italien ist einfach zu nah dran an Koper) und eine slowenische Hochzeit. Danach sind alle in die verschiedensten Richtungen nach Hause aufgebrochen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit allen im nächsten Jahr... wo auch immer! In diesem Sinne, Jacqueline --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
