Hallo Matthias,

ich verfolge die Diskussion hier schon die letzten Tage, weil mich
dieses neue Backspace-Verhalten auch schon öfter geärgert hat.

Inzwischen scheint für mich der Minimal-Konsens erreicht zu sein,
dass es nicht sinnvoll ist, wenn durch den Backspace Einrückungen,
die im Absatz-Style definiert sind, durch harte Formatierungen
überschrieben werden.

Die einfachste Lösung wäre also folgende:

Mathias Bauer schrieb:
 
> Ich möchte noch einmal die Variante (4) einbringen: BS verhält
> sich wie jetzt, löscht aber nur solche Einrückungen, die "hart"
> formatiert sind. Dadurch verhält es sich wie OOo1.x, wenn man
> Einrückungen nur über Vorlagen realisiert.

Das hart formatierte Einrückungen per Backspace gelöscht werden,
damit könnte ich leben, weil ich die sowieso nicht benutze.

Bei dieser Lösung hätten diejenigen, die "hart" formatieren, die
Möglichkeit solche Formatierungen per Backspace zu löschen, während
diejenigen, die mit Absatzstyles formatieren, nicht befürchten
müssen, dass durch einen simplen Backspace das schöne sauber
gestylte Format zerschossen wird.

Alle anderen vorgeschlagenen Lösungen scheinen mir die ganze Sache
nur noch komplizierter zu machen und wieder neue Folgeprobleme zu
schaffen.

Jetzt habe ich allerdings das Problem, dass Issue 46727 geschlossen
ist. Offen ist nur noch Issue 50050, wo es darum geht, eine
zusätzliche Benutzereinstellung einzuführen, um das
Backspace-Verhalten abzustellen. Aber das wäre für mich auch keine
optimale Lösung.

Dass Styles per Backspace durch harte Formatierungen überschrieben
werden können, ist für mich ein Bug oder zumindest ein unsiniges
Verhalten. Wozu brauche ich eine zusätzliche Benutzeroption, um so
ein unsinniges Verhalten abzuschalten?

Dass mindeste, was aus der Diskussion hier folgen müsste, wäre Issue
46727 wieder zu öffnen und dort ein Ziel zu setzen, wann das
Backspace-Verhalten so geändert wird, dass dadurch keine Styles
überschrieben werden.

Ich gebe zu, dass ich selber es inzwischen aufgegeben habe
Bug-Reports zu Dingen zu schreiben, die sich aus meiner Sicht in
OpenOffice.org 2 verschlimmbessert haben. Die werden dann so oder
so eher früher als später ergebnislos geschlossen, weil das neue
Verhalten von den Anwendern so gewünscht wurde. Ich habe den
Eindruck, dass die Entwicklung von OOo aus meiner Sicht ohnehin in
die falsche Richtung läuft und dass ich da eher in der Minderheit
bin.

Bei den wenigen Issues, die ich noch verfolge, tut sich auch nichts.
Dabei handelt es sich gar nicht mal um "Verschlimmbesserungen"
gegenüber OOo 1.1, sondern um grundlegende Probleme die OOo schon
seit längerem mit sich herumschleppt (z.B. die fehlende
Unterstützung von OTF-Fonts unter Linux und im PDF-Export
allgemein). Da habe ich dann auch den Verdacht, dass viel zu viele
Entwickler-Ressourcen ind ei Kompatibilität mit MS Office gesteckt
werden und für solche aus meiner Sicht grundlegenden Probleme auf
der Strecke bleiben.

Viele Grüße

Stefan Lücking


-- 
Stefan Lücking
www.stefanluecking.de


---------------------------------------------------------------------
To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]

Antwort per Email an