Hallo Marc,
erstmal danke für Deine ausführliche Einschätzung. Das gilt natürlich
auch für alle anderen, die sich bisher geäußert haben.
Marc Thein schrieb:
Hallo zusammen,
(...)
Bitte macht Euch doch mal die Situation "hier draußen" klar:
... ja, genau die Situation "hier draußen" ist es, die mich dazu
gebracht hat, nochmals kritisch zu betrachten, ob die 2.0.1 releasefähig
ist. Mittlerweile sind die Fehler, die die Installation und die
"vermurkste" Hilfe betreffen, gefixt und ich denke, wir können dann nach
Test des RC5 guten Gewissens eine Freigabe machen.
(...)
über die 2.0.0 installiert und damit keinerlei Probleme gehabt! Daß bei
dieser Aktion irgendwelche Einstellungen verloren gegangen sein könnten,
wie ich in den Issues gelesen habe, ist mir völlig egal. Die paar
Einstellungen sind schnell wieder gemacht. Wichtig ist nur: Wir können
wieder Arbeiten! (würde am liebsten !!! aber das ist ja verpöhnt).
Richtig, die paar Einstellungen sind schnell gemacht, aber nicht in
Unternehmen, die ein paar hundert Arbeitsplätze haben und die vielleicht
nicht direkt für den Admin zugänglich sind. Der Punkt ist, jeder von uns
hier hat seinen speziellen Blick auf die Situation und die Qualität und
kann *für sich* entscheiden, ob man damit gut leben kann oder nicht. ich
*persönlich* kann auch sehr gut mit der 2.0.1 leben, genauso wie ich es
schon mit der 1.1.x tat. Mit den mir bekannten Fehlern eben auch, weil
ich weiß, wie damit umzugehen ist.
Wenn es aber um die Freigabe der deutschen Version geht, tragen wir
(d.h. im Moment Andre und ich) die Verantwortung für die vielen
verschiedenen Benutzergruppen, die sehr häufig bei Problemen den Weg zum
Projekt eben nicht finden. Dinge die für dich oder mich völlig unwichtig
sind, sind für andere nicht wegzudenken. Wir können sehr froh sein, wenn
wir von den Problemen überhaupt erfahren, nur dann kann man helfen.
Also bitte, versucht auch mal an einen "kleinen Selbständigen" zu
denken, der einem "großen" Kunden eine Doku schuldig ist, die er nicht
machen kann, weil Kapitelnummerierung (o.ä. gravierendes) nicht geht...
Die Kapitelnummerierung (sie wurde immerhin schon sehr häufig genannt)
ist ein sehr gutes Beispiel. Einen Fehler in dem Zusammenhang habe ich
selbst gemeldet, schon vor der Freigabe der 2.0. Ich fand ihn kritisch,
hätte ihn aber nicht zum "Stopper" erklärt, weil es Workarounds gibt.
Ich habe mich in dieser Einschätzung getäuscht, das gleiche soll nicht
nochmal passieren.
(...)
Viele der in den Issues geschilderten Fehler ärgern einen Anwender zwar,
aber so lange er die Dateien irgendwie erstellen kann und seine Abgabe-
Termine halten kann, kann er damit leben.
Ich denke, er kann jetzt auch damit leben, sowohl mit der 2.0, mit der
kommenden 2.0.1 und auch schon mit den 1.1.x Versionen. Sooo lange ists
ja bis zur Freigabe nicht mehr.
Ich hoffe ich falle jetzt nicht schon unter die Tofu-Schreiber, aber
kurz noch ein Eindruck:
Insgesammt wäre es natürlich schön, wenn OOo sein z.Zt. gar nicht so
schlechtes Ansehen halten oder verbessern kann. Dazu gehört meiner
Meinung auch ein proffessionelles strukturiertes Vorgehen.
Allerdings habe ich von dieser Liste manchmal den Anschein, als ob es
hinter den Kulissen ein kleines Chaos gibt. Oder aber es muß irgendwo
die im Verborgenen arbeitenden Macher geben. Ich habe darüber keinen
Überblick.
Das leidige Thema bei OpenSource... wenn Du die Diskussion zur Qualität
auf der users mitverfolgst, dann siehst Du auch dort, dass die Meinungen
meilenweit auseinander gehen. Diejenigen, die hinterher für alle *eine*
Entscheidung treffen, nämlich das "Go" geben müssen, haben eigentlich
immer verloren, weil sie es der Hälfte der Leute nicht recht machen.
Und zum Stichwort "Chaos": Ich kann Dich nur dazu einladen, am
qa-Prozess teilzuhaben, mitzumachen und selbst zur Entscheidungsfindung
beizutragen. Du wirst sehen, wir machen da sicher nicht alles perfekt,
aber von Chaos ist das meilenweit entfernt.
Wenn ich bedenke, auf wie wenigen Schultern im de-Projekt diese Arbeit
verteilt ist, dann finde ich das großartig, was dort geleistet wird.
Wenn ich mir jedoch vorstelle, daß evtl. auch journalisten
> diese Liste mitlesen... und diese über OOo schreiben...
Dieses Argument höre ich häufig. Glaub mir, in jeder Firma, die
Software-Entwicklung betreibt, geht es nicht anders zu. Nur hier ist der
Unterschied, dass man die verschiedenen Prozesse mitverfolgen kann.
Und im übrigen, wenn ich mir anschaue, was viele Journalisten über OOo
schreiben, dann wäre es mir wirklich lieber, sie würden hier mitlesen.
Gruß,
Jacqueline
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