Hallo Norbert

Am 02.11.10 10:45, schrieb [email protected]:
Hallo zusammen,
in Spiegel-Online ist am 1.11. unter der Überschrift "OpenOffice verliert 33 
deutsche Entwickler" ein Artikel erschienen. Hier die ersten Sätze:
"Der Streit um die Zukunft des OpenOffice-Projektes verschärft sich. Nun 
verabschieden sich 33 deutsche ehrenamtliche Entwickler, die an der Bürosoftware 
mitgearbeitet hatten. Sie wollen künftig ein Konkurrenzprodukt unterstützen - 
OpenOffice-Eigner Oracle steht bald allein da."

Den kompletten Artikel findet ihr hier: 
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,726587,00.html
Von Jornalistischer Sorgfaltspflicht sollte man die Jungs mal unterrichten jup. Vieles anderes ist stark verzerrt oder "nur knapp an gelogen vorbei"
Nachdem ich nun nicht weiß, ob es noch jemand gibt, der sich mit Marketing- 
oder Pressearbeit beschäftigt schreib ich mal an diese Liste. Vielleicht kennt 
hier jemand die oder den neuen/alten? Zuständigen.
Es ist tatsächlich so, dass uns ein grossteil der Gruppe verlassen hat. Darunter wohl auch fast alle Marketing Leute. Klar kennen wir die alten, aber die sind nun halt weg.
Meiner Meinung nach sollte auf den Artikel von offizieller Seite von OO oder 
von Oracle  reagiert und Schadensbegrenzung betrieben werden.
Das OOo Projekt wurde in letzter Zeit übel durch den Schlamm gezogen. Irgendwann müssen wir wohl reagieren, aber das sollte m.E. überlegt geschehen, und keinen Falls auf dem Schlammschlacht niveau wie diese PM ist. Zur Veröffentlichung der 3.3 ist es nicht mehr so weit, vielleicht kann man in diese PM eine Stellungnahme reinpacken.
Wenn ich solche Sätze lese wie "Am Sonntag verstärkten sich diese 
Abwanderungstendenzen, als das deutsche Entwicklerteam so gut wie komplett seinen 
Abschied von OpenOffice.org erklärte"
"Entwicklerteam" ist grundsätzlich irreführend. Es handelt sich hauptsächlich um Leute aus dem Marketing, Übersetzung, Dokumentation, Qualitätssicherung usw. Also mehr Tätigkeiten rund um das Programm. Die sind ohne Zweifel auch wichtig, aber wenn die erst mal fehlen ist das Produkt an sich nicht in Gefahr.
  oder von "Konkurrenzprodukt" die Rede ist so ist dies doch nicht ganz 
richtig. Oder?
Aus meiner Sicht ist LibreOffice nun ganz klar eine Konkurrenz von OpenOffice.org. Sie verfolgen das selbe Ziel und werben um die selben Benutzer, machen aber aus ihrer Sicht alles besser ;-) Ob das dann so ist wird sich erst im Verlaufe der Zeit zeigen.


Bei professionellen Anwendern in größeren Unternehmen gibt so ein Artikel doch 
gleich Diskussionen, ob man nun zu MS-Office wechseln muss, weil OO stirbt und 
ob die Entscheidung OO einzusetzen richtig oder falsch war oder ist.
Die Irronie der ganzen Sache, dieses Misstrauen gegenüber OpenOffice.org war laut TDF Gründer ein wichtiger Grund für den Schritt sich eigenständig zu machen. Natürlich möchten sie, dass das Vertrauen nicht bei OOo wieder wächst, sondern bei LO. Ob solche PM's wie da oben dazu beitragen, mag ich bezweifeln.

Open Source ist eines der genialsten Modelle um Software zu entwickeln, solange das Prinzip des Gebens und des Nehmens verstanden und auch umgesetzt wird. Open Source alleinig auf grund des Kosten sparens einzusetzen ist mE zu kurz gedacht. Man kappt damit den Ast auf dem man sitzt. Es ligt in der Hand der Unternehmen und privater etwas zurückzugeben. Wir können niemanden dazu zwingen. Ob OOo eine Fehlentscheidung ist entscheiden die Firmen also letztlich selbst. Denn die Zukunft eines Open Source Projektes kann jeder einzelne mitbestimmen. Selbst wenn Oracle das Projekt mal einstampfen sollte, wenn da genügend Leute und Firmen sind die mitmachen heisst das zwangsweise das überleben des Projekts.

Ich möchte Firmen die Angst um die Zukunft von OOo haben, ermuntern, sich zu beteiligen. Das würde ungemein helfen! Danke

Gruss Raphael

--
My private Homepage: http://www.raphaelbircher.ch/

---------------------------------------------------------------------
To unsubscribe, e-mail: [email protected]
For additional commands, e-mail: [email protected]

Antwort per Email an