Hallo zusammen,
vom 31. Mai bis 2. Juni fand in Wien das Höhepunktevent der
Linuxwochen statt, der jährlichen Roadshow für Freie Software in
Österreich. Ich habe dort die Aufgabe übernommen, für OpenOffice.org
mit einem Stand im Messebereich präsent zu sein.
(Dieser Bericht mit Fotos und Hyperlinks:
http://www.stefan-weigel.de/?ID=94 )
Die Befürchtung, die Veranstaltung könnte im Schatten des zeitgleich
in Berlin stattfindenden Linuxtags etwas verblassen, stellte sich
als unberechtigt heraus. Es reisten sogar Interessenten aus Berlin
an, um in Wien dabei zu sein. Der Besucherandrang war erheblich, die
Gespräche am Stand waren interessant. Nur am Samstag war es etwas
ruhiger. Eine Gelegenheit für gute Gespräche mit anderen Projekten.
Mehrfach wurde ich angesprochen, OOo möge doch bei Events in
Österreich mehr Präsenz zeigen.
Von den sicherlich auch interessanten Vorträgen konnte ich leider
nichts mitbekommen. Diese sollen aber zum Nachhören online verfügbar
werden.
Vorbereitung, Durchführung und Standpräsenz musste ich praktisch
alleine meistern. Erich Christian, der eigentlich dazu stoßen
wollte, musste leider kurzfristig absagen. (Von hier aus nochmal:
Gute Besserung, Erich!)
So stellte mich die Aufgabe auch vor eine logistische
Herausforderung. Denn die Vorführgeräte und kostbares
Ausstellungsmaterial mussten zur Wiener Urania gebracht, dort
diebstahlsicher deponiert und während der drei Tage beaufsichtigt
werden. Hierzu bewährte sich bestens die Erfindung der
OOo-Infostand-Box, einer großen Stahlblechkiste auf Rollen mit
Vorhängeschloss und Stahlkette zum anhängen.
Ich wurde vom Veranstalter herzlich aufgenommen und man bedankte
sich ausdrücklich für die geschätzte Präsenz von OpenOffice.org. Die
Mitstreiter anderer Projekte bedienten sich froh an den von mir
mitgebrachten Hilfsmitteln und Werkzeugen zum Standaufbau. ;-) Der
OOo-Tisch bekam im Community-Ausstellerbereich einen gut
positionierten Platz.
Den Vorführ-PC hatte ich so eingerichtet, dass in unbenutzten Zeiten
ein Screencast lief, also eine Aufzeichnung von typischen Aktionen
in OOo. Dies zog immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich und
veranlasste die Besucher am OOo-Tisch stehen zu bleiben und die
Vorführung zu beobachten, während ich mit anderen Besuchern im
Gespräch war.
Die USB-Sticks mit OOo-Aufdruck und vorinstallierten PortableApps
erfreuten sich großer Beliebtheit und sorgten neben der üblichen
PrOOo-Box für etwas Spendenumsatz zugunsten des Vereins
OpenOffice.org Deutschland e. V., von dem diese Materialien zur
Verfügung gestellt wurden. Die Boxen habe ich vor Ort Just-In-Time
zusammengebaut.
Die Themen der Fragen und Gespräche waren so bunt gemischt wie die
Besucher. Da waren Menschen, die einfach nur interessiert und offen
waren, aber noch gar nicht richtig wussten, was OOo ist. Vielfach
wurden relativ einfache Anwenderfragen gestellt. Und es gab
Experten, die sich immerhin dankbar zeigten, dass ihnen Wege und
Anlaufstellen gezeigt wurden, wo sie berechtigte Hoffnung auf
Klärung ihrer Fragen haben dürfen.
Gleich zu Beginn besuchte mich Prof. Dr. Rony Flatscher von der
Wirtschaftsuniversität Wien am Stand und überbrachte die
interessanten Abschlussarbeiten seiner Studenten, deren Aufgabe es
war, Einstiegshilfen für Ein- und Umsteiger in die
Skriptprogrammierung von OOo zu geben. Die Arbeiten lagen zur
Ansicht aus und stehen per Download als PDF zur Verfügung. Einige
Standbesucher griffen diese Informationen interessiert auf.
Am Freitag besuchte mich Verena Ruff von der OOo User Group Austria
und wir plauderten ein wenig über das OOo-Projekt im
deutschprachigen Raum.
Das Event war täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Abends traf ich
mich spontan mit anderen Kämpfern für Freie Software auf eine Pizza,
ehe ich mich zur nächtlichen Regeneration auf einen Campingplatz
zurück zog.
Highlight des Samstags war die Präsentation des Projekts One Laptop
Per Child, das sozial wie technisch Revolutionäres vor hat und zu
großen Teilen auch schon geschafft hat.
Die Atmosphäre der dreitägigen Veranstaltung war ebenso
locker-freundlich wie professionell. Die Teilnahme als Vertreter für
OOo hat sich für mich selbst, aber nach meinem Empfinden auch für
das Projekt OpenOffice.org und die Linuxwochen wirklich gelohnt.
Viele Grüße
Stefan
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