Moin,
Am 31.10.2010 06:26, schrieb Thomas Hackert:
Könnte mir jemand von den eingeweihten
Leuten mal eine kurze Zusammenfassung geben, was jetzt wirklich im
Vorfeld lief?
Die Vorgeschichte zur Entstehnung ist ganz grob hier (in den ersten
beiden Absätzen) zusammengefasst:
http://libobil.blogspot.com/2010/10/about-tdf-steering-committee.html
Da spielen natürlich noch viele Erlebnisse mit rein, wie z.B. unser
Projekt-Wochenende in Hof. aus dem ich mit dem klaren Auftrag
rausgegangen bin, auf der Conference die Gründung einer Foundation
vorzubereiten.
Also z.B. ob wirklich eine Einladung an Oracle
rausging und an wen sie ging?
Oracle wurde von unserem Vorhaben informiert und es wurde die Hoffnung
geäußert, dass sie den Weg mit uns gemeinsam gehen.
Der entsprechende Text ist hier zu finden:
http://techrights.org/2010/09/28/document-foundation-and-libreoffice/
(runterscrollen bis MESSAGE FOR ORACLE)
Ich möchte keine Konreten Namen nennen, aber die Mail wurde an den
Leiter der Hamburger Business Unit, den Zuständigen für
OpenSource-Strategie bei Oracle sowie an die Ansprechpartner der
Community bei Oracle (Community Manager, Technischer Koordinator) geschickt.
Gab es wirklich - wie es auf der
[email protected] den Anschein hatte - keine Antwort von den
entsprechenden Personen?
ORacle hat damit mit einem "Statement" regaiert, welches auf Anfrage von
ORacle an die Presse gegeben wurde (wir hatten das Statement zwr früher,
haben dann aber etwa eine Woche auf Antwort warten müssen, wie damit zu
verfahren ist, ob Oracle es veröffentlicht, ob wir das tun dürfen ...).
Wortlaut:
"Oracle is investing substantial resources in OpenOffice.org.With more
than one hundred million users, we believe OpenOffice.org is the most
advanced, most feature rich open source implementation and will strongly
encourage the Open Office community to continue to contribute through
www.openoffice.org. However, the beauty of open source is that it can
be forked by anyone who chooses, as was done today. Our sincerest goal
for Open Office is that it become more widely used so if this new
foundation will help advance Open Office and the Open Document Format we
wish them the best".
Kann es vielleicht sein, dass irgendeine
Formulierung in der Einladung als verletzend interpretiert werden
konnte? Und war da wirklich nur die Forderung an Oracle die
Namensrechte (wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe ... ;) ) von
OOo an die Foundation abzugeben, ohne eine für Oracle interessante
„Gegenleistung“ anzubieten?
Ich empfinde es nicht als verletzend, darauf hinzuweisen, dass eine
Ankündigung die zum Start des OOo-Projektes gemacht wurde nun umgesetzt
wird und dass gemeinschaftlich erarbeitete Werte (wie z.B. die
Trademark) auch unter gemeinschaftliche Kontrolle gehören.
Das ist für mich nur natürlich.
Man kann darüber debattieren, ob die Formulierungen beidr Seiten evtl.
ungünstig waren, das ist aber leider fruchtlos, da Oracle in jeglicher
Kommunikation mit uns klargemacht hat, dass es bzgl. Trademark und
Mitarbeit in einer gemeinsamen Foundation nichts zu diskutieren gibt -
das wird nicht passieren.
Entsprechende Telefonate mit den Ansprechpartnern der Community bei
Oracle (z.B. ich mit Martin, Florian mit Stefan, Cor mit Martin) waren
immer recht ruhig und keineswegs beleidigend, aber es war immer
deutlich, dass Oracle sich nicht an einer Foundation beteiligen wird.
Oracle wird dazu öffentlich keine deutlichere Aussage treffen, als die
Statements, die an die Presse gingen - und das von mir hier geschriebene
ist natürlich auch nur meine Interpretation der persönlichen Gespräche.
Aber für mich ergibt sich aus beiden der Schluß, dass Gespräche über
eine Zusammenarbeit (auf oraganisatorischer Ebene) im Moment
Zeitverschwendung sind. (In 6 Monaten mag das anders aussehen, aber auch
dann schätze ich die Chancen gering ein).
Gruß,
André
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