Hallo,
Am 20.09.2012 12:15, schrieb Florian Effenberger:
ich sehe gerade auf die Webseite, und für Freitag (28.) steht noch gar
kein Vortrag drin.
Ich kann folgendes anbieten:
Große Websites - wie geht das?
Eine eigene Website ist schnell aufgebaut: Ein Wochenende reicht, um
einen virtuellen Server bei einem Hoster zu bestellen, darauf einen
Webserver zu installieren und schließlich ein einfaches CMS
einzurichten. Wie aber gehen die Großen vor, die Millionen von Zugriffen
pro Monat oder gar Tag erwarten? Dafür gibt es viele Ansätze, die sich
auch noch kombinieren lassen.
Der rund 40-minütige Vortrag richtet sich an Zuhörer, die eine
grundsätzliche Vorstellung von der Funktionsweise des Web haben, die
sich aber nicht regelmäßig oder professionell damit befassen.
Er stellt in drei Abschnitten vor, wie große Webauftritte aufgebaut sind
und an welchen Stellschrauben deren Seitenbetreiber drehen:
1. Was das Web zusammenhält - HTTP
Anders als die Beschreibung der Webinhalte durch die Markup-Sprache HTML
hat sich das Protokoll HTTP im Kern in zwanzig Jahren nur wenig
geändert. Es ist aber immer noch Grundlage für fast sämtliche
Web-Kommunikation. Zur Sprache kommen:
- Aufbau des Protokolls in Header und Body
- Wichtige Methoden wie GET, HEAD, POST
- Wichtige Header und wozu sie dienen
- Wie Browser HTTP nutzen
- Ausblick in die Zukunft von Ajax bis SPDY
2. Wie das Web aufgebaut ist - Architektur
Das kleinste denkbare WWW besteht aus einem Browser und einem Webserver
mit einer einzigen statischen Webseite. Die Maximalversion in der
Wirklichkeit besteht aus mehr Komponenten:
- nicht nur statische, sondern auch dynamische Webdokumente
- Webseitenbetreiber binden Middleware und Datenbanken an
- Compiler, Toolkits, Optimierer kommen zum Einsatz
- Webadmins tunen ihre Webserver
- lokale Web-Caches und Load Balancer verteilen den Traffic
- Content-Delivery-Networks tragen Webinhalte in alle Ecken der Welt
3. Praxisbeispiel Webcache - Varnish
Jeder im zweiten Abschnitt genannte Baustein bietet genug Stoff für eine
mehrtägige Schulung. Um aber einmal an der Praxis zu zeigen, wie solche
Aufbauten aussehen, hält der Webcache Varnish her: Als rudimentärer,
aber sehr leistungsfähiger Zwischenspeicher lassen sich an ihm viele
Prinzipien großer Webarchitekturen und ihrer Abläufe zeigen:
- Aufbau von Varnish, durchlaufene Zustände,
- Definition von Backends
- Mit Direktoren Last verteilen
- Umgang mit Headern, speichern von Inhalten
- Besonderer Umgang mit persönlichen Daten
Der Vortrag lässt sich auch in zwei Teile splitten und Abschnitt 3 nur
für diejenigen präsentieren, die noch Lust auf konkrete Konfigurationen
haben.
Regards,
Nils Magnus
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Director LinuxTag e. V. * LinuxTag: May 22 - 25, 2013 in Berlin, Germany
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