Hallo Regina,

danke für die Antwort - sie deckt sich mit meinen eigenen Versuchen (LO
4.1).
Ich denke schon, dass es noch eine technische Grenze gibt - das wird
sicher intern über einen Array abgewickelt und der hat auch nur
begrenzte Aufnahmekapazitäten.
Aber ich bleib mal bei "keine Grenzen".

Gibt keinen konkreten Anwendungsfall - eher theoretisch. Kunde ist
ingeniuertechnisch orientiert und will einen Feature-Vergleich
MSO/AOO/LO - und dabei ist ihm das ein wichtiger Punkt (kam eben bei
seinem bisherigen Excel an die Grenze ;-))

Ich denke, das ist auch eher psychiologisch zu sehen - solche riesigen,
wichtigen Datenmengen sollte man nicht mehr mit einer
Tabellenkalkulation auswerten.


Viele Grüße
Thomas



Am 29.09.2013 18:43, schrieb Regina Henschel:
> Hallo Thomas,
> 
> Thomas Krumbein schrieb:
>> Hey zusammen,
>>
>> vielleicht weiss es ja jemand auf dieser Liste:
>>
>> 1. Calc:
>> Wieviel Datenpunkte maximal kann Calc in einer Grafik (Diagramm)
>> verarbeiten?
>> Also als Beispiel: ein X/Y Chart kann wieviel Zeilen mit Datenwerten
>> auswerten?
>> Excel kann- soweit ich es weiss - 3.200 Datenpunkte verarbeiten, dann
>> ist Schluss.
>> Hat Calc eine Grenze und wenn ja, wo ist die (es hat bestimmt eine,
>> irgendwie technsich bedingt).
>>
> 
> Es gibt keine eingebaute Grenze, aber eine praktische. Wenn du sehr 
> viele Datenpunkte hast, wird es zunächst immer langsamer und schließlich 
> landed man in einen Crash wegen "bad allocation error". Ich habe das 
> Ganze mit AOO ausprobiert, es dürfte bei LO aber ähnlich sein. Ich habe 
> Zufallszahlen benutzt. Excel hat bei mit Linien verbundenden 
> Datenpunkten wohl einige Optimierungen, hat bei rein zufälligen Punkten 
> aber ähnliche Probleme. Außerdem lässt sich bei Excel so wie bei 
> Gnumeric auch die Punktgröße nicht beliebig reduzieren. Gnumeric hat mit 
> großen Datenmengen keine Probleme, behandelt die Datenpunkte aber auch 
> nicht als einzelne Objekte.
> 
> Du findest auf http://people.apache.org/~regina/ zwei große Dateien, die 
> ich mit AOO erstellt habe. Entscheidend ist wohl nicht nur die reine 
> Anzahl der Zeilen, sondern auch wieviele Datenreihen es sind. Ich habe 
> dadurch ein großes Diagramm erstellen können, indem ich die Datenreihen 
> nacheinander hinzugefügt habe und den Editiermodus zwischendurch immer 
> verlassen habe. Beim Grafik-Cache habe ich die Zeit so weit möglich 
> heruntergesetzt, um ein Ausswappen zu erzwingen.
> 
> Im allgemeinen kommst du besser weg, wenn du statt beispielsweise 15000 
> Datenpunkten zwei Datenreihen mit 7500 Punkten benutzt. Bis 10000 
> Datenpunkten geht es ganz gut, bei 16000 Punkten wird es schon zu einem 
> Geduldsspiel und so ab 30000 landest du in einem Crash.
> 
> Bei Datenreihen aus beispielweise Zeitreihen ist die Situation besser, 
> weil es dort häufig vorkommt, dass benachbarte Punkte so dicht 
> beieinander liegen, dass sie bei Bildschirmauflösung nicht 
> unterscheidbar sind. Diese werden durch die View dann auch nicht 
> mehrmals dargestellt, sondern nur einmal.
> 
> Wofür brauchst du Diagramme großer Datenmengen und um welche 
> Größenordnung geht es?
> 
> Mit freundlichen Grüßen
> Regina
> 
> 


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