Hallo miteinander,
da hat ja die Podiumsdiskussion schon im Vorfeld begonnen :-)
> dass irgendwer als erstes seine Assurer-Punktzahl ins Spiel bringt,
die dazu geeignet sei, das an sich ganz gute Prinzip auszuhebeln und
zu beschleunigen
Hmmm. Das kann ich mir kaum vorstellen. Es sind mindestens 2 separate
Assurances notwendig. Das ist bereits die "Beschleunigung".
Aushebeln ? Wie ?
Mir persönlich gefällt an CAcert der Ansatz, das aus der OpenSource-
Welt kommende Web-of-Trust mit dem hierarchischen PKI-Ansatz zu
verbinden.
Die "Best Practices" des WoT + einige zusätzliche Regeln wurden in
Policies niedergelegt. Dem Assurer gibt man ein Handbuch mit auf den
Weg.
Das so angereicherte WoT fungiert aus PKI-Sicht als Registration-
Authority.
Der Anwender kann sich dann X.509-Client- und/oder Server-Zerifikate
ausstellen oder auch seinen PGP Public Key signieren lassen.
Bis Freitag,
Frank
P.S.: War schön, mal wieder was von Dir zu hören, Hugi ...
--
Am 21.01.2014 um 11:33 schrieb Nils Magnus:
Hallo,
Am 21.01.2014 08:29, schrieb Andreas:
Am 21.01.2014 01:37, schrieb Nils Magnus:
Das geht in meinen Augen in Richtung dieses kranken CaCert-
Prinzips, bei
dem man erst mal in einer Art verteilten Rollenspiel möglichst viele
Gummipunkte sammeln muss, um dann als Obermacker zu gelten. Mit
Security
hat das aber rein gar nichts zu tun.
Etwas hart, sei's drum. Jeder wie er kann und will. Aber lassen wir
mal
die Rollenspiele der Gummipunkte sammelnden Obermacker beiseite, was
bleibt dann?
Ich möchte mich für meine Wortwahl entschuldigen. Die war nicht
angemessen.
Ein Mensch der bereits Teil eines Vertrauensnetzwerks (X) ist,
überprüft
die Identität eines potenziellen Teilnehmers an X basierend auf der
amtlichen Foto-ID des Interessenten. Resultat: Daumen rauf oder
runter.
Ja, das ist eine gute Zusammenfassung.
Die Verwirrung kommt wohl daher, dass es bei GPG meistens um die
Technik geht, die nach allen Expertenmeinungen solide ist, sich aber
schwer bedienen lässt.
Bei CaCert geht es meistens um organisatorische Abläufe, bei der
Technik verlässt man sich auf (ebenfalls weitestgehend grundsolide)
bestehende Technik, nämlich X.509v3-Zertifikate und die damit
verbundenen Kryptoalgorithmen.
Bei den organisatorischen Abläufen stelle ich leider immer wieder
eine gewisse Diskrepanz fest: Einerseits werden Ausweise teilweise
akribischst geprüft, auch wenn der Inhaber seit langem auf anderem
Wege von Person bekannt ist. Andererseits erlebe ich praktisch jedes
Mal, wenn auf irgendeiner Liste das Thema CaCert aufkommt, dass
irgendwer als erstes seine Assurer-Punktzahl ins Spiel bringt, die
dazu geeignet sei, das an sich ganz gute Prinzip auszuhebeln und zu
beschleunigen. Daher meine Skepsis der Sache gegenüber.
Ich habe das Problem mal in einem längeren Artikel ausführlich
skizziert:
http://www.linux-magazin.de/Ausgaben/2010/12/Jaeger-und-Sammler
Regards,
Nils Magnus
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Director LinuxTag e. V.
Visit LinuxTag May 8 - 10, 2014 at STATION-Berlin, Germany
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