Hi Matthias!

Am Freitag, den 02.07.2010, 11:43 +0200 schrieb Matthias Kirschner:
> Das ist ja fast 1:1 die Präambel aus der Satzung der Free Software
> Foundation Europe Chapter Germany e.V.
> http://www.fsfe.org/about/legal/de/constitution.de.html. 

Ja, überrascht mich nicht. Hab' nie behauptet das ich der Erste gewesen
wäre, dem die Gedanken kamen. Er umgekehrt: Der Umgang mit Freier
Software und die Auseinandersetzung mit der GPL hat nachhaltig mein
Denken geprägt. 

> Das was du beschrieben hast ist genau unser Anliegen. Und mit den
> Fellowship-Treffen und Aktionen http://wiki.fsfe.org/FellowshipEvents
> versuchen wir den geselligen Teil abzudecken. 

Ich sehe keine Aktive Gruppe oder Aktivitäten der FSF in München, sonst
wäre ich da schon aufgeschlagen.

> Ich hatte Flo so
> verstanden, dass es ihm primär um einen Verein für die Treffen geht.

Das hatte ich so auch verstanden. Da er ja von "Brain-Storming" sprach,
habe ich mein Senf dazu gegeben. Das dass nicht 100% dem entspricht was
Flo vorschwebt, ist mir absolut klar. Wir haben jede menge Sparen- und
Nischen-Vereine in München. Warum nicht mal darüber nachdenken, ob die
eigene Idee nicht auch oder gerade in einem etwas weiter gefassten
Rahmen ihren Platz findet. 

Als vor knapp 20 Jahren das OS Linux das Licht der Welt erblickte, hätte
auch niemand gedacht, das dass mal auf Handys laufen würde. Es wurde
nicht ein weiteres freies Betriebssystem für Handys geschaffen, sondern
die Fähigkeiten von Linux erweitert. 

Warum das OSS nicht erweitern und Leute mit ins Boot holen, die sich für
politische Arbeit interessieren, oder für Programmierung, oder für
Einsteiger-Install-Partys, oder Profi Admins, oder für Kreative aus der
Creative Commons Ecke, wie die Wikipedianer oder Open Streemap-Freaks,
oder die freifunker oder, oder, oder...

Rein praktisch könnte es so sein, das alle Mitglieder einen Grundbetrag
leisten, für die Infrastruktur (Räume, Strom, Telefon..) und darüber
hinaus einen Betrag zweckgebunden für ein (oder mehrere) Projekte. Wenn
denn z.B. die Projektgruppe-Software-Patente eine Aktion vor dem
Münchner Europähischen Patentamt durchführen will, und da für Geld
braucht (Flyer, Tanzparen etc.) dann müssen sie innerhalb des Vereins
die Anderen von ihrer Idee überzeugen, so das sie genügend
zweckgebundene Mittel bekommen dafür. Dann würde sich auch niemand
beschweren können, das für seine Projektgruppe nie Gelder da sind. Jedes
Mitglied entscheidet selbst, wo für er sein Geld verwendet sehen will.
Bei den Basics profitieren aber definitiv alle von der Zusammenarbeit,
weil dann eben nicht jede Gruppe selber eigene Räume anmieten, Beamer
kaufen, Server aufsetzen und Flyer drucken muss.

Gruß

Olaf


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