Am 19.04.11 16:46, schrieb Raphael Bircher:
Am 19.04.11 14:17, schrieb michael:
Jörg Schmidt schrieb:
Hallo Thomas, *,
Thomas Mitzka schrieb:
wer von LO redet denn mit wem von Oracle?
Das weiß ich nicht, ich hörte nur ganz allgemein davon.
Naja, LO und TDF haben ein klares Interesse ("Gebt uns die Marke, gebt
uns das Copyright").
Die TDF, selbst wenn sie noch nicht gegründet ist, hätte Strukturell
gesehen eine gute Grundlage als Haus für OOo, aber wenn ich das
technische sehe, glaube ich kaum, dass sie auch nur annähernd den
Fortbestand von OOo garantieren können, geschweige denn, ein
ernsthafter Gegenspieler für MS zu sein.
Um es gleich zu sagen, dass hier soll kein Angriff darstellen, sondern
ist lediglich meine persönliche Meinung. Die Prognose verrete ich auch
nur, wenn so weiter gearbeitet wird wie bisher. Ich behaupte auch nicht,
dass die OOo QA perfekt und effizient ist. Und ich weiss, dass das
andere Leute anders sehen.
Die beste Lösung wäre m.E. Folgendes.
- ziemlich agressives Sponsoring Marketing
- Versuchen möglichst viele der Oracle Mitarbeiter zu halten, und sie
von Sponsorengelder zu zahlen
- QA grösstenteils so behalten wie bei OOo,
- Mittelfristig Gönnerschaft einführen, denen kann dann auch einige
Extras geboten werden
- Entwicklung der Software weiterhin grösstenteils professionell
Das würde zwar einiges an Geld kosten, aber was sind 20 Mio Euro auf
100 Mio User? Der Volkswirtschaftliche Schaden eines kapitulierenen
OOo wäre weit grösser als die Kosten für die paar Entwickler. Es würde
wohl sogar Firmen betreffen die OOo nicht nutzen, denn sobald OOo weg
oder kommerziell nicht mehr zu gebrauchen ist, werden wohl auch die
Preise für MSO wieder steigen. Ich persönlich sehe aktuell diesen weg
als den optimalsten. Ich fände es besser, wenn die Entwickler und vor
allem das Projektmanagement von einer Non Profit Organisation aus
geleitet und von dort auch bezahlt werden. Firmen sollen Code
beitragen können, aber nicht alleine über die Integration bestimmen.
Firmen haben immer kommerzielle Interessen, das sieht man auch bei
Novell. Wenn Firma XY einen Bugfix verkauft, ist denen die Qualität
dessen vielleicht nicht zwingend so wichtig. Und im Unterschied zu
proprietärer Software fühlt sich niemand für die Drecksarbeit
verantwortlich.
Wenn es uns gelingt, genügend Geld zusammen zu bringen, dass wir
Entwickler finanzieren können, und wenn wir es noch schaffen, einige
der Hamburger Kollegen auf unsere Seite zu bringen, sieht es schon
nicht schlecht aus. Aber wieviel da zusammen kommen würde, können
nicht wir entscheiden. Wir haben jetzt lange für OOo gekämpft, und
hatten viele Erfolge, nun wären mal die vielen User dran, etwas für
das Programm zu tun.
Natürlich wäre es schon, das mit der TDF zu machen, nur die haben ein
bisschen eine andere Philosophie.
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