Hi,

nach dem Vortrag zu GnuPG neulich kam bei den Diskussionen die Frage
nach den unterschiedlichen Primzahlentest auf und wie GnuPG sich seine
Primzahlen beschafft.
Bin grade nochmal zufällig drüber gestoßen.
Es gibt mehre schnelle Tests die aber False-positives liefern und
unterschiedliche "Sicherheit" haben: Fermatscher Primzahltest,
Solovay-Strassen-Test & Miller-Rabin-Test
Es gibt seit 2002 jedoch auch einen Test der in Polynomialzeit
garantiert sagt, ob eine Zahl prim ist oder nicht: AKS-Methode
Numberphile erklärt die Tests:
http://youtu.be/jbiaz_aHHUQ
http://youtu.be/HvMSRWTE2mI

Hier findet man dann wie GnuPG das konkret handhabt: [1]
Sie erzeugen zuerst einen Pool an kleineren Primzahlen (mit dem
Algorithmus von Lim & Lee, den man aber nicht kennen muss) und errechnen
daraus dann mögliche große Primzahlen die sie zuerst gegen kleine
Primzahlen testen, dann mit Fermat und schließlich mit 5 Runden
Rabin-Miller testen.
Die Zahlen sind also nicht garantiert Prim, aber es ist extrem
unwahrscheinlich, das nicht. Es ist wohl auch nicht klar, ob das den
Schlüssel überhaupt nennenswert schwächt. [2]

Lg,
Michi


[1]: 
http://www.gnupg.org/documentation/manuals/gcrypt/Prime_002dNumber_002dGenerator-Subsystem-Architecture.html#fn-1
[2]: hier diskutieren GnuPG-Entwickler darüber:
http://www.gossamer-threads.com/lists/engine?do=post_view_flat;post=55353;page=1;sb=post_latest_reply;so=ASC;mh=25;list=gnupg

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