Sehr geehrte Frau Fritz,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

OpenOffice.org ist freie Software, die unter der so genannten LGPL-Lizenz (GNU Lesser General Public License) steht. Dieser Lizenz liegt ein Grundgedanke der freien Software zugrunde, der besagt, dass die Software beliebig weiterverteilt werden darf und soll. Dies schließt auch kommerzielle Anbieter mit ein. Zahlreiche Firmen bieten OpenOffice.org auf Datenträgern gegen ein geringes Entgelt an, teilweise mit Support oder Handbüchern. Die meisten Anbieter sind seriös, jedoch gibt es leider auch hier einige schwarze Schafe.

Besonders unangenehm aufgefallen sind in der letzten Zeit die so genannten gebührenpflichtigen Download-Anbieter, über die mittlerweile auch in Funk und Fernsehen berichtet wird. Unter anderem führen Suchmaschinen bei dem Suchbegriff OpenOffice.org zu diesen Seiten und wir erhalten regelmäßig Beschwerden von Nutzern, die solche Angebote aus Versehen genutzt haben. Das Projekt OpenOffice.org missbilligt die unseriösen Download-Anbieter und deren Vorgehensweise zutiefst und warnt sowohl mit einem Hinweis auf der Projektseite als auch mit Pressemitteilungen davor. Aufgrund der freien Lizenz von OpenOffice.org haben wir jedoch leider wenig Möglichkeiten, diesen Firmen Einhalt zu gebieten - wir können niemandem untersagen, OpenOffice.org anzubieten.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir mit den Anbietern kostenpflichtiger Downloads in keinerlei Verbindung stehen und nicht für Inhalte, Angebote und Verträge verantwortlich sind, die im Rahmen von Geschäftsbeziehungen zu ihnen Anwendung finden. Wir sind nicht über deren Geschäfte informiert und haben keinen Kontakt zu deren Betreibern. Wir halten jedoch ständig Kontakt mit der Presse, mit betroffenen Nutzern und auch mit der Polizei, denn wir versuchen im Rahmen des Möglichen, unsere Nutzer vor diesen Anbietern zu schützen.

Leider ist es uns aus verständlichen Gründen nicht erlaubt, eine rechtliche Bewertung oder gar Beratung durchzuführen. Im Folgenden aber einige Hinweise: Falls Sie selbst aus Versehen die Angebote eines solchen Download-Anbieters genutzt haben, tut es uns leid, dass Sie so negative Erfahrungen machen mussten. Wir empfehlen Ihnen, sich an eine Verbraucherzentrale zu wenden. Einen Musterbrief mit weiterführenden Informationen bietet beispielsweise die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg unter der Adresse http://www.vz-bw.de/megadownloads/ an. Ebenso empfehlenswert ist das Blog von Ronny Jahn unter http://www.verbraucherrechtliches.de, das sich mit vergleichbaren rechtlichen Fallstricken beschäftigt.

Für den Fall, dass Sie sich betrogen fühlen, empfehlen wir auch den Gang zur Polizei, um Anzeige gegen die betreffenden Anbieter zu erstatten. Bitte beachten Sie dabei nochmals, dass nicht alle Download-Anbieter unseriös agieren, und dass das Projekt OpenOffice.org in keinerlei Verbindung mit unseriösen Firmen steht!

Der Download von OpenOffice.org ist kostenlos von der Seite http://de.openoffice.org möglich. Dabei werden keine persönlichen Daten abgefragt. Geben Sie beim Download von OpenOffice.org niemals Ihre persönlichen Daten preis!

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnten und wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg! Halten Sie uns gern auf dem Laufenden, wie sich Ihr Fall weiterentwickelt.

Beste Grüße
Florian Effenberger

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